LEBENSQUALITÄT VERBESSERN

Rimsting: Sich wohlfühlen, wo man wohnt

Der Bolzplatz an der Nordstraße gehört der Gemeinde und könnte aufgewertet werden, so wie die CSU es sich vorstellt. Berger
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Der Bolzplatz an der Nordstraße gehört der Gemeinde und könnte aufgewertet werden, so wie die CSU es sich vorstellt. Berger
  • Elisabeth Sennhenn
    vonElisabeth Sennhenn
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Trimm-Dich-Geräte für Senioren oder wartende Eltern, bequeme Sitzgelegenheiten, eine Pergola zum Schutz gegen Sonne oder Regen: So stellt sich die Rimstinger CSU in Zukunft die Spielplätze der Gemeinde vor.

Rimsting – Ihr Ziel: die Aufenthaltsqualität in Rimsting verbessern. „Unsere Idee ist, Begegnungsplätze für Spiel und Bewegung zu schaffen, mit geschützten Ruhebereichen und Orten, wo alle Generationen miteinander kommunzieren können“, beschrieb Gemeinderat Stefan Julinek das Vorhaben auf der Gemeinderatssitzung. Die Spielplätze der Gemeinde sollen so umgestaltet werden, dass sich dort Jung wie Alt besonders gern aufhalten und die Einrichtungen ausgiebig nutzen.

Ökologie steht bei Planung ganz oben

„Wir stellen uns vor, dass die Kosten dafür im Rahmen eines Leader-Projekts mit aufgefangen werden“, ergänzte Julinek – man gehe von einer möglichen Förderung von 50 Prozent aus. Weiter fragten die CSU-Räte bei Bürgermeister Andreas Fenzl (CSU) an, die Gemeinde solle prüfen, ob im Rimstinger Süden und in Greimhartig, Bereich Gänsbach, weitere Flächen für Aufenthaltsplätze bereitgestellt werden können. Ökologie und Nachhaltigkeit sind der CSU bei ihrer Idee wichtig. Außerdem wollen sie die Bürger gern einbinden in das Vorhaben: „Vertreter von Schulen, Kindergärten und Vereinen sollen angesprochen werden, sich an der Konzeptplanung zu beteiligen. Die Bürger der Gemeinde sollen die Möglichkeit erhalten, sich durch einen Ideenwettbewerb mit in die Planungen einzubringen“, heißt es im Antrag der CSU an die Gemeinde, der unserer Zeitung vorliegt. Grundsätzlich kam die Idee im Gemeinderat gut an. „Räume für alle Generationen, das hört sich gut an“, meinte zum Beispiel Raimund Feichtner (UWG).

Bürgerbeteiligung Voraussetzung für Leader-Förderung

Georg Heindl (CSU) führte an, dass die Gemeinde Breitbrunn gerade einen Begegnungsplatz plane und regte an, sich mit den Verantwortlichen auszutauschen. Wie aus der Verwaltung angemerkt wurde, sei für eine Leader-Förderung die Bürgerbeteiligung eine Grundvoraussetzung, außerdem die Antragstellung durch die Gemeinde, was die CSU unterstützen könne. Mary Fischer (FW) wies in der Diskussion im Gemeinderat darauf hin, dass es in Rimsting schon einmal eine sehr aktive Leader-Gruppe gegeben habe, bei der sie selbst Mitglied gewesen sei: „Ein Leader-Projekt muss aus der Bürgerschaft erwachsen, es ist keine Aufgabe des Rathauses“, stellte sie klar. Und erinnerte daran, dass die damalige Arbeitsgruppe kreative Spielplatzentwürfe erarbeitet hatte, zum Beispiel für einen Wasser- und einen Naturspielplatz: „Gescheitert sind wir allerdings an mangelnden Flächen dafür.“

Das ist auch das Problem der CSU und ihrem aktuellen Vorschlag: Während eine Bedingung für eine Leader-Förderung ist, dass die Flächen im Eigentum der Gemeinde sind oder zumindest langfristig – mindestens zwölf Jahre – angepachtet werden müssen, befinden sich mehrere Spielplatzflächen nicht im Besitz der Kommune. So etwa am Gartenweg und an der Föhrenstraße sowie beim Erlebnisspielplatz in Weingarten. Der Bolzplatz an der Nordstraße dagegen gehört der Gemeinde.

Interessierte Bürger können am Konzept mitwirken

Auf den Hinweis aus dem Gemeinderat, dass die Strandanlage am See für alle Generationen etwas biete, entgegnete Julinek, dass es der CSU vor allem auf siedlungsnahe Flächen ankomme, „die man zu Fuß erreichen kann“. Letztlich einigte man sich darauf, die Sache weiter zu verfolgen und nach geeigneten Flächen im Gemeindegebiet Ausschau zu halten. Auch sei man offen dafür, wenn Bürger eigene Flächen für mindestens zwölf Jahre zur Verfügung stellen möchten. Interessierte Bürger sind eingeladen, sich an der Konzeptentwicklung zu beteiligen. Außerdem will man Mitglieder der früheren Leader-Gruppe kontaktieren, und sie um Unterstützung bitten. „Alles in allem wird das nicht von heute auf morgen gehen“, warnte Bürgermeister Fenzl vor zu viel Enthusiasmus, immerhin sei es derzeit nicht leicht, Flächen zu finden, und bei LEADER ging es eben nicht um Schnelligkeit, sondern um langfristig nachhaltige Projekte. Man müsse damit rechnen, dass noch ein bis zwei Jahre ins Land gehen könnten, bis erste Schritte möglich seien.

Der Spielplatz am Gartenweg ist in privater Hand. Außerdem ist hier künftig eine Bebauung geplant.

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