Rimsting: Nachruf auf Barbara Dettendorfer

Barbara Dettendorfer

Nach längerer Krankheit ist die Rimstingerin Barbara Dettendorfer im Alter von 85 Jahren verstorben.

Rimsting – In einer Trauerfeier im engsten Familienkreis wurde an ein „nicht immer leichtes“ Leben der Verstorbenen erinnert.

Als ältestes von sechs Kindern wurde die „Westernacher Betty“, wie sie von den meisten genannt wurde, 1935 als Barbara Mayer in den „Schelsenhof“ im damaligen Hittenkirchner Ortsteil Vachendorf hineingeboren. Noch zu Kriegszeiten aufgewachsen, war sie ein genügsames Leben gewohnt, dass neben dem Schulbesuch durch Arbeit von Kindesbeinen an auf dem elterlichen Hof geprägt war.

Sehr früh verlor sie ihre beiden Schwestern Therese und Susanne im Alter von 13 und 16 Jahren. Eng war ihre Beziehung zu Ziehschwester Kathi, die aber bereits mit 55 Jahren verstarb.

Neben der Arbeit auf dem Hof des Bruders war sie zwischenzeitlich als Haushaltshilfe in München tätig.

1974 lernte sie Hans Dettendorfer aus dem damaligen Rimstinger Ortsteil Westernach kennen und schon 1975 läuteten die Hochzeitsglocken. Das Paar schenkte den Kindern Bettina und Hansi das Leben.

Schon früh wurde die Ehe von einer schweren Krankheit ihres Mannes überschattet, den Barbara Dettendorfer schließlich 1994 zu Grabe tragen musste.

Alleine auf sich gestellt, kümmerte sie sich um die Erziehung der noch minderjährigen Kinder und die Bewirtschaftung des Hofes. Bald darauf verlor sie auch noch ihre beiden Brüder Sepp und Hans. Trotz allem Leid und aller Mühen war ihr der Haus- und Rosengarten ein Herzensanliegen, den sie pflegte, solange sie es noch konnte, und voller Freude eimerweise Tomaten und Zucchini vom Komposthaufen aberntete.

Ihr ganzer Stolz waren die Enkel Jakob und Lukas. Leider wurden ihre klaren Augenblicke durch die fortschreitende Krankheit und körperliche Gebrechen zunehmend begrenzt.

Die letzten zwei Jahre verbrachte sie im Pflegeheim, wo sie aber liebevoll gepflegt wurde. Nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt ist sie nun für immer eingeschlafen. wak

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