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Aus dem Gemeinderat

Reit im Winkl: Ja zum Personal-Quartier am Steinbach

Auf dieser Fläche am Steinbachweg ist das Personalgebäude mit zwölf Wohneinheiten des Hotelbetriebs Gut Steinbach geplant.
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Auf dieser Fläche am Steinbachweg ist das Personalgebäude mit zwölf Wohneinheiten des Hotelbetriebs Gut Steinbach geplant.
  • vonJosef Hauser
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Der Betreiber der Hotelanlage Gut Steinbach plant die Erweiterung um ein Personalgebäude. Nun hat der Gemeinderat Reit im Winkl die Änderung des Bebauungsplans „Am Steinbachweg“ auf den Weg gebracht.

Reit im Winkl – Zum künftigen Hotelbetrieb Gut Steinbach soll auch ein Personalgebäude mit zwölf Wohneinheiten gehören. Mit zehn zu fünf Stimmen befürwortet der Gemeinderat die erste Änderung des Bebauungsplans „Am Steinbachweg“ und fällte in der jüngsten Sitzung den Satzungsbeschluss.

Dabei fand auch eine Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen im Rahmen der erneuten öffentlichen Auslegung und Behördenbeteiligung statt. Die Gegenstimmen kamen von Fred Hanrieder (CSU), Gerhard Grünbacher, Beppo Landenhammer, Georg Speicher und Georg Weber (alle FW). Sie sprachen sich im Wesentlichen gegen das Projekt aus, weil es ihrer Meinung nach auf der geplanten Fläche störend ist.

Ortsplanerisch negativ zu beurteilen

Zur Sicherung der städtebaulichen Entwicklung hatte Reit im Winkl in öffentlicher Sitzung des Gemeinderats im April 2013 die Einleitung eines Verfahrens zur Änderung des Bebauungsplans „Am Steinbachweg“ beschlossen. In der Zeit vom 12. Februar bis 5. März dieses Jahres eine erneute öffentliche Auslegung und Behördenbeteiligung statt. Die daraufhin eingegangenen Stellungnahmen wurden nun abgewogen.

Von der Unteren Bauaufsichtsbehörde im Landratsamt Traunstein lag die Stellungnahme vor, dass trotz einer jüngst erfolgten Verkürzung des Baufensters auf rund 39 Meter der massive Baukörper mit einer möglichen Grundfläche von 600 Quadratmetern unverändert bleibe und daher aus ortsplanerischer Sicht negativ zu beurteilen sei.

Vorschlag des Planungsbüros vorgestellt

Bürgermeister Matthias Schlechter (CSU) gab dazu den Abwägungsvorschlag des Planungsbüros bekannt, wonach das Gebäude im ortstypischen Baustil errichtet und dadurch gestalterisch in den Bestand integriert werde. Zur Straße hin sollen Bäume gepflanzt werden. Der Gemeinderat sah dazu mehrheitlich keine Planänderung veranlasst. Dieser und die folgenden Beschlüsse wurden mit jeweils zwischen zwei und fünf Gegenstimmen gefasst.

Einen gleichlautenden Beschluss fasste das Gremium in Bezug auf die von der Unteren Naturschutzbehörde vorliegende Stellungnahme, die eine Ausgleichsfläche forderte. Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein sah seine früheren fachlichen Informationen und Empfehlung in der aktuellen Planung berücksichtigt.

Der Bund Naturschutz in Bayern hatte die Größe des Gebäudes in unmittelbarer Nähe zum ebenfalls sehr großen Hotel und dem Chaletdorf beanstandet. An der geplanten Stelle in freier Natur, gegenüber von kleinteiliger Bebauung, widerspreche das Gebäude „dem Ziel einer organischen und behutsamen Siedlungsentwicklung“. Zudem werde eine geschützte Biotopflache zerstört.

Sorge vor Problemen mit Hang

Laut Planungsbüro gebe es keinen Standort, der die Anforderungen an ein Personalhaus in vergleichbarer Weise erfülle. Außerdem zeige die vorhandene Ausgleichsfläche aufgrund ihrer Artenzusammensetzung gute Voraussetzungen. So beschloss der Gemeinderat, auch hier mehrheitlich keine Planänderung, dieses Mal bei zwei Gegenstimmen.

Die Anwohner eines Nachbaranwesens am Steinbachweg hatten bemängelt, dass schon vor Jahren Rodungen am Steilhang durchgeführt worden seien, obwohl sie wegen der Schutzfunktion nicht erlaubt seien. Es sei zu befürchten, dass wegen der Baumaßnahmen noch viel mehr Bäume gefällt würden. Komme der Hang zum Rutschen, komme es zur Katastrophe für die Anlieger.

Keine weiteren Baumfällungen

Nach Auskunft des Planungsbüros erfolgten die genannten Entnahmen von Einzelbäumen im Rahmen der normalen Durchforstung. Weitere Entnahmen würden nicht erfolgen. Auch zu dieser Stellungnahme wurde bei zwei Gegenstimmen keine Planänderung beschlossen.

Martin Wilhelm (CSU) sprach sich für eine Zustimmung aus. Der Hotelbetrieb Gut Steinbach sei ein „Leuchtturmprojekt“ für Reit im Winkl, und um qualifiziertes Personal zu halten, brauche es ein Quartier. Laut Bürgermeister Matthias Schlechter (CSU) seien nahezu ausschließlich einheimische Handwerksbetriebe beauftragt worden.

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