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Rettet Leben

Blutspende in Corona-Zeiten: Am Ende bleibt ein kleiner roter Punkt

Elisabeth Kirchner und ihr Blutspendeausweis. Fazit ihres Selbstversuchs: Tut nicht weh und ist schnell vorüber.
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Elisabeth Kirchner und ihr Blutspendeausweis. Fazit ihres Selbstversuchs: Tut nicht weh und ist schnell vorüber.
  • VonElisabeth Kirchner
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Tut nicht weh, ist schnell vorbei und hilft, Leben zu retten. Gerade in Corona-Zeiten. Reporterin Elisabeth Kirchner reihte sich in die allmonatliche Schlange vor der Aschauer Grundschule auf. Frauen und Männer, die geduldig darauf warten, dass sie Blut spenden dürfen. So ist es ihr beim Selbstversuch ergangen.

Aschau - Geschäftiges Treiben und geduldig anstehende Menschen vor der Tür der Aschauer Preysing-Grundschule – und das einmal im Monat an einem normalen Nachmittag mitten unter der Woche. Für den Blutspendendienst des BRK reihen sich jedes Mal – und das seit mittlerweile vier Jahren – in Aschau durchschnittlich 133 Freiwillige ein, die einen halben Liter Blut spenden Anlass genug für Reporterin Elisabeth Kirchner, einen Selbstversuch zu starten.

In zehn Minuten ist alles vorbei

In knapp zehn Minuten ist alles vorbei: Ein halber Liter Blut ist aus der Vene in einen Beutel geflossen, der auf einer Art Schaukelbrett liegt. Das Display neben der Liege piepst, schon kommt eine freundliche Ärztin, zieht ganz vorsichtig die lange Nadel aus der Armbeuge und legt einen Druckverband an. Dieser muss weitere vier Stunden lang getragen werden. Nach dem Abnehmen bleibt nur ein kleiner roter Punkt.

Blutspenden tut nicht weh

Blutspenden tut nicht weh, und bei 25 Blutspenden gibt es sogar eine Urkunde. Ein Spender aus Sachrang, der namentlich nicht genannt werden will, kann bei diesem Ziel nur müde lächeln. Er steht heute zum 44. Mal an. Corona, Abstandsregeln und Maskenpflicht zum Trotz – wohl für alle ist Blutspenden Ehrensache.

Stammgäste werden mit Namen begrüßt

Es gibt Stammgäste, die vom BRK-Team vor Ort freundlich und namentlich begrüßt werden, aber auch die Neulinge werden mit einem strahlenden Lächeln vom Aschauer Sanitätsteam willkommen geheißen.

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Und das auch noch nach über vier Stunden. Ihr Aufgaben gebiet ist groß: Blutspendeausweis-Antragsbögen austeilen, Blutspenden-Ausweise (soweit vorhanden) kontrollieren, individuelle Fragen beantworten und in den sieben Stationen langen Spendenweg einweisen.

Check und Anmeldung dauern nicht lange

Es geht los: Das Prozedere mit Anmeldung, kleinem Labor, ärztlichem Kreislaufcheck sowie der Vorbereitung, endlich auf einer der zehn im Kreis aufgebauten Liegen mit dem Blutspende-Equipment Platz zu nehmen zu können, dauert nicht lang.

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Etwa zehn Minuten dauert es, bis ein halber Liter Blut aus der Vene in den Beutel geflossen ist. Dann noch ein paar Minuten liegen bleiben – nicht, dass der Kreislauf wegkippt. Dann darf man sich aufsetzen und schließlich aufstehen.

Großer Durst nach der Spende

Auf zur letzten Station in den Schulkeller. Dort reichen wieder lächelnde Aschauer BRK-Sanitäter erfrischende Getränke, eine herzhafte Brotzeit und zuckerreiche Süßigkeiten. Unglaublich, wie durstig man nach der Abgabe von 500 Milliliter Blut ist.

Eine Konserve kann drei Leben retten

Pro Tag werden in Bayern gut 2000 Blutkonserven benötigt, bundesweit rund 15 000, erklärt Patric Nohe, zuständig beim Blutspendedienst München für Presse und Unternehmenskommunikation. Nohe weiter: „Das Blut aus Aschau kann also beispielsweise in Nürnberg Leben retten, und aus einer Konserve sogar bis zu drei Menschenleben.“

Aktuelle Artikel und Nachrichten finden Sie in unserem Dossier zur Corona-Pandemie

Die schon vor der Pandemie geltenden Zulassungsbestimmungen für eine Blutspende gewährleisten weiterhin einen sehr hohen Schutz für Blutspender und Empfänger.

Mit Erkältung nicht zum Blutspenden

Schon immer galt: Menschen mit grippalen Infekten oder Erkältungssymptomen sollen nicht zum Blutspenden kommen. Das Fiebermessen am Eingang stellt daher auch eine Art Rückversicherung dar. Gerade in Corona-Zeiten benötigen Krankenhäuser dringend Blutspenden. Glücklicherweise waren es in den letzten zwölf Monaten überdurchschnittlich viele Erstspenderinnen und Erstspender, äußert sich Patric Nohe zufrieden.

Männer dürfen öfter als Frauen

Insgesamt kommen durchschnittlich 132,5 Männer und Frauen in Aschau zum Blut spenden, bayernweit sind es pro Termin 134,9. Und während der durchschnittliche bayrische Blutspender 42,4 Jahre alt ist, bringen es die Aschauer Blutspender im Schnitt auf 40,8 Lenze. Zwischen 18 und 65 Jahren darf jeder anfangen Blut zu spenden, sobald man einmal registriert ist, sogar bis zum 73. Lebensjahr. Frauen können vier, Männer sechs Mal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Terminen muss ein Abstand von 56 Tagen liegen.

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Patric Nohe lobt die Blutspender in den höchsten Tönen: „Mein höchster Respekt und Anerkennung für die große Hilfsbereitschaft.“

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