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LEADER-PROJEKT AM WENDELSTEIN

Attraktiver mit Themenwegen

Themenwege von vier kooperierenden Gemeinden rund um den Wendelstein sollen künftig sternförmig auf den Berg führen. Stache
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Themenwege von vier kooperierenden Gemeinden rund um den Wendelstein sollen künftig sternförmig auf den Berg führen. Stache

Mit dem offiziellen Zuwendungsbescheid wurde in feierlichem Rahmen auf 1723 Meter Höhe auf dem Wendelstein der Grundstein zur Konzeptionierung von fünf Themenwegen am Wendelstein gelegt. Sie sollen den wegen seiner exponierten Lage von weit weg sichtbaren Berg noch besser touristisch erschließen.

Landkreis/Bad Aibling – Nicht nur das Wetter, auch der Startschuss für das Projekt war außergewöhnlich: Mit Deutschlands ältester Hochgebirgsbahn, der Wendelsteinzahnradbahn, fuhren die Protagonisten auf den Wendelstein und gaben grünes Licht für ein besonderes Projekt, bei dem nicht nur zwei Leader Aktionsgemeinschaften (LAG) – Miesbach und Inntal – sondern auch fünf Gemeinden – Brannenburg, Bayrischzell, Fisch bachau und Bad Feilnbach – zusammenarbeiten.

Mehr Attraktivität der Wendelsteinregion

Familie, Wasser, Religion, Kunst, Geologie – das sind die Schwerpunkte, aus denen unter Einbezug der Bevölkerung, Fachkundigen und Touristikern, ein landkreisübergreifendes Themenwegekonzept am Wendelstein entstehen soll. Die Talorte sowie die Wendelsteinbahn erhoffen sich dadurch eine gesteigerte Attraktivität bei den Besuchern und setzen auf gemeinsame Bewerbung.

„Als äußerst spannend“ titulierte Gwendolin Dettweiler, Managerin der LAG Mangfalltal-Inntal, das Projekt, das in ihren Augen für den Tourismus geradezu prädestiniert ist. Sebastian Wittmoser, Leader-Koordinator Oberbayern-Süd vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten betrachtet das Vorhaben nicht nur als hochinteressant für den gesamten Wendelstein, er erhofft sich dadurch auch die Sicherung vieler Arbeitsplätze.

Das Forstamt übergab der Wendelsteinbahn GmbH den Zuwendungsbescheid im Beisein von drei Bürgermeistern – Josef Lechner aus Fischbachau, Matthias Jokisch aus Brannenburg und Felix Schwaller aus Bad Aibling. Die Wendelsteinbahn ist der Projektträger. Mit der Übergabe wurde der Grundstein zur Konzeptionierung der fünf Themenwege auf den Wendelstein gelegt.

Das Leader-Projekt, wird dabei in einer ersten Phase mit EU-Fördermitteln in Höhe von circa 20 000 Euro bezuschusst.

Sebastian Wittmoser hob bei der Ansprache zur Übergabe des Bescheides den innovativen Ansatz des Projekts hervor: „Vier Wege sollen mit neuen Themen interaktiv und attraktiv von vier kooperierenden Gemeinden auf den Berg führen.“ Das „Interessante“ dabei sei, dass dann von allen vier Anrainer-Gemeinden sternförmig sozusagen ein Themenwanderweg zum Wendelstein-Gipfel hinaufführt.

Zusätzlich soll auch der Geopfad (Rundweg um das Gipfelmassiv) thematisch neu gestaltet werden. „Dadurch erfahren die mitunter langen Anstiege gerade für Familien mit Kindern, aber für Gruppen und erwachsene Wanderer, eine besondere Aufwertung“, führte Gwendolin Dettweiler aus.

Jeder Weg solle dabei einen eigenständigen Schwerpunkt behandeln und Wanderern die Besonderheiten der Natur- und Kulturlandschaft vermitteln. Insbesondere hiervon verspricht sich auch Florian Vogt, Betriebsleiter der Bahn, einen Schritt nach vorne: „Nun geht es an die Planung, im kommenden Jahr dann an die Umsetzung.“

Jugendabwanderung verhindern

Die positive Zusammenarbeit der vier Gemeinden mit der Wendelsteinbahn zeige, so Wittmoser, dass die Partner nicht nur Arbeitsplätze erhalten wollen, sondern mit diesem Ansatz auch der Abwanderung der Jugend aus der Region entgegenwirken möchten.

Die beiden LAGs (Mangfalltal-Inntal und Kreisentwicklung Miesbacher Land) kooperieren für dieses Projekt erstmals. Sie unterstützen damit gemeinsam mit dem Rosenheimer Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten die Wendelsteinbahn und die beteiligten Gemeinden in den Belangen der Projektentwicklung und der Förderung.

Gerade diese enge Zusammenarbeit ist für Felix Schwaller, Vorsitzender der LAG Mangfalltal-Inntal, das besondere am Projekt. Für den Aiblinger Bürgermeister Felix Schwaller ist das aber nicht das einzige: Noch andere interessante LAG-Projekte liefen aktuell: das Deisenrieder Wetterstollens (wir berichteten) und die Machbarkeitsstudie für eine Radschnellverbindung in der Region Rosenheim sowie die Vernetzung nicht staatlicher Museen innerhalb der LAG-Region.

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