Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


DEBATTE UM FREMDWASSER

Rimsting: Gründächer wären das Beste

  • Elisabeth Sennhenn
    VonElisabeth Sennhenn
    schließen

Rimsting – Darf aus dem Gewerbegebiet am Bahnhof ausnahmsweise Fremdwasser in den Schmutzwasserkanal der Gemeinde einleiten? Konkret geht es um Niederschlagswasser, das bei Starkregen in großen Massen von Dächern der Gewerbebauten rinnt.

Damit befasste sich jüngst der Rimstinger Gemeinderat. Die Verwaltung war im Vorfeld aus einer nichtöffentlichen Beratung heraus damit beauftragt, zu klären, ob die Einleitung angesichts der Nähe zum Wasserschutzgebiet möglich wäre. Der Schmutzwasserkanal verläuft über Grub und Guggenbichl zur Pumpstation Schafwaschen. Bürgermeister Andreas Fenzl (CSU) erläuterte, die Pumpstation gerate schon jetzt wegen des hohen Anteils an Fremdwasser bei Starkregen an ihre Leistungsgrenzen, weshalb eine zusätzliche Einleitung unmöglich wäre.

Diverse Varianten

Vorgelegt wurden jedoch verschiedene, von einem Ingenieurbüro ausgearbeitete Varianten aus einer Machbarkeitsstudie zur Oberflächenentwässerung im Gewerbegebiet.

Variante eins sieht eine Mulde zum Auffangen des Wassers in der südlichen Talsenke auf der Flurnummer 1062/5 vor. Die Kosten: Über 1,73 Millionen Euro. Variante zwei sieht eine Entwässerung Richtung Norden vor, mit einem Rückhaltebecken außerhalb des Wasserschutzgebietes. Kosten: 1,9 Millionen Euro.

Weitere Artikel und Nachrichten aus dem Chiemgau finden Sie hier.

Variante drei mit voraussichtlichen Kosten von über 2,5 Millionen Euro und Betriebskosten im sechsstelligen Bereich würde das Regenwasser vor Ort mithilfe von 28 Filterschächten sammeln.

Am unkompliziertesten gestaltet sich Variante vier: Dank Gründächern und Regenwasserbehandlungsanlagen auf dem Grundstück sorgten die Gewerbeeigentümer selbst für eine Entwässerung.

„Das Planungsbüro schlägt uns Variante eins vor, für uns als Gemeinde besteht jedoch keine Pflicht“, so Fenzl, „zudem würde das bedeuten, dass die Gemeinde durch die enormen Kosten den Anschlussnehmern und Bauherrn Gebühren und Beiträge anlasten müsste.“

Keine Ausnahme

Da andere Hausbesitzer auch selbst für eine Entwässerung sorgen müssten, könne man im Gewerbegebiet keine Ausnahme machen. Zumal es auch um den Schutz des Trinkwassers im Wasserschutzgebiet gehe.

Daher einigte man sich im Gemeinderat nach kurzer Diskussion einstimmig auf folgenden Beschluss: Aufgrund der hohen Investitionskosten nimmt der Gemeinderat Abstand von den Varianten eins bis drei der Studie, um aber Grundstückseigentümer des Gewerbegebiets zu entlasten, wird man sich bemühen, mögliche Lösungen mit dem Wasserwirtschaftsamt und dem Landratsamt zu suchen.

Mehr zum Thema

Kommentare