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Königlich Bayerische Gebirgsschützenkompanie Aschau

4000 Gebirgsschützen versammeln sich am Patronatstag in Aschau

Wie aus dem bayerischen Bilderbuch: Die Aschauer Gebirgsschützen auf dem Weg zum Kampenwandgottesdienst. Nach einer Pause während der Pandemie kann der Patronatstag heuer wieder stattfinden.
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Wie aus dem bayerischen Bilderbuch: Die Aschauer Gebirgsschützen auf dem Weg zum Kampenwandgottesdienst. Nach einer Pause während der Pandemie kann der Patronatstag heuer wieder stattfinden.
  • VonHeinrich Rehberg
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Die Saison der Zeltfeste startet durch: In Aschau treffen sich am Wochenende 7./8. Mai 4000 bayerische Gebirgsschützen aus allen 47 Kompanien zwischen Garmisch-Partenkirchen und Bad Reichenhall zum Patronatstag. Die Schirmherrschaft übernimmt traditionell Bayerns Ministerpräsident

Aschau – Die Saison der Zeltfeste startet nach zweijähriger Zwangspause wieder durch: In Aschau treffen sich am Wochenende 7./8. Mai nicht weniger als 4000 bayerische Gebirgsschützen aus allen 47 Kompanien zwischen Garmisch-Partenkirchen und Bad Reichenhall zum Patronatstag. Der Patronatstag ist der höchste Feiertag der Bayerischen Gebirgsschützen, zu dem sie sich zu Ehren ihrer Patronin, der Mutter Gottes, am Fest der Patrona Bavariae treffen. Der Schirmherr des Tages ist traditionell der bayerische Ministerpräsident Markus Söder.

Die Königlich Bayerische Gebirgsschützenkompanie Aschau im Chiemgau richtet den Patronatstag in diesem Jahr nach 1978 zum zweiten Mal aus. Auf die rund 150 Mitglieder der Kompanie wartet bei der Vorbereitung und Durchführung des Festes viel Arbeit.

Beginnend am Dienstag, 26. April wird das Festzelt für 4000 Personen an der Schützenstraße aufgestellt. Am Donnerstag, 5. Mai. eröffnet Bürgermeister Simon Frank mit dem Bieranstich um 19 Uhr die Festwoche. Das Zelt bewirtet Werner Heinrichsberger.

Die Kompanien treffen am 8. Mai ein

Am Samstag, 7. Mai. beginnen die Feiern zum Patronatstag um 18.30 Uhr mit dem Totengedenken am Kriegerdenkmal, anschließend findet ab 19.30 Uhr der große Festabend mit Tanz im Festzelt statt.

Am Sonntag, 8. Mai, treffen ab 8 Uhr die Delegationen der 47 Kompanien aus den fünf Gauen ein, um 9 Uhr formiert sich der Kirchenzug und führt die Teilnehmer vom Festzelt zum gemeinsamen Festgottesdienst um 10 Uhr auf der Wiese „Hofbauernfeld“ zwischen Nieder- und Hohenaschau. Gegen 11.15 Uhr – nach dem Ende der Feldmesse – zieht der Festzug aller Kompanien durch den Ort; über die Kampenwandstraße und die Bahnhofstraße geht es zum Bahnhof – hier wendet der Zug und führt zurück über die Bahnhofstraße, Schul- und Schützenstraße zum Festzelt. Im Festzelt findet das Fest beim gemeinsamen Mittagessen seinen Abschluss.

Die Königlich Bayerische Gebirgsschützenkompanie Aschau im Chiemgau ist die drittälteste Kompanie in Oberbayern; die Wiedergründung erfolgte im Jahre 1958. Die Kompanie schloss sich sofort dem Gebirgsschützen-Bataillon Inn-Chiemgau an. Heute ist die Gebirgsschützenkompanie für ihre aktive und zahlreiche Teilnahme an Veranstaltungen in der Gemeinde und Pfarrei Aschau, in Oberbayern, im benachbarten Tirol, Südtirol sowie bis nach Welschtirol bekannt. Seit 2010 führt Hauptmann Hubert Stein die Königlich Bayerische Gebirgsschützenkompanie Aschau im Chiemgau. Die Kompanie beteiligt sich an allen Bataillons- und Patronatstagen sowie den Alpenregionsfesten.

Die Hauptaufgabe der Kgl.-Bayer. Gebirgsschützenkompanie Aschau besteht darin, die heimatlichen und alpenländischen Sitten und Gebräuche zu pflegen, die Jahrhunderte alte Tradition der Wehrhaftigkeit als Brauchtum zu erhalten und den christlichen Glauben der Vorfahren weiterzuführen. Heute ist die Königlich Bayerische Gebirgsschützenkompanie Aschau im Orts- und Gemeindeleben voll integriert und bei allen kirchlichen und weltlichen Festen ein gern gesehener Teilnehmer.

Die Gebirgsschützen begleiten, wie vor 200 Jahren, das Allerheiligste bei der Fronleichnamsprozession, stellen die Ehrenkompanie bei der Gedenkmesse für die Gefallenen auf der Kampenwand, beim Totengedenken an Allerheiligen und bei der bayrisch-tirolischen Grenzlandwalfahrt in Sachrang.

Der Patronatstag ist der Festtag für das Marienfest „Patrona Bavariae“ am 1. Mai. Wie kam die Muttergottes zu diesem Titel? Herzog Maximilian I., der spätere Kurfürst, begann 1598 seine Regierungszeit mit einer Wallfahrt zur Heiligen Jungfrau nach Altötting. Die Marienverehrung und das Patronat Mariens über Baiern wurden im Herzogtum zum Staatsprogramm, wichtige Staatsaktionen wurden auf Frauentage gelegt. Die Fahnen von Maximilians Armee hatten als Erkennungszeichen das Bildnis der Madonna eingestickt. Maximilian „ernannte“ Maria zur Patrona Boiariae. 1616 ließ er an der Fassade seiner neuen Münchener Residenz eine Bronzeskulptur der Patrona Boiariae anbringen, 1638 wurde unter seiner Regierung auf dem Münchener Schrannenplatz die Mariensäule errichtet. Kurz vor dem Ende der bayerischen Monarchie richtete König Ludwig III. – zusammen mit seiner Gemahlin Marie Therese – die Bitte an Papst Benedikt XV., dass Maria von ihm zur „Patronin der Bayern erklärt werde“ und dass dazu ein Fest unter dem Titel „Patrona Bavariae“ alljährlich im Marienmonat in ganz Bayern gefeiert werden dürfe. Papst Benedikt XV. genehmigte dies per Dekret vom 26. April 1916.

Pflege des Patronats der Muttergottes

Die Menschen im katholischen Bayern haben die von Herzog Maximilian „angeordnete“ Marienverehrung mit offenem Herzen angenommen. Bei den bayerischen Gebirgsschützen, die ihre Tradition wesentlich auf die von Herzog Maximilian organisierte Landesdefension zurückführen, wird das Patronat der Muttergottes über Bayern in besonderer Weise gepflegt. Im Einklang mit der vierhunderjährigen Tradition der besonderen Marienverehrung in Bayern begehen die bayerischen Gebirgsschützen an dem Sonntag, der dem kirchlichen Festtag Patrona Bavariae am nächsten liegt, unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten ihren Patronatstag.

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