Reit im Winkl: Entfeldener Brücke nach Erneuerung freigegeben

Sie geben die Brücke frei: Florian Paukner vom Straßenbauamt Traunstein (v.l.), Georg Auer von der BG Trauntal, Michael Mayer sen. und Michael Mayer jun. von Mayer Hoch- und Tiefbau, Bürgermeister Matthias Schlechter, Bürgermeister a. D. Sepp Heigenhauser, Bauhofchef Reinhard Heistracher und Hans Seiwald vom Wasserwirtschaftsamt Hauser
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Sie geben die Brücke frei: Florian Paukner vom Straßenbauamt Traunstein (v.l.), Georg Auer von der BG Trauntal, Michael Mayer sen. und Michael Mayer jun. von Mayer Hoch- und Tiefbau, Bürgermeister Matthias Schlechter, Bürgermeister a. D. Sepp Heigenhauser, Bauhofchef Reinhard Heistracher und Hans Seiwald vom Wasserwirtschaftsamt Hauser

Sie ist eine der vielbefahrensten und ältesten Brücken in Reit im Winkl. Nach mehreren Monaten Bauzeit wurde die Entfeldener Brücke nun eingeweiht und für den Verkehr freigegeben.

Reit im Winkl – Auf das Jahr 1926 geht sie zurück, nun wurde sie erneuert: Die Entfeldener Brücke über die Weißlofer wurde mit dem Einbau der Deckschicht feierlich eingeweiht.

„Sie ist eine von 25 befahrbaren Brücken im Gemeindegebiet von Reit im Winkl und sicherlich die am meisten befahrenste“, sagte Bürgermeister Matthias Schlechter. Der Neubau sei notwendig geworden, weil sie im Laufe der Zeit zu schmal, baufällig und der Abflussquerschnitt zu gering geworden sei. Ein Grund sei auch der Hochwasserschutz gewesen, was insbesondere die Hochwasserereignisse der Jahre 2005 und 2013 gezeigt hätten.

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Viel befahrene Brücke von März bis August erneuert

Eine enge Zusammenarbeit habe es bei den Überlegungen zum Neubau mit Hans Semmler und Hans Seiwald vom Wasserwirtschaftsamt Traunstein gegeben. Im Jahr 2019 habe der Gemeinderat entschieden, den Bau in eigener Regie mit geschätzten Baukosten von 600 000 Euro abzüglich erwarteter Förderung durchzuführen. Die Regierung von Oberbayern hat eine Zuwendung in Aussicht gestellt.

Ausschreibung musste wiederholt werden

Zunächst hatte der Baubeginn verschoben werden müssen, da wegen der guten Auftragslage anfangs keine Angebote vorlagen. Daher schrieb die Gemeinde das Projekt zu einem späteren Zeitpunkt nochmals aus.

Den Auftrag für die Planung erhielt das Büro BG Trauntal in Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt. Die Ausführung vergab die Gemeinde an die Firma Mayer Hochtiefbau aus Ruhpolding.

Der Baubeginn erfolgte im März dieses Jahres mit einem geplanten Bauzeitende Mitte August. Dann kam Corona und die Ungewissheit, ob die Zeitpläne eingehalten werden können. „Durch fleißige Handwerker, gutes Wetter und eine unfallfreie Baustelle wurde das erreicht“, lobte Schlechter.

Für die zuverlässige und hochwertige Arbeit bedankte sich der Erste Bürgermeister bei den genannten Firmen, beim Wasserwirtschaftsamt und beim Straßenbauamt Traunstein, bei der Regierung von Oberbayern und bei den Mitarbeitern im gemeindlichen Bauamt und Bauhof.

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Ein besonderer Dank ging auch an seinen Amtsvorgänger und ehemaligen Bürgermeister Sepp Heigenhauser. der die Dienstbarkeiten- und Grundstücksverhandlungen geführt und die Koordination von Ämtern und Behörden durchgeführt habe.

Ein Symbol des Miteinanders in schwierigen Zeiten

Pater Michael segnete zusammen mit der evangelischen Pfarrerin Anne-Katrin Streeck die neue Brücke und bat Gott um seinen Beistand für alle, die sie benutzen. Sie sei ein Symbol dafür, dass jeder Mensch auch Brücken bauen könne zu seinen Mitmenschen. Der oberste Brückenbauer sei Jesus gewesen als Brücke zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und den Menschen.

Nach dieser Segnung durchschnitten die am Bau beteiligten Verantwortlichen das gespannte Absperrband und gaben die Brücke für den allgemeinen Verkehr frei.

Pater Michael segnete die Brücke.

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