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Gelder sollen vor Ort genutzt werden

Aschauer Grundschüler sammeln Spenden für geflüchtete Ukrainer: Rektorin verschlägt es die Sprache

Voller Elan und fest entschlossen, beim Benefizlauf alles zu geben: (von links) Laura Pieper, Ina Peisker, Melissa Chessa, (die extra ein Motto T-Shirt hatte drucken lassen) und Josefina Maurer.
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Voller Elan und fest entschlossen, beim Benefizlauf alles zu geben: (von links) Laura Pieper, Ina Peisker, Melissa Chessa, (die extra ein Motto T-Shirt hatte drucken lassen) und Josefina Maurer.
  • VonKatharina Koppetsch
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Die Idee zu dem Spendenlauf kam aus dem Kollegium, doch die Schüler der Preysing-Grundschule in Aschau haben sich so ins Zeug gelegt, dass die Aktion zu einem vollen Erfolg wurde. Als die Rektorin Astrid Sauer die Spendensumme erfuhr, verschlug es ihr fast die Sprache.

Aschau – Da staunte Rektorin Astrid Sauer, Direktorin der Preysing-Grundschule in Aschau nicht schlecht, als sie die finale Summe eines Spendenlaufs ihrer Schüler erfuhr. Rund 10 800 Euro haben die Kinder mithilfe von Sponsoren zusammenbekommen. „Mir hat es fast die Sprache verschlagen“, sagt Sauer. Das Geld soll den Geflüchteten aus der Ukraine, die derzeit in Aschau leben, zugutekommen.

Kollegium hatte Wunsch zu helfen

Die Idee zum Spendenlauf sei aus dem Kollegium heraus entstanden. „Wir hatten den Wunsch zu helfen“, sagt Sauer. Zum Einen aufgrund des andauernden Kriegsgeschehens in der Ukraine. Zum Anderen weil die Preysing-Grundschule bereits geflüchtete Kinder aufgenommen hat. So sei die Idee zu dem Spendenlauf gekommen, sagt Sauer.

Dabei war ihr und dem Kollegium aber wichtig, „dass die Gelder im Ort bleiben.“ Damit die Geflüchteten in Aschau unterstützt werden können.

Bürgermeister Simon Frank nahm voller Freude den Check von Rektorin Astrid Sauer, Direktorin der Preysing Grundschule Aschau an.

Sponsoren aus dem Ort

Die Schulkinder sollten, je nach Alter, eine bestimmte Distanz zurücklegen. Für die gelaufenen Meter sollten die Schüler Sponsoren finden. Das durften die Großeltern und Eltern sein, aber ebenso Unternehmen im Ort. Und so machten sich die Schüler fleißig auf die Suche nach Unterstützern. Der Spendenlauf fand dann in den ersten beiden Schulstunden statt.

„Alle Kinder trugen unsere roten oder weißen Schul-T-Shirts“, sagt Sauer. Zum Aufwärmen wurde noch ein Lied gesungen und dann ging es los. Die Kinder liefen nach Jahrgangsstufen gestaffelt. Die Eltern, die zum Zuschauen kamen, jubelten ihren Kleinen ordentlich zu. „Ich war selbst vor Ort und habe die jungen Sportler angefeuert. Stark, wie motiviert sich die Schülerinnen und Schüler ins Zeug gelegt haben“, so Aschaus Bürgermeister Simon Frank (Zukunft für Aschau). „Das Engagement der Schulleitung mit dem gesamten Kollegium ist zudem wirklich klasse. Es hat mich sehr gefreut, dass sich viele Eltern extra freigenommen haben, um mit dabei sein zu können.“

Rektorin läuft ebenfalls mit

Auch die Lehrer und Direktorin Sauer nahmen am Spendenlauf teil. „Ich bin bei den Erstklässlern mitgelaufen, die Viertklässler waren mir zu schnell“, sagt Sauer lachend.

Rund 147 Kinder seien bei der Spendenaktion mitgelaufen, so Sauer.

Damit eine Summe von rund 10 800 Euro zusammenkommen konnte, musste jedes Kind im Durchschnitt 74 Euro erlaufen. „Wir freuen uns wirklich riesig, dass wir einen so hohen Betrag zusammenbekommen haben“, betont Sauer. „Die Unterstützung im Ort zeigt den tollen Zusammenhalt in Aschau und die Bereitschaft zu helfen.“ Auch Bürgermeister Simon Frank ist von der Summe überwältigt. „Die Kinder haben sehr viel Herzblut reingesteckt und waren fleißig bei der Sponsoren-Akquise.“

Spende sinnvoll vor Ort einsetzen

Sauer hat das Geld bereits Bürgermeister Simon Frank übergeben und wünscht sich, dass das Geld sinnvoll vor Ort eingesetzt werde, „für Schulmaterial, für einen Hortplatz oder vielleicht für ein therapeutisches Angebot“ und vertraut bei der Verteilung auf die Expertise von Bürgermeister Simon Frank. „Die Spendenerlöse sollen bedarfsorientiert und unbürokratisch auf direktem Weg an die bedürftigen Flüchtlinge vor Ort gehen“, bestätigt Frank. „Da gibt es – leider – eine sehr große Bandbreite angefangen bei ein Paar Schuhen, Kleidung über Schulutensilien bis hin zu Lebensmitteln.“

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