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Bewerbungen sind noch möglich

Rimsting baut Wohnungen für Einheimische

An der Greimhartinger Straße entstehen im zweiten Abschnitt des Kommunalen Bauvorhabens neun Wohnungen. Die Vergabe erfolgt in der zweiten Jahreshälfte, derzeit sind noch Bewerbungen möglich.
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An der Greimhartinger Straße entstehen im zweiten Abschnitt des Kommunalen Bauvorhabens neun Wohnungen. Die Vergabe erfolgt in der zweiten Jahreshälfte, derzeit sind noch Bewerbungen möglich.
  • Anton Hötzelsperger
    VonAnton Hötzelsperger
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Wohnungen sind in der Chiemseegegend nicht nur knapp, sondern in der Regel auch teuer. Die Gemeinde Rimsting versucht gegenzusteuern.

Rimsting – Wohnungen sind am Chiemsee Mangelware und bezahlbare Mieten erst recht. Die Gemeinde Rimsting versucht gegenzusteuern und baut derzeit im Rahmen des Kommunalen Wohnungsbaus an der Greimhartinger Straße ein zweites Gebäude mit neun Wohnungen. In erster Linie sollen dort Einheimische zum Zug kommen. Noch sind Bewerbungen im Rathaus möglich. Indessen sind die Baukosten bereits um 55 000 Euro gestiegen, wie Bürgermeister Andreas Fenzl (CSU) im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen berichtet.

Das erste Haus ist bereits vermietet

An der Greimhartinger Straße herrscht rege Bautätigkeit. Dort wächst im Rahmen des Kommunalen Wohnungsbaus das zweite Mehrparteienhaus der Gemeinde Rimsting in die Höhe. Dort entstehen neun Wohnungen. Genauso viele sind es nebenan. Diese Wohnungen der Gemeinde sind bereits bezogen.

Am Anfang des Jahres war es beim aktuellen zweiten Bau laut Bürgermeister Fenzl zu Verzögerungen gekommen. Zeitaufwendig sei vor allem gewesen, belastetes Material zu beseitigen, das beim Aushub gefunden wurde und das Asbestsanierungen notwendig machte. Mit der Wiederaufnahme der Baumeisterarbeiten hofft die Gemeinde, dass das Bauvorhaben bis Ende des Jahres fertiggestellt ist.

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Wie Fenzl bei dem Gespräch mit unserer Zeitung im Rimstinger Rathaus informierte, entstehen durch die Mehr- und Aushubarbeiten rund 55 000 Euro zusätzliche Kosten, so dass das gesamte Bauvorhaben derzeit mit rund 3,5 Millionen veranschlagt ist. Der zweite Abschnitt vom Kommunalen Wohnbau-Projekt wird identisch zu dem bereits bestehenden und vermieteten ersten Abschnitt gebaut.

Verwaltung bereitet Kriterien zur Vergabe vor

Im Neubau entstehen derzeit sechs Drei-Zimmer-Wohnungen mit jeweils 75 Quadratmetern und drei Zwei-Zimmer-Wohnungen mit je 55 Quadratmetern Fläche. Zusätzlich wird eine Tiefgarage mit 17 Stellplätzen für beide Wohnhäuser erstellt, die direkt von beiden Gebäuden begehbar ist.

Derzeit bereitet die Verwaltung laut Bürgermeister die Mietpreise und die Vergabe der neuen Wohnungen für die Entscheidungsfindung im Gemeinderat vor. Dazu der Bürgermeister: „Die näheren Details wird der Gemeinderat noch festlegen, voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2022.“

Die Liste der Bewerber wächst

Inzwischen wird die Bewerberliste immer größer, wie er schildert. Unbürokratische Anmeldungen seien persönlich im Rathaus, schriftlich oder per Email weiter möglich. Die Vergabe der barrierefreien Wohnungen in dem Neubau mit Aufzug erfolge vorwiegend an Rimstinger Bürger und Familien, Der Gemeinderat werde als Kriterien soziale, persönliche und finanzielle Aspekte festlegen. „Es handelt sich bei diesem Vorhaben nicht um einen Sozialen Wohnungsbau, aber soziale Aspekte spielen natürlich bei der Vergabe der Wohnungen eine Rolle“, so der Bürgermeister weiter.

Hohe Mieten auch Thema bei der Schuldnerberatung

Verena Hinze vom Priener Caritas-Zentrum sagt gegenüber unserer Zeitung, dass gerade die Inflation und die erhöhten Energiepreise ausschlaggebend für Mietpreis-Anpassungen seien. Auch die in der Gegend an sich schon hohen Mieten seien immer öfter Thema in der Caritas-Schuldnerberatung.

Wenn sich etwa Rentner bei Eigenbedarfs-Anmeldung des Vermieters um eine neue Wohnung umschauen müssten, dann sei das oftmals sehr schwierig. „Menschen, die eh schon finanziell eng kalkulieren müssen, werden dann auch erstmals bei uns wegen einer Unterstützung vorstellig“, sagt sie und fährt fort. „Wohl auch wegen Corona ist eine Tendenz von der Stadt auf das Land festzustellen, was wiederum die Wohnraumknappheit auf dem Land fördert“.

Kostensteigerung am Bau trifft auch Rimsting

Beim Kommunale Wohnungsbau ist die Gemeinde Rimsting Eigentümer, Bauherr und Vermieter. Entstanden ist die Idee laut Fenzl, als beim Turnhallenneubau in der Eichenstraße vormaliger Wohnraum ersetzt werden sollte.

Der Gemeinderat entschied sich, in zwei Bauabschnitten beim ehemaligen Hallenbad jeweils neun Wohnungen zu schaffen. Die in jüngster Zeit entstandenen Kostensteigerungen beim Hoch- und Tiefbau betreffen natürlich auch das Rimstinger Vorhaben, derzeit kalkuliert die Bauverwaltung des Rathauses mit einem mittleren einstelligen Prozent-Wachstum was die Baukosten anbelangt.

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