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Einkaufen im Lockdown

„Click & collect“ in Aschau: Auch hier setzen Einzelhändler auf das neue Format

Petra Deml, Inhaberin des „Schmuckkastl Petra Deml“, freut sich über jeden Kunden, der „Click & collect“ in Anspruch nimmt. Sie findet es wichtig, dass die Leute in dieser schwierigen Zeit auch an die kleineren Läden denken.
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Petra Deml, Inhaberin des „Schmuckkastl Petra Deml“, freut sich über jeden Kunden, der „Click & collect“ in Anspruch nimmt. Sie findet es wichtig, dass die Leute in dieser schwierigen Zeit auch an die kleineren Läden denken.
  • Barbara Forster
    VonBarbara Forster
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Ein Hoffnungsschimmer für den Einzelhandel: Dank des neuen Formats „Click & collect“ ist jetzt auch ein Abholservice erlaubt. Auch In Aschau machen einige Läden davon Gebrauch. Die Bilanz nach knapp zwei Wochen.

Aschau – „Die Leute sind dankbar“, so der Eindruck von Georg Steigenberger, Inhaber des gleichnamigen Sportgeschäfts in Aschau. Die Leute kaufen Skiwachs, Grödel, Mützen – „Kleinigkeiten, an die man vor dem Lockdown nicht gedacht hat“, sagt Steigenberger. Vorab könne man sich die Ware im Webshop ansehen. Bestellungen seien per E-Mail, im Webshop oder per Telefon möglich. Vor der Ladentür stehe ein Tisch bereit. „Wir holen die Kunden vor der Ladentür ab, fragen nach den Namen und übergeben dann die Bestellungen.“

Urlauber und Touristen fehlen

Auch Lieferungen im Umkreis werden getätigt, sagt der Inhaber. Dass die Kunden von dem Angebot Gebrauch machen, erfordere eine intensive Bewerbung in den sozialen Medien. Aber Steigenbergers Resümee klingt optimistisch: „Die Rückmeldungen sind zu hundert Prozent positiv.“

Doch die Einheimischen alleine reißen das Ruder nicht herum, merkt Petra Deml vom „Schmuckkastl Petra Deml“ an: „Es tut sich was, aber das Format ist natürlich nicht mit einem normal geöffneten Laden gleichzusetzen. Es fehlen die Urlauber und Touristen.“

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Anfragen per Whatsapp

Aber die Kunden, die ihren Laden aufsuchen, wüssten genau, was sie wollen. Selbst Änderungswünsche werden in Auftrag gegeben, sagt Deml. Kürzere Ketten, engeren Ring – die Leute möchten ihre Weihnachtswünsche anpassen lassen. „Viele legen die Abmessungen zu ihren Schmuckstücken dazu oder sagen wie viel gekürzt beziehungsweise verlängert werden soll. Machbar. Aber aufwendiger und komplizierter als sonst“, erklärt Deml. „Aber es findet sich immer ein Weg.“ Per WhatsApp oder E-Mail können die Kunden Anfragen schicken. „Dann kriegen sie Bilder von uns gesendet.“ Die Ware können die Kunden entweder am Briefkasten vor dem Laden abholen oder sie wird per Post zu ihnen nach Hause geschickt. Die Ladeninhaberin freut sich über jeden, der „Click & collect“ in Anspruch nimmt: „Die Leute sollen auch bisschen an die kleinen Läden vor Ort denken und nicht alles im Internet bestellen.“

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Nicht viel verändert hätte sich für das Trachtengeschäft Peteranderl in Aschau – bis auf die Tatsache natürlich, dass die Ware nun auch vor der Ladentür ausgehändigt werden darf und das Personal nun FPP2-Masken trägt. Eine Auswahl zum Mitnehmen gab es aber schon vorher, sagt Ladeninhaberin Sonja Peteranderl. Schon während des ersten Lockdowns hat sie für ihre Kunden eine Auswahl zusammengestellt und zu ihnen nach Hause geliefert. Die Bezahlung erfolgte per Überweisung.

Den Kunden wird vertraut

Jetzt können die Kunden Kleider, Röcke oder Schürzen eben auch vor der Ladentüre abholen. Aber die Kleidungsstücke draußen im Freien zu probieren, das will Peteranderl ihren Kunden nicht antun. Auch da sagt die Inhaberin: „Die sollen die Sachen in Ruhe zu Hause anprobieren.“ Freilich bestünde dabei immer ein gewisses Risiko, dass Kunden Ware unterschlagen oder nicht überweisen. „Aber wir haben so tolle Kunden, denen vertrauen wir“, sagt Sonja Peteranderl.

Simon Frank, Bürgermeister von Aschau, sieht in dem Format „Click & collect“ eine „gute Möglichkeit“, als Unternehmer wenigstens einen kleinen Teil der Umsatz-Einbußen zu kompensieren. Frank habe selbst schon Gebrauch davon gemacht und den Einzelhandel dadurch unterstützt.

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