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Klimaschutzprojekt

Reit im Winkler Schüler forsten Wald mit selbstgezogenen Bäumen auf

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Der Reit im Winkler Revierförster Sven Bussemer, Manfred Mayr vom Maschinenring Kitzbühel und Projektleiter Dr. Sebastian Hirschmüller von der Technischen Hochschule Rosenheim (von links) zeigten den Kindern der Grundschule Reit im Winkl das Einpflanzen der Bäume.
  • VonJosef Hauser
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Grundschulkinder aus Reit im Winkl pflanzen Tannenbäumchen, die sie den Winter über zuhause gepflegt haben. Ein Interreg-Projekt mit der TH Rosenheim macht´s möglich. Früh soll dabei das Bewusstsein für Klimaschutz und den wertvollen Werkstoff Holz geweckt werden.

Reit im Winkl – 23 kleine Fichten und Tannen pflanzten jetzt die Kinder der Grundschule Reit im Winkl im Rahmen des grenzübergreifenden „Weihnachtswald“-Projekts von Interreg Bayern-Tirol. Fachkundige Anleitung dazu bekamen sie vom Projektleiter Dr. Sebastian Hirschmüller von der Technischen Hochschule Rosenheim, vom Reit im Winkler Revierförster Sven Bussemer und von Manfred Mayr vom Maschinenring Kitzbühel.

Experimente mit Werkstoff Holz

„Holz als natürlicher Baustoff kann einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele leisten“, so Hirschmüller bei der Aktion in einem Waldstück oberhalb der Birnbacher Straße. Vorausgesetzt, in der Gesellschaft bilde sich ein Bewusstsein dafür und ein Verständnis für das Material, „am besten schon in der Schule vermittelt.“ An bayerischen Schulen würden diese Ansätze im Rahmen der Waldpädagogik durch die Bayerische Forstverwaltung verfolgt.

Das grenzübergreifende Aufforstungsprojekt von Interreg Bayern-Tirol und der TH Rosenheim habe genau dieses Ziel: Kindern die ökologische und klimatische Schutzfunktion des alpinen Waldes nahe zu bringen. Kooperationspartner sind die Volksschule Kirchdorf in Tirol, die Grundschule Reit im Winkl und die Bayerischen Staatsforste. Sie veranstalten gemeinsam Unterrichtsstunden an den Schulen, bei denen sich die Kinder mit dem Werkstoff Holz in praktischen Experimenten auseinandersetzen können.

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Grundschullehrerin Christina Fritz berichtete, dass sich in diesem Schuljahr die Reit im Winkler Dritt- und Viertklässler an dem Projekt beteiligen: „Dabei bekam jedes Kind passend zur Weihnachtszeit ein kleines Fichten- oder Tannenbäumchen zum Schmücken, aber auch zum Hegen und Pflegen mit nach Hause.“ Nun wurden die Weihnachtsbäumchen in denn Wald gepflanzt, später werden sie mit einem Verbißschutz versehen. „So erleben die Mädchen und Buben hautnah mit, wie aus ihren grünen Schützlingen mit entsprechendem Arbeitsaufwand langsam sogar ein Weihnachtswäldchen wird“, freut sich die Klasslehrerin.

Welche Aufgabe hat das Wurzelgeflecht?

Der Reit im Winkler Revierförster Sven Bussemer gab fachkundige Hinweise zum Einpflanzen der kleinen Fichten und Tannen. Eine schützende Funktion hätten die sich daran befindenden Wurzelballen. „Das Wurzelgeflecht enthält starke und feine Wurzeln zum Festhalten und zur Versorgung der Bäume mit Wasser“, erklärte er den Kindern. „Um Platz zum Wachsen zu haben und zur Versorgung mit Licht sollte der Abstand zwischen den Bäumen mindestens drei Meter betragen“, so Bussemer.

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Mit großem Eifer gruben die Kinder Löcher und pflanzten die kleinen Bäume ein.

Praktische Hilfe bekamen sie dabei auch von Manfred Mayr vom ebenfalls an dem Projekt beteiligten Maschinenring Kitzbühel.

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