Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Gemeinderat Grabenstätt: Längere Öffnungszeiten geplant - Römermuseum bald in Schlossökonomie

Rege Diskussion über Jugendtreff

Im Erdgeschoss der Schlossökonomie (Bild oben) finden die rund 500 antiken Fundstücke des seit 1982 bestehenden privaten Römermuseums von Albert Multerer schon bald ein neues Zuhause. Das Museum soll noch in diesem Jahr eröffnet werden. Die problematische Geh- und Radwegsituation im Bereich der stark befahrenen Autobahnbrücke (Bild unten) sorgt in Grabenstätt weiterhin für Diskussionsstoff.  Fotos müller
+
Im Erdgeschoss der Schlossökonomie (Bild oben) finden die rund 500 antiken Fundstücke des seit 1982 bestehenden privaten Römermuseums von Albert Multerer schon bald ein neues Zuhause. Das Museum soll noch in diesem Jahr eröffnet werden. Die problematische Geh- und Radwegsituation im Bereich der stark befahrenen Autobahnbrücke (Bild unten) sorgt in Grabenstätt weiterhin für Diskussionsstoff. Fotos müller

Grabenstätt - Vor Beginn der ersten Gemeinderatssitzung des Jahres besichtigten einige Gemeinderäte im Erdgeschoss der Schlossökonomie den neuen Museumsraum. Die zahlreichen antiken Fundstücke aus dem privaten Römermuseum der Familie Multerer sollen dort schon bald der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Albert Multerer werde diesen Raum im Wesentlichen nach eigenen Vorstellungen einrichten und gestalten, so Bürgermeister Georg Schützinger. Unterstützung erfahre er dabei von der Archäologin Andrea Krammer, die am Freitag, 3. Februar, um 20 Uhr in der Schlossökonomie einen Vortrag zum Thema "Das neue Römermuseum in der Schlossökonomie und der römische Gutshof von Erlstätt" halten wird. Wann das Museum 2012 eröffnet werde, stehe aber noch nicht fest, hieß es.

Eine lebhafte Diskussion gab es zur Jugendförderung und der Fortführung des bisherigen Angebotes eines betreuten Jugendtreffs in der Eichbergstraße in Grabenstätt. In diesem Jugendtreff, der den Heranwachsenden neun Stunden in der Woche offen steht, werden die Kinder und Jugendlichen von Petra Untermeierhofer von der Diakonie Rosenheim betreut. In puncto 16-Stunden-Beschäftigungszeit der Jugendbetreuerin kamen die Gemeinderäte nach längerer Diskussion überein, dies 2012 so beizubehalten, um dann Ende des Jahres erneut zu entscheiden. "19 Stunden wären optimal", zeigte sich Doris Biller überzeugt und sprach sich auch für längere Öffnungszeiten aus. Eine Änderung der bestehenden Öffnungszeiten müsse aber im Jugendausschuss diskutiert werden, erwiderte Schützinger.

Gemeinderat und TSV-Vorstand Roman Metzner warf kritisch ein, dass für den Jugendtreff sehr viel Geld ausgegeben werde, obwohl ein Großteil der Jugendarbeit in den Ortsvereinen stattfinde. Schützinger sprach im Bezug auf den Jugendtreff von einer Gratwanderung: "Mehr können wir eigentlich nicht leisten."

Anton Mayrhofer kritisierte, dass die Grabenstätter Kinder auf ihrem Weg zum Schnellrestaurant an der A8 zwischen dem ersten Kreisverkehr und dem Ende der Autobahnbrücke mangels Geh- und Radweg "bis zu zweimal die stark befahrene Straße" überqueren müssten. "Wahrscheinlich muss erst etwas passieren, bis etwas unternommen wird", mutmaßte Mayrhofer. Schützinger zufolge sehe die Autobahndirektion nach wie vor keine direkte Notwendigkeit, etwas auf der Brücke zu ändern, es stehe aber zeitnah ein Ortstermin an.

Zur Sprache kam am Ratstisch auch die Stromversorgung im Bereich Erlstätt. Da der bisherige Konzessionsvertrag zur Nutzung von öffentlichen Verkehrsflächen für Leitungsnetze zwischen der Gemeinde und der Elektrizitätsgenossenschaft Wolkersdorf ablaufe, müsse die Vergabe der neuen Konzession im elektronischen Bundesanzeiger ausgeschrieben werden, so Schützinger. Der Gemeinderat beschloss, dass die Laufzeit des neuen Konzessionsvertrages, entsprechend der Verträge für die übrigen Stromversorgungsbereiche der Gemeinde mit der Firma Eon bis Dezember 2019 laufen soll.

Mit der geplanten Einrichtung einer Fernwärmeversorgung für den südlichen Ortsbereich von Grabenstätt sieht es nun gut aus, nachdem zuletzt seitens des Landkreises als Träger des Kreisalten- und -pflegeheimes Grabenstätt erklärt wurde, dass man dieses an das vorgesehene Fernwärmenetz anschließen möchte.

Nach dem Ergebnis der letzten Gespräche sollen wohl auch die Anwesen der katholischen Pfarrgemeinde, also das Pfarrhaus mit Nebengebäude, das Pfarrheim und der neue Pfarrkindergarten, angeschlossen werden, hieß es. Für die Turnhalle, die Schule, die frühere Schule, das Rathaus und die Schlossökonomie ist die Gemeinde selbst Wärmenergiebedarfsträger.

mmü

Kommentare