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Kampenwand-Petition sorgt für Kritik

Aschaus Bürgermeister Simon Frank distanziert sich von der Initiative „Rettet die Kampenwand!“

Die Kampenwandseilbahn soll ausgebaut werden (hier ein Blick auf die Bergstation). Eine Online-Petition hat Angst vor einer Naturzerstörung und einer Abholzung von Wäldern.
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Die Kampenwandseilbahn soll ausgebaut werden (hier ein Blick auf die Bergstation). Eine Online-Petition hat Angst vor einer Naturzerstörung und einer Abholzung von Wäldern.

Die vor rund drei Wochen gestartete Petition „Rettet die Kampenwand!“ war ein Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Bürgermeister Simon Frank kritisiert den Online-Auftritt und Flyer der Initiative.

Aschau – „Die Gemeinde Aschau distanziert sich von der Petition Rettet die Kampenwand! Und den dazugehörigen Antragstellern“, stellte Bürgermeister Simon Frank (Zukunft für Aschau) kurz in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates klar. „Auf der Internetseite der Petition wird durch die vollständig aufgeführten Adressen der Gemeinde Aschau und des Landratsamtes Rosenheim der Eindruck erweckt, dass die beiden Behörden verantwortlich für diese Petition seien. Das ist nicht der Fall. Wir haben mit der Petition nichts zu tun.“

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Kein Impressum führt zur Verwirrung

Bürgermeister Frank verwies darauf, dass auf der Homepage „Rettet die Kampenwand“ der Verantwortliche für diese Seite und die Veröffentlichung nirgends genannt sei.

Der Betreiber beantworte auch keine Fragen, sondern verweise bedauerlicherweise alle Anfragen zur Petition umgehend weiter an die Gemeinde und das Landratsamt. Diese deutschlandweiten Anfragen – vor allem dezidierte Fragen von Journalisten – stellten eine unnötige Mehrbelastung für den Bürgermeister dar und erschwerten den normalen Geschäftsbetrieb in der Gemeindeverwaltung Aschau, so Frank weiter.

Wie es mit dieser Petition weitergehen solle und ob die Eintragungsfrist begrenzt sei, sei der Gemeinde Aschau nicht bekannt.

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Initiator versteht Kritik nicht

Peter Weimann, der Initiator der Petition, versteht die Kritik des Bürgermeisters nicht. „Eigentlich ist die Petition bezüglich des Adressaten eindeutig“, sagt Weimann den OVB-Heimatzeitungen. Vor rund drei Wochen wurde die Online-Petition „Rettet die Kampenwand“ auf der Internetplattform „Campact“ veröffentlicht. Sie spricht sich gegen den geplanten Ausbau der Kampenwandseilbahn aus. Es wird unter anderem die geplante tägliche Beförderungskapazität von rund 10 000 Menschen kritisiert.

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Kulturraum wird belastet

Das sei die zweifache bis dreifache Menge der jetzigen Bahn. Dadurch erhöhe sich die Belastung des Naturraums Kampenwand. Rund 3 200 Menschen haben bis jetzt die Petition unterschrieben. (Stand 15.Juli)

Was ist geplant?

Im vergangenen September stellte der Betreiber und Geschäftsführer der Kampenwandbahn, Eric Zbil, den aktuellen Planungstand in einer Gemeinderatssitzung vor. Die aktuelle Vierer-Gondelbahn soll zu einer bodennahen kuppelbaren Achter-Kabinenbahn ausgebaut werden.

Das erhöhe die Transportmöglichkeiten zudem sollen die Wartezeiten an Tal- und Bergstation damit verringert werden, so der Betreiber zur Planung. Im Zuge des Ausbaus wird die Bahn behindertengerecht gemacht. Die Mitnahme von Sportgeräten wird erleichtert.

Durch zwei Änderungsanträge im Bezug auf die Tektur im vergangenen August und im Februar kam es im Mai zu einer erneuten Auslegung der Bau- und Betriebsgenehmigung. Die Gemeinde ist nicht der Entscheidungsträger. Das Landratsamt Rosenheim ist die zuständige Behörde, die den Ausbau final genehmigen muss.

Derzeit prüft das Landratsamt die eingegangenen Belange, um dann eine entsprechende Entscheidung zu fällen. Ein genauer Zeitpunkt für den Ausbau steht deswegen noch nicht fest.

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