Reit im Winkl: Schneekatastrophe und 374 Unfälle

So zeigte sich der Bergwachtstützpunkt Winklmoosalm nach den starken Schneefällen im Januar 2019. hauser

Die Bergwacht hat 2019 ein arbeitsreiches Jahr hinter sich gebracht. Darüber hinaus gab es einen Sonderfall.

Von Josef Hauser

Reit im Winkl – Viel zu tun gab es für die Bergwachtbereitschaft Reit im Winkl im Jahr 2019. Eine besondere Herausforderung für die 26 aktiven Mitglieder, davon zwei Anwärter, sei die Schneekatastrophe gleich zu Beginn des Jahres gewesen, berichtete Bereitschaftsleiter Peter Wlach bei der Jahreshauptversammlung im Alpenvereinsheim.

Grundversorgungwar eine Aufgabe

Der Stützpunkt Loferaustraße wurde beim Katastrophenfall im Januar den Ausführungen Wlachs zufolge von der Bergwacht besetzt. Eine besonders wichtige Aufgabe sei die medizinische Grundversorgung für den Ortsteil Winklmoos mit 24 Stunden täglicher Einsatzbereitschaft gewesen. Unterstützt und begleitet wurde auch das Reparaturteam des Stromversorgers Eon auf der Trasse zur Hindenburghütte. 374 verunfallte Wintersportler und Wanderer wurden von der Bergwachtbereitschaft Reit im Winkl im Jahr 2019 versorgt, in erster Linie im Skigebiet Winklmoos-Steinplatte.

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27-mal kam im Winter bei besonders schweren Fällen der Rettungshubschrauber zum Einsatz. Der besondere Dank des Bereitschaftsleiters ging hier an die Besatzungen von Christoph 14 aus Traunstein, von Heli 1 aus Waidring und von C4 aus St. Johann. Für die gute Zusammenarbeit bedankte er sich auch bei der Skiwacht, bei den Bergwachtbereitschaften Traunstein und Grassau, bei der Bergrettung Waidring sowie bei den Liftbetreibern Gebrüder Höflinger und Familie Brandtner. Der Betrieb sei auch in der laufenden Wintersaison bei stets guten Pistenverhältnissen sehr gut. Auch bei der Betreuung von Sportveranstaltungen sei die Bergwacht im vergangenen Jahr wieder stark gefordert gewesen. Wlach nannte hier besonders die deutschen Langlaufmeisterschaften, die Special Olympics Bayern und die Schneeschuhnacht, wo es wieder die bewährt gute Zusammenarbeit mit dem BRK Reit im Winkl gegeben habe. Weiter wurde zusammen mit der Bergrettung Waidring die„Red Bull Homerun“ betreut, die für die etwa 400 Teilnehmer am Gipfel der Steinplatte nach Winklmoos gestartet wurde.

Mit 14 Einsätzen am Klettersteig und im Wandergebiet rund um Reit im Winkl sei das Aufgabengebiet im Sommer wesentlich entspannter als im Winter gewesen, fuhr der Bereitschaftsleiter fort. Aber auch da sei der Hubschrauber viermal zum Einsatz gekommen. Bei den betreuten Sportveranstaltungen nannte er insbesondere den Mountainman-Trail-Lauf.

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Der Dank von Wlach erging an die Gemeinde Reit im Winkl mit Bürgermeister Josef Heigenhauser und Bauhofleiter Reinhard Heistracher für die Unterstützung, an die privaten Förderer und Gönner und die Almgenossenschaft Winklmoos.

ZahlreicheAusbildungsabende

Der Bericht von Kassier Fred Hanrieder fiel trotz zahlreicher finanzieller Herausforderungen befriedigend aus. Ausbildungsleiter Florian Brandl berichtete von zahlreichen Ausbildungsabenden, Praxisausbildungen im Gelände sowie von dem jährlichen San-Kurs mit der Praxis Dr. Behr und dem BRK Reit im Winkl. Bürgermeister Josef Heigenhauser bedankte sich bei der Bergwacht für ihre Arbeit. Für einen vom Tourismus lebenden Ort wie Reit im Winkl sei dies wichtig. Insbesondere bedankte er sich für die Unterstützung bei der Schneekatastrophe und bei Veranstaltungen in Reit im Winkl.

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