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Über offene Grenzen zum Wohl der Gemeinschaft

Auf der Jahresversammlung der Sachranger Feuerwehr ist die Zusammenarbeit mit Tirol ein wichtiges Thema

Grenzüberschreitend gegenseitig Hilfe leisten: (von rechts) der Vorsitzende der Feuerwehr Sachrang Peter Hacherer, Kommandant Stefan Singhartinger und der Kommandant der Feuerwehr von Niederndorferberg/Tirol.
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Grenzüberschreitend gegenseitig Hilfe leisten: (von rechts) der Vorsitzende der Feuerwehr Sachrang Peter Hacherer, Kommandant Stefan Singhartinger und der Kommandant der Feuerwehr von Niederndorferberg/Tirol.
  • VonHeinrich Rehberg
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Grenzüberschreitende Hilfeleistung, ein hohes Maß an Übungsbereitschaft und die Anforderungen aufgrund der besonderen Lage Sachrangs machen die örtliche Feuerwehr unter anderem aus.

Sachrang – „Wir hatten ein ruhiges Jahr ohne spektakuläre Einsätze für unsere aktiven Feuerwehrleute“, berichtete der Sachranger Feuerwehrkommandant Stefan Singhartinger bei der Jahresversammlung der Wehr in den „Kaiserblickstubn“.

„Die Umstellung des bisher vielfach papiergeführten Bericht- und Meldewesens in das neue Computerprogramm war zeitaufwendig, wird sich aber in den kommenden Jahren auszahlen“, so der Kommandant, der Zahlen nannte. Zu zehn Einsätzen rückte die Wehr aus, 118 Einsatzstunden wurden geleistet: als Ersthelfer bei Verkehrsunfällen, bei Technischen Hilfeleistungen und Ordnungsdiensten.

Grenzschließungen im Lockdown waren problematisch

Sogar grenzüberschreitend in Tirol kamen die Sachranger zum Einsatz. Die Verbindungen zur Feuerwehr vom Niederndorferberg seien sehr eng, die Einsatzpläne über die Grenze hinweg miteinander abgestimmt. Laut Singhartinger hätten diese bei der rigorosen Grenzsperrung im vergangenen Jahr von heute auf morgen umgeschrieben werden müssen. Mehrere bayerische Einzelgehöfte, die nur von der österreichischen Seite aus erschlossen werden, konnten nicht mehr erreicht werden. Eine sofortige Hilfeleistung wäre nur mit größten Schwierigkeiten möglich gewesen.

Bei 29 Übungen hielten sich die 36 Aktiven fit, in Kleingruppen von vier Mann trainierten die Gruppenführer die jungen Feuerwehrleute am Gerät. 560 Übungsstunden leisteten die Sachranger. Mehrfach trainierten die zwölf Atemschutzgeräteträger in Prien. Große Gemeinschaftsübungen mit den Nachbarswehren waren nicht möglich.

Die Feuerwehr Sachrang hat aktuell 90 Mitglieder, darunter 36 Aktive mit neun Fahrern und acht Maschinisten. Sechs Aktive haben ihre Ausbildung zum Gruppenführer abgeschlossen. Singhartinger bedankte sich vor allem für die hohe Übungsbereitschaft.

Durch die besondere Lage von Sachrang ist die Feuerwehr bei Unfällen meist noch vor den Rettungsdiensten an der Unfallstelle. Eine zusätzliche Ausbildung in Erster Hilfe ist daher unverzichtbar. Am Abend und an den Wochenenden gebe es keine Probleme, ausreichend Einsatzkräfte für die Fahrzeugbesatzung zu finden. Singhartinger bat die Aktiven – soweit möglich –, auch tagsüber mitzufahren.

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„Die Vereinsarbeit ruht seit zwei Jahren.“ Der Vereinsvorsitzende Peter Hacherer gab einen kurzen Rückblick und kündigte die Teilnahme am Sachranger Markt am Wochenende 18. und 19. Juni sowie am Jubiläum zum 150-jährigen Bestehen der Nachbarswehr von Umrathshausen am Sonntag, 17. Juli, an.

Kassier Peter Bauer verfügt über eine ausreichend gefüllte Vereinskasse, deren einwandfreie Führung attestiert wurde.

Bürgermeister Simon Frank dankte den Aktiven für ihre Einsatzbereitschaft. „Die Feuerwehr und ihre Arbeit zum Wohle der Gemeinschaft ist grenzenlos. Die Anwesenheit der Feuerwehrkameraden Werner Grill aus Aschau und Franz Bliem vom Niederndorferberg zeigt uns allen, dass die Bekämpfung von Feuer und Gefahren nicht durch ehemalige Gemeinde- oder Staatsgrenzen behindert werden darf.“ /MN