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„Schreiben ist Therapie“

Von Luftschiffen und Eichhörnchen: Die Frauen lieben die Science-Fiction-Romane von Bernhard Kürzl aus Pittenhart

Für Bernhard Kürzl ist das Schreiben wie eine Therapie. Jetzt ist der zweite Teil einer Buchreihe „Rebekkas Erbe“ mit dem Untertitel „Verlorener Planet“ erschienen.
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Für Bernhard Kürzl ist das Schreiben wie eine Therapie. Jetzt ist der zweite Teil einer Buchreihe „Rebekkas Erbe“ mit dem Untertitel „Verlorener Planet“ erschienen.
  • Tina Blum
    VonTina Blum
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Fantansy-Pferde-Romane, Horrorgeschichten und surreale Welten – in diesem literarischen Genre ist der Hobby-Autor Bernard Kürzl aus Pittenhart zu Hause. In diesem Jahr hat er das zweite Buch seiner Science-Fiction-Reihe „Rebekkas Erbe“ veröffentlicht, das besonders die weiblichen Leser anspricht.

Pittenhart – Als Nerd würde sich Bernhard Kürzl (57) aus Pittenhart nicht bezeichnen. Ja, er steht auf Technik, Science-Fiction, Standard-Tanz und Eichhörnchen. „Aber ein Nerd? Nein!“, sagt der Hobby-Autor aus Pittenhart. Eigentlich ist der gebürtige Hesse, der seit acht Jahren in der Region lebt, hauptberuflich Bauzeichner. Aber das Schreiben ist für ihn weitaus mehr als nur ein Hobby: „Es ist eine Art Therapie. Wenn ich schreibe, fühle ich mich wohler.“

Ersten Comic mit sieben Jahren verfasst

Mit sieben Jahren habe er seinen ersten Comic gemacht, aber nie vollendet. Mit zwölf Jahren begann er zu schreiben. „Ich habe damals die Grusel-Heftromane von John Sinclair verschlungen“, erinnert er sich. Bis zum Abi habe er dann hunderte Seite geschrieben, die noch immer unveröffentlicht in einer Schublade schlummerten.

„In der zehnten Klasse wollte ich Filmemacher werden.“ Er bewarb sich an der Filmhochschule, wurde aber nicht genommen. Also begann er eine Lehre als Bauzeichner. Das Schreiben ruhte eine Weile.

Erstes Buch war ein Fantasy-Pferde-Roman

Nach etwa zehn Jahren habe er sich in die Praktikantin in seiner Firma verliebt und sein neues Buchprojekt ihr gewidmet. Die Geburtsstunde seines ersten Romans „Mac Mountain“ im Jahr 1997. „Sie wollte von mir nichts wissen. Aber ich habe unsere Begegnung abgewandelt zu einer Horrorgeschichte“, so Kürzl. Das Mädchen sei Reiterin gewesen, das Buch ein Pferde-Fantasy-Roman.

Verlag vor Fortsetzung insolvent

Noch bevor die Fortsetzung erscheinen konnte, sei aber der Verlag insolvent gewesen.

2007 veröffentlichte Kürzl seinen zweiten Roman „Prinzessin Sina“, den er seiner Frau widmete. „Er musste bis zu unserer Hochzeit fertig sein, denn es war mein Geschenk an sie und der emotionale Höhepunkt der Traufeier“, erinnert sich Kürzl.

Vorliebe für Luftschiffe und Eichhörnchen vereint

Der 57-Jährige hat sich auch viel mit esoterischer Literatur beschäftigt und sich auch an einem spirituellen Kinderbuch versucht. Mit seiner Reihe „Rebekkas Erbe“ – das erste Buch „Das Luftschiff“ erschien 2019 – hat er dann seine Vorliebe für Luftschiffe und Eichhörnchen vereinen können.

Woher genau diese Schwäche für puschelschwänzigen Nagetiere stammt, weiß er nicht genau. „Sie sind einfach kuschelig und flink“, sagt er. Im Roman heißt das Eichhörnchen Benny und ist ein Roboter, der zunehmend lernt und sich weiterentwickelt.

Seine frechen Sprüche kämen bei der überwiegend weiblichen Leserschaft besonders gut an. „Viele Frauen meldeten sich und schwärmten von Benny“, berichtet der Autor. Jetzt ist der zweite Teil Rebekkas Erbe – Verloreren Planet“ erschienen.

Autor erkennt sich selbst im Eichhörnchen

Er spiele aber mit der Idee, dem Nager ein eigenes Buch zu widmen, in dem es nur um ihn geht. Denn die Figur ist für Kürzl weitausmehr als nur ein fiktiver Roboternager. „Es hat ungefähr 200 Seiten gedauert, bis ich mich selbst in Benny erkannt habe“, erklärt er. Dabei seien ihm beinahe die Tränen gekommen.

Von seinen Büchern leben kann Kürzl nicht. Bislang investiere er mehr Geld in das Schreiben, als es einbringe, sagt er. „Ich habe parallel zum Buch auch einen Trailer produziert, und meine Leidenschaft für das Filmemachen ausgelebt. Auch das Geld gekostet.“

Coronabedingte Vollbremsung

Zudem könnten coronabedingt keine Lesungen stattfinden, was die Werbung für das Buch deutlich einschränke. Auch die Auftragslage als freiberuflicher Filmemacher sei wegen der Pandemie gleich Null. „Ich hoffe, es wird nach Corona wieder besser. Ansonsten bleibe ich mein bester Kunde.“

Derzeit arbeite Kürzl unter anderem bereits am dritten Teil von „Rebekkas Erbe“ mit dem Untertitel „Das Auge des Universums“. Außerdem ist ein erster Thriller geplant, der in der Region spielen soll.

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