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AUS DEM GEMEINDERAT

Reit im Winkl: Hotelvorhaben im Zentrum ist auf der Zielgerade

Anstelle des bestehenden Hotels zur Post in der Ortsmitte von Reit im Winkl soll durch den Bebauungsplan ein neuer Hotelkomplex mit Wellnessanlage ermöglicht werden.
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Anstelle des bestehenden Hotels zur Post in der Ortsmitte von Reit im Winkl soll durch den Bebauungsplan ein neuer Hotelkomplex mit Wellnessanlage ermöglicht werden.
  • VonJosef Hauser
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Viel diskutiert wurde um das Hotelprojekt, das dem Hotel zur Post nachfolgen soll. Nun hat der Gemeinderat in Reit im Winkl Nägel mit Köpfen gemacht.

Reit im Winkl – Ein langwieriges und intensives Verfahren wurde in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats im Festsaal erfolgreich abgeschlossen. Das Gremium überarbeitete noch mal den Vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Hotel zur Post“ und beschloss ihn einstimmig.

Schon mehrfach befasste sich der Gemeinderat mit dem Thema. „Grundsätzlich steht die Gemeinde diesem Hotelvorhaben seit Beginn an sehr positiv gegenüber“, rief Bürgermeister Matthias Schlechter (CSU) in Erinnerung. Nachdem durch das Vorhaben Hotelneubau erhebliche und weitreichende Auswirkungen auf das zukünftige Ortsbild im Ortskern von Reit im Winkl gesehen wurden, habe sich der Gemeinderat entschlossen, einen Bebauungsplan für das Gebiet aufzustellen.

Zu viel Lärm durch das Hotel?

Zweimal wurde die Planung bereits öffentlich ausgelegt. Von einem Anlieger lagen Einwendungen in bezüglich der vorliegenden schalltechnischen Untersuchung vor. In diesem wird nach seiner Ansicht die geplante Anzahl von 301 Betten in dem neuen Hotel nicht ausreichend berücksichtigt.

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Laut Abwägungsvorschlag des zuständigen Planungsbüros erreicht der Innenbereich der Gastronomie in der Hauptsaison seine volle Auslastung durch Hotelgäste, und in diesem Zeitraum sei dessen Nutzung durch schallintensivere externe Gäste ausgeschlossen. Aus der vorliegenden schalltechnischen Beurteilung gehe hervor, dass eine Nutzung der oberirdischen Stellplätze durch Gäste des Biergartens tagsüber nicht mit schalltechnischen Konflikten verbunden sei. Der Gemeinderat sah daher eine Planänderung nicht veranlasst.

Naturwärme betroffen?

Aufgrund einer von der Naturwärme Reit im Winkl abgegebenen Stellungnahme beschloss der Gemeinderat, die Unterlagen dahin gehend zu ergänzen, dass die zum Baufenster angrenzenden Naturwärmeleitungen nur mit geeigneten Schutz- und Sicherungsmaßnahmen freigelegt werden dürfen. Im Übrigen ist auch die Aussage der Naturwärme-Leitung festgehalten, dass die für das Hotel benötigte Wärmeleistung über einen Fernwärme-Anschluss der „Naturwärme“ realisiert werden könne.

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Nach einem Hinweis des Wasserwirtschaftsamts Traunstein fasste der Gemeinderat den Beschluss, dass die Planunterlagen um den Hinweis ergänzt werden, dass zwischen der Außenwand des Hausbachgerinnes und der neuen Bebauung ein mit dem Amt abzustimmender Abstand einzuhalten ist. Sollte der geplante Neubau des Hausbachgerinnes noch nicht umgesetzt sein, ist zudem während der Bauarbeiten auf eine ausreichende Sicherung des bestehenden Gerinnes zu achten, und der Hochwasserabfluss darf nicht beeinträchtigt werden.

Beleuchtung reduzieren

Auf Vorschlag des Bund Naturschutz wird einem weiteren Beschluss zufolge in die Planunterlagen der Hinweis eingearbeitet, dass die Beleuchtung nachts möglichst reduziert werden soll, zum Beispiel durch Dimmen, und es sollen nur Lampen mit insektenfreundlichen Leuchtmitteln verwendet werden. Dazu sollen Bäume nicht direkt angestrahlt werden.

„Auf dem richtigen Weg“

Nach Durcharbeitung dieser und weiterer Punkte beschloss der Gemeinderat einstimmig den Vorhabenbezogenen Bebauungsplan mit integrierter Grünordnungsplanung „Hotel zur Post“ auf der Grundlage des Vorhaben- und Erschließungsplans mit Begründung und Umweltbericht in der in dieser Sitzung überarbeiteten Fassung als Satzung.

„Mit dem Abschluss dieses umfangreichen Verfahrens ist ein großes Werk durchgeführt und wir sind auf dem richtigen Weg“, sagte Bürgermeister Matthias Schlechter abschließend. Sein großer Dank ging an die anwesenden Vertreter der Planungsbüros für ihre fachkundige Arbeit und Beratung, ebenso an die kompetent arbeitende Gemeindeverwaltung, allen voran die Bauamtsleiterin Sonja Bürger und die Geschäftsleiterin Christine Zaiser, sowie an seine Kollegen im Gemeinderat. Ein bedeutender Schritt für die Zukunft sei jetzt erfolgreich abgeschlossen, sagte Martin Wilhelm (CSU).

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