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Reserven schrumpfen um 2,7 Millionen

Gstadt/Gollenshausen - Die globale Finanzkrise macht auch vor der Gemeinde Gstadt nicht halt. Sie musste jetzt Gewerbesteuervorauszahlungen von über 2,2 Millionen Euro zurücküberweisen.Gstadt ist wegen der hohen Gewerbesteuereinnahmen die finanzstärkste Kommune im ganzen Landkreis Rosenheim.

Bei der Bürgerversammlung am Donnerstagabend erklärte der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft, Georg Forstmeier, beim Finanzbericht, dass die Gemeinde Mitte dieses Monats knapp 2,23 Millionen Euro an Gewerbesteuer-Vorauszahlungen habe erstatten müssen.

«So beträgt der Stand der echten Rücklagen am heutigen Tage nur mehr 2353621 Euro und wird sich bis zum Jahresende noch auf rund 1,6 Millionen Euro vermindern», erklärte Forstmeier.

Ende 2008 habe der Stand der Rücklagen noch über 4,3 Millionen Euro betragen. Die Gemeinde müsse daher voraussichtlich in diesem Jahre eine Verminderung bei den Rücklagen von rund 2,7 Millionen Euro hinnehmen.

Keinen Einfluss habe der dramatische Einbruch der Finanzen leider auf die Kreisumlage, die in diesem Jahr trotzdem nach der hohen Steuerkraft der vergangenen Jahre bezahlt werden müsse, führte der Kämmerer weiter aus. 2008 habe die Gemeinde 1,16 Millionen Euro an Kreisumlage bezahlt.

Ein Haushaltsplan für dieses Jahr sei noch nicht aufgestellt. Die Gemeinde müsse 2009, wie schon die vergangenen Jahre, ohne staatliche Schlüsselzuweisungen überbrücken. «Unbedingte Sparsamkeit ist angesagt», erklärte Forstmeier.

«Ich rate dringend, den Rücklagenstand in den kommenden Jahren, Zug um Zug, im Rahmen einer vorausschauenden Haushaltspolitik wieder aufzustocken», so der Kämmerer.

Den Rat werde sich die Gemeinde zu Herzen nehmen und umsichtig mit den Finanzen umgehen, sicherte Bernhard Hainz in der sehr gut besuchten Bürgerversammlung beim «Chiemseewirt» in Gollenshausen zu.

Hainz sah in der Finanzkrise aber auch eine Chance. Auf eine Besserung der Finanzlage hofft der Bürgermeister erst wieder im Jahr 2011. Erst da wirke sich nach dem Finanzausgleich eine Verminderung der Kreisumlage aus und es bestehe die Möglichkeit, wieder eine Schlüsselzuweisung des Staates zu erhalten.

Für Forstmeier war es der letzte und damit der 28. Finanzbericht in einer Bürgerversammlung der Gemeinde Gstadt. Er geht ab 1. August in Altersteilzeit. Hainz dankte ihm für seinen Einsatz für die Gemeinde in den vielen Jahren. Den Finanzbericht im nächsten Jahr werde Thomas Wagner verlesen, den der Bürgermeister vorstellte.

Über die Ausführungen des Bürgermeisters und die sehr lebhafte und lange Diskussion berichten wir noch gesondert. th

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