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Entscheidung im Gemeinderat

Rimsting: Knappe Mehrheit für vier Wohnungen

In der Priener Straße soll ein Wohnhaus entstehen, nachdem die Gemeinde um Nachbesserungen in der Planung gebeten hatte.
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In der Priener Straße soll ein Wohnhaus entstehen, nachdem die Gemeinde um Nachbesserungen in der Planung gebeten hatte.
  • Elisabeth Sennhenn
    VonElisabeth Sennhenn
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Wohnraum wird dringend benötigt, zugleich gibt es oft andere Gründe, die gegen große Bauvorhaben sprechen. Ein Konflikt – auch in Rimsting. Dort wurde nun ein Kompromiss gefunden.

Rimsting – Zuletzt befasste sich der Rimstinger Gemeinderat mit einem Bauvorhaben für ein Wohnhaus mit fünf Wohneinheiten an der Priener Straße 16. Das Gremium war in seiner Juli-Sitzung nicht einverstanden mit der Anzahl der Einheiten, sowie der Anordnung der Stellplätze und der Lage des geplanten Carports unmittelbar an der Straße. Nun hat die Bauwerberin Änderungen eingereicht, über die die Gemeinde positiv überrascht war: „Selten hat sich jemand so schnell und so kooperativ gezeigt“, freute sich Geschäftsleiterin Regina Feichtner.

Zwei Stellplätze pro Wohnung

Statt fünf sind nun vier Wohnungen zwischen 70 und 160 Quadratmetern vorgesehen, damit entzerrt sich der vormals zu enge Parkplatzbereich. Für jede Wohnung gibt es nun zwei Stellplätze, wie es der Gemeinderat sich gewünscht hatte.

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Nicht berücksichtigt wurde der Vorschlag vom Juli, aus Platzgründen besser eine Tiefgarage zu errichten, „was die Gemeinde aber auch nicht verlangen kann“, stellte Bürgermeister Andreas Fenzl (CSU) klar.

Kein Keller geplant

Eingereicht wurden nun auch Pläne für die oberirdischen Neben- und Lagerräume, die für jede Wohnung vorgesehen sind. Einen Keller soll es nicht geben. Wohlwollend wurde zudem aufgenommen, dass die Planerin, Dipl.-Ingenieurin Maria Weig, das komplette Gebäude um einen Meter nach Westen verschoben hat, um noch mehr Abstand zur Staatsstraße zu gewinnen. In der vorigen Sitzung hatte es geheißen, Garagen und Carport sollten zur östlichen Grundstücksfläche mindestens drei Meter Abstand aufweisen. Für den Innenbereich sei dies nach der neuen Abstandsflächenregel ausreichend, merkte Regina Feichtner an.

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Thomas Schuster (CSU) warf dennoch ein, dass ihm das Gebäude „insgesamt zu massiv“ sei, und er daher dagegen stimmen werde. 730 Quadratmeter Fläche – auf dem zuvor ein Einfamilienhaus stand – würden „komplett versiegelt“, was angesichts einer möglichen Hochwasserlage gefährlich werde.

Brigitte Feichtner (UWG) schloss sich dem an. Es sei am Ende zu wenig Grün da, es könnten nicht mal Bäume gepflanzt werden: „Dabei brauchen wir das dringend. Es stehen zu viele Dinge gegen den Bau.“ Raimund Feichtner fügte an: „Mir ist lieber, es wird im Ort dichter gebaut, als auf freie Flächen auszuweisen und die Landschaft weiter zu zersiedeln. Die jetzt zu bebauende Fläche ist schon vorhanden.“

Mary Fischer (FW) warf ein, sie könne sich „nicht anfreunden mit Gebäuden, die Abstelleinheiten statt Keller vorsehen, das ist für uns nicht üblich.“ Auch sie fände mehr Grünfläche wichtig, damit sich Kinder bewegen könnten: „Warum integriert man nicht ein kleinen Spielplatz? Wo sollen sich die Kinder aufhalten?“

Ein Spielplatz soll integriert werden

Regina Feichtner erinnerte daran, dass man Nebengebäude untersagen könnte, aber es sei ab drei Wohneinheiten möglich, einen Spielplatz zu beauftragen. Das fand auch Nina Weinland (Grüne) wichtig, um andere Spielplätze zu entlasten. Sie rechnete aus, dass dafür aber lediglich 16 Quadratmeter Platz blieben.

Man einigte sich auf folgenden Beschluss: Die Höhenstellung des Gebäudes und die Schnurgerüstabnahme erfolgen vor Baubeginn vor Ort durch die Gemeinde. Niederschlag ist auf dem eigenen Gelände zu versickern, mit einer möglichen gedrosselten Überleitung in den öffentlichen Oberflächenwasserkanal. Der Gemeinde ist die ingenieurmäßige Berechnung der notwendigen Einrichtungen vorzulegen. Die Bauausführung wird von der Gemeinde geprüft; zudem ist ein Kinderspielplatz anzulegen. Dafür stimmten neun Räte, vier dagegen. Vier Räte fehlten entschuldigt.

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