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Ziel ist ganztägige Kinderbetreuung

Aschau im Chiemgau benötigt mehr Betreuungsplätze für die Kinder

Die Kindertagesstätte Spatzennest in Aschau: Für den künftigen Bedarf an Betreuungsplätzen muss das Platzangebot in den gemeindlichen Betreuungsstätten – Kinderkrippe, Kindergarten und Kinderhort – bis 2026 deutlich ausgebaut werden.
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Die Kindertagesstätte Spatzennest in Aschau: Für den künftigen Bedarf an Betreuungsplätzen muss das Platzangebot in den gemeindlichen Betreuungsstätten – Kinderkrippe, Kindergarten und Kinderhort – bis 2026 deutlich ausgebaut werden.
  • VonHeinrich Rehberg
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Jedes Kind soll bis 2026 die Möglichkeit haben ganztägig betreut zu werden. Um dieser Forderung des Bundes nachzukommen, muss Aschau im Chiemgau nachrüsten. Eine Bedarfsstudie zeigte die Lücken, der Aschauer Betreuungsmöglichkeiten. Der Gemeinderat musste nun eine Lösung für das drohende Problem finden.

Aschau im Chiemgau – Die Forderungen des Gesetzgebers an die Gemeinden, eine ausreichende Anzahl von Plätzen zur Ganztagsbetreuung von Grundschulkindern herzustellen, stellt auch die Gemeinde Aschau vor große Herausforderungen. Bis 2026 haben die bayerischen Gemeinden die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass für alle Kinder ausreichend ganztägig Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung stehen.

Gerade im Hort muss aufgerüstet werden

Christian Rindsfüßer von der Firma SAGS aus Augsburg informierte den Gemeinderat ausführlich über den zukünftigen Bedarf an Betreuungsplätzen. Mit vielen Statistiken und umfangreichem Zahlenmaterial zur Bevölkerungsentwicklung in Aschau zeigte er dem Gremium auf, dass der bisherige Bestand an Betreuungsplätzen ab 2026 auf keinen Fall ausreichen werde.

Gerade im Bereich Kinderhort gebe es große Lücken, die bis dahin geschlossen werden müssten. Während die aktuelle Versorgung mit Kinderkrippen- und Kindergartenplätzen derzeit gerade so ausreiche, treffe das auf den Kinderhorte nicht zu. Das Gremium stellte in der Aussprache fest, dass die staatlichen Anforderungen an die Gemeinden bis zum gesetzten Termin ohne Abstriche erfüllt werden müssen. Da die aktuell vorhandenen Voraussetzungen für eine Ganztagsbetreuung aller Kinder im Oberen Priental nicht ausreicht, müssen sie in den kommenden vier Jahren neu geschaffen werden.

Staat gibt Gelder frei

Die Gemeinde Aschau wird ihr Hortangebot deutlich erweitern müssen. Das bedeutet, dass auch entsprechende bauliche Voraussetzungen geschaffen werden müssen. Bürgermeister Simon Frank erklärte dazu, dass die Gemeinde für diesen Ausbau eine effektive staatliche Unterstützung erwarte. Entsprechende Gespräche sind auf der Ebene des Bayerischen Gemeindetags – Kreisverband Rosenheim bereits angelaufen.

Der Gemeinderat nahm die Ergebnisse der Bedarfsplanung der Firma SAGS aus Augsburg zur Kenntnis und beschloss – ohne Gegenstimme – ein geeignetes Architekturbüro mit der Planung. Auf dieser Basis können die erforderlichen baulichen Maßnahmen dann weiter geplant und die Bauten bis 2026 fertiggestellt werden. Die Kosten für die Erstellung der Bedarfsplanung belaufen sich auf rund 6000 Euro.

Finanzielles Defizit soll gedeckt werden

Ebenfalls einstimmig beschloss das Gremium, mit Beginn des neuen Kindergartenjahrs die Benutzungsgebühren für die Kindertagesstätte Spatzennest und den Kinderhort Villa Kunterbunt anzuheben. Die Gebühren für beide Einrichtungen wurden 2017 letztmalig angepasst. Seitdem hat die Gemeinde erhebliche Kostensteigerungen bei beiden Einrichtungen zu verzeichnen. Allein die Tarifsteigerungen bei den Personalkosten liegen bei rund 15 Prozent. Die gemeindlichen Jahresrechnungen weisen daher in den vergangenen Jahren für Kindertagesstätte und Kinderhort erhebliche Defizite auf.

Im Hinblick auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie verzichtete die Gemeinde in den vergangenen beiden Jahren auf eine eigentlich notwendige Gebührenerhöhung. Um das Defizit zu decken, hatte sich der Gemeinderat Ende 2021 für eine Anhebung der Gebühren bis zu rund 20 Prozent ausgesprochen. Durch die aktuelle politische Entwicklung kam es zusätzlich zum bestehenden Defizit und den allgemeinen Preissteigerungen noch zu einem deutlichen Anstieg der Energiekosten. Daher orientierte sich die Verwaltung beim Entwurf der neuen Satzung für die gemeindlichen Einrichtungen am oberen Limit der Vorgaben des Gemeinderates.

Gebühren werden angepasst

Der Elternbeirat und der Kita-Verbund Chiemsee wurden eingebunden und über die beabsichtigte Erhöhung informiert. Mit Beginn des neuen Kindergartenjahres sollen die Buchungsgebühren im Spatzennest für Kinderkrippenkinder um 42 Euro pro Monat, für Kinder unter drei Jahren im Kindergarten um 31,50 Euro pro Monat, für Kindergartenkinder um 21 Euro pro Monat und für Schulkinder im Spatzennest um 17 Euro pro Monat ansteigen. Die Spielgruppengebühren steigen um einen Betrag zwischen sieben und zwölf Euro an.

Im Kinderhort Villa Kunterbunt steigt die Buchungsgebühr um 21 Euro pro Monat, Einzelbuchungen für halbe Tage steigen von 18 Euro auf 22 Euro, für ganze Tage steigen sie von 30 Euro auf 36 Euro. Die Geschwisterermäßigung steigt von 25 Euro auf 30 Euro pro Monat. Die Erhöhung der Gebühren und die zukünftige Gebührenordnung wurden mit dem Landratsamt Rosenheim abgestimmt.

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