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„Auf den zweiten Blick“

Josef Aicher beeindruckte mit seinem Tuba-Solo bei „Bombastic Bombardon“. re
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Josef Aicher beeindruckte mit seinem Tuba-Solo bei „Bombastic Bombardon“. re

Halfing. – Eine ganze Reihe unterschiedlicher Ensembles mit ihrer großen Bandbreite von Stilen und Möglichkeiten traditioneller und moderner Blasmusik zeigte der Bläserkreis Halfing im Rahmen seines Herbstkonzertes, das in der gut besuchten Heinrich-Beslmeisl-Halle stattfand. Der rote Faden, der sich durch den ganzen Abend zog, zeigte sich bereits bei Schostakowitschs bekanntem Walzer aus der Jazz-Suite Nr.

2: Dieser kam zunächst als unterhaltsame Varieté-Musik daher, leicht und im Dreivierteltakt schwingend. Auf den zweiten Blick wurde eine Doppelbödigkeit deutlich, eine klagende, mitunter auch verstörende Melodie, die hinter dem leichten Rhythmus auftaucht.

Dieses Grundthema griff das Holzbläserensemble unter der Leitung von Barbara Egger mit dem „Halleluja“ des jüdisch-kanadischen Songwriters Leonard Cohen auf. Die kleine, fast intime Besetzung mit Bläsern und einer Gitarre sang das melodiös sich wiederholende „Ehre sei Gott“.

Der Bläserkreis Halfing unterstützt mit seinen Bläser- und Streicherklassen immer wieder die Heranführung junger Menschen an ein Instrument und das gemeinsame Musizieren.Beachtlich ist, dass dieses Jahr erstmals das Vororchester auch mit Streichern in symphonischer Besetzung auftreten konnte. Unter der Leitung von Hans Egger erklangen Stücke des niederländischen Komponisten Jacob de Haan aus seinem Zyklus „First Class“. Einfache Stücke für die ersten Klassen der Bläser.

Ein weiterer Schritt für den Nachwuchs-Gewinn ist das Jugendorchester des Bläserkreises, das nicht zuletzt wegen seines regelmäßigen musikalischen Austauschs über Ländergrenzen hinweg sehr beliebt ist: Vergangenes Jahr wurde eine Reise nach London organisiert, im Frühjahr 2016 geht es nach Tabor in Tschechien.

Das Jugendorchester hat in den letzten Jahren enorm an Profil gewonnen und führte unter der Leitung von Hans Egger unter anderem Musiken aus Disney-Filmen auf. „Prince Ali“ aus Aladin und die Wunderlampe entführte das Publikum in die orientalische Wunderwelt eines magischen Märchens.

In diesem Jahr trat Johanna Gruber an der Klarinette mit dem bekannten „My Way“ von Jacques Revaux in großer Besetzung auf und zeigte mit nachdenklichem, intensivem Spiel den Weg durch das eigensinnige und eigenwillige Leben auf. Josef Aicher zeigte mit Edrich Sieberts „Bombastic Bombardon“ furios, was in einer Tuba steckt und was sie leisten kann, wenn sie einmal aus ihrer begleitenden Funktion in den Vordergrund rückt. Brillant-verspielte Melodien waren im Stück „Celtic Flutes“ des schwäbischen Komponisten Kurt Gäble zu hören.Magdalena Prankl und Sophia Knabl an den Querflöten zeigten virtuos, wie auch dieses eher leise Instrument seine Rolle hervorragend in großer Bläserbesetzung zeigen kann. Der Welthit „The lion sleeps tonight“ sorgte am Ende des Konzerts in großer Besetzung noch einmal für eine mitreißende Stimmung und war mit seinem umgeschriebenen Text auch passend für den Ort des Konzerts: „Nah dem Dorf, dem friedlichen Dorf, schläft der Löwe heut‘ Nacht. Ruhig mein Liebling, weine nicht mein Liebling, der Löwe schläft heut’ Nacht.“ Als Abschied gab Sprecher Florian Wenzel den begeisterten Besuchern mit: „Bleiben Sie friedlich, bleiben Sie zuversichtlich, bleiben Sie wachsam.“ re

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