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Corona-Situation in der Ukraine bleibt angespannt

Ternopil-Helferkreis unterstützt trauernde Familie

Wassyl Semenjuk, Erzbischof der Erzeparchie Ternopil-Sboriw/Ukraine (rechts), übergab eine Spende an die Familie des verstorbenen Priesters Wolodymyr Demchuk.
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Wassyl Semenjuk, Erzbischof der Erzeparchie Ternopil-Sboriw/Ukraine (rechts), übergab eine Spende an die Familie des verstorbenen Priesters Wolodymyr Demchuk.
  • VonHeinrich Rehberg
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Die Arbeit des Helferkreises und die Hilfsmaßnahmen für die Diözese Ternopil / Ukraine gehen trotz der Pandemie unvermindert weiter.

Frasdorf - Die turnusmäßig anstehenden Neuwahlen der gesamten Vorstandschaft sollen so bald als möglich durchgeführt werden.

Corona-Situation in der Ukraine bleibt angespannt

Trotz Lockdown und ausgefallener Veranstaltungen blieb der Verein im Chiemgau und in der westlichen Ukraine aktiv. Die Vorsitzende des Vereins, Katharina Schmid, informierte die Mitglieder über die Entwicklungen der letzten Quartale: Die Corona-Situation in der Ukraine ist nach wie vor sehr angespannt.

Es gibt zwar einen Impfstoff aus Indien, die Bevölkerung hat zu ihm jedoch kein großes Vertrauen, da der Impfstoff in der Ukraine nicht auf Wirksamkeit und Verträglichkeit geprüft und zugelassen wurde.

Aktuelle Artikel und Nachrichten finden Sie in unserem Dossier zur Corona-Pandemie

Ein junger Priester, aus der Diözese Ternopil Wolodymyr Demchuk, ist mit 47 Jahren an Corona erkrankt und verstorben. Er hinterlässt seine Frau und vier Kinder. Er lebte mit seiner Familie im Pfarrhof seiner Kirchengemeinde, in der Diözese Ternopil.

Nun musste die Frau mit den Kindern eine andere Bleibe finden. In der Ukraine handelt es sich dabei meist um Eigentumswohnungen, die gekauft werden müssen. Diese kosten an die 30.000 Euro.

Helferkreis unterstützt Corona-Witwe

Wassyl Semenjuk, Erzbischof der Erzeparchie Ternopil-Sboriw/Ukraine, und Pfarrer Volodymyr Firman wandten sich für Unterstützung der Witwe an den Helferkreis. Das Echo war überwältigend: Mehr als 6000 Euro gingen an Spenden ein. Die Summe wurde durch den Helferkreis noch auf 8000 Euro aufgestockt. Auf die Initiative von Firman hin schenkte ein Bauunternehmer, aus Ternopil, der Familie Demchuk eine Zwei-Zimmer-Rohbau-Wohnung.

Die Aktion „Friedensbaum“ wird von der Diözese unterstützt. Pfarrer Vasyl Shafran hat in diesem Jahr rund 1500 Roteichen-Bäumchen an die Dekanate geliefert, die dann von dort an die Pfarreien verteilt und mit der Bevölkerung gepflanzt wurden.

Kreuzweg gebetet

Zwei Wochen vor dem Osterfest der Ostkirche betete Bischof Semenjuk in der Kathedrale von Zarvanytsja den Kreuzweg, der über das Fernsehen in der gesamten Westukraine übertragen wurde. Der neu gebaute Schweinestall der Diözesanökonomie ist noch unfertig. Es gibt zwar einige Schweine für den Eigenverbrauch, die geplante Zucht muss jedoch aus finanziellen Gründen noch warten. Dazu kommt noch, dass die Weizenernte nur mäßig ausgefallen ist, das Getreide als Brotgetreide gebraucht wird und nicht als Futtergetreide zur Verfügung steht.

Durch ein stark geschrumpftes Spendenaufkommen und den Wegfall der Einnahmen durch Pilger ist die finanzielle Situation in den Diözesen der Westukraine sehr angespannt. Firman erklärt, wie er es in seinem Wirkungsbereich schafft, allen finanziellen Verpflichtungen, Gehaltszahlungen und Gebäudeerhalt nachzukommen.

Weitere Nachrichten aus dem Chiemgau finden Sie hier.

Firman stellt die Finanzen dadurch sicher, dass jeder Priester seine eigene Pfarrei oder eine Kaplanstelle bekommt, die das Grundeinkommen für ihn und seine Familie sichert. Die von den Priestern geleisteten Dienste in der Diözese Ternopil sind zum größten Teil ehrenamtlich, daher entstehen für die Diözesanverwaltung auch keine hohen Kosten.

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