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Sprungbrett für die Ausbildung

Realschulabschluss an Freier Waldorfschule Chiemgau

Die Absolventen des Realschulabschlusses an der Freien Waldorfschule Chiemgau mit Klassenbetreuerin Sabine Arndt-Baerend.
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Die Absolventen des Realschulabschlusses an der Freien Waldorfschule Chiemgau mit Klassenbetreuerin Sabine Arndt-Baerend.

15 junge Erwachsene in Prien aus Schule verabschiedet: Ihre Lehrerin Sabine Arndt-Baerend überreichte ihnen die Abschlusszeugnisse.

Von: Sylvia Braun

Prien – Strahlende Gesichter bei strahlendem Sonnenschein: 15 junge Erwachsene haben an der Freien Waldorfschule Chiemgau ihren Realschulabschluss geschafft und erhielten aus den Händen ihrer Lehrerin Sabine Arndt-Baerend die Abschlusszeugnisse. „Sie dürfen nun das Gefühl haben, einen wichtigen Schritt im Leben erfolgreich gemeistert zu haben“, sagte sie und an die Eltern gerichtet: „Vielleicht wird ihnen in diesem Moment bewusst, dass die Tochter oder der Sohn nun endgültig den Kinderschuhen entwachsen ist und sie es nun mit jungen Erwachsenen zu tun haben. Sie haben die Wurzeln gelegt, ab jetzt müssen ihre Kinder ihren eigenen Weg finden.“

Prinzip der Nachhaltigkeit gilt

Beim Lernen hätten die Absolventen erfahren, dass auch hier das Prinzip der Nachhaltigkeit gilt, eine Wegwerfmentalität sei – genau so wie beim Umgang mit Ressourcen und der Umwelt – nicht angebracht. „Ich bin der Meinung, dass es kein wirklich unnützes Wissen gibt, manchmal erfasst man nur nicht gleich den Zusammenhang, in dem es nützlich sein könnte“, so die Klassenbetreuerin. „Ich hoffe sehr, dass es uns zumindest in Ansätzen gelungen ist, Ihnen die Zusammenhänge, in die das Schulwissen eingebettet ist, aufzuzeigen.“

Sie nannte zwei Beispiele: „Ohne mathematische und naturwissenschaftliche Grundlagen können wir weder den Verlauf der Pandemie noch die Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels begreifen. Und nur das Wissen um die Abgründe in der Geschichte der Menschheit kann uns die Einsicht und den Mut geben, uns Autokraten jeglicher Couleur in den Weg zu stellen.“

Lernen ist vor allem eine Beziehungssache

Lernen sei vor allem Beziehungssache, es komme auf die Beziehungen an, die zwischen Schülerinnen und Schülern und zwischen Lehrern und Schülern geknüpft sind.

Mit Wünschen schloss die Sabine Arndt-Baerend: „Ich wünsche Ihnen, dass sie Gemeinschaften finden, in denen sie sich anerkannt und aufgehoben fühlen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie auf ihrem Lebensweg bald Menschen begegnen, die die Welt anders sehen als Sie selbst und die Ihnen Impulse geben und neue Perspektiven öffnen.“

Diese wollen sich die Absolventen auf unterschiedliche Weise holen: durch eine berufliche Ausbildung oder den Besuch der Fachoberschule. Magnus Reichenberger zum Beispiel möchte im kommenden Jahr die Erdkugel in fast allen Himmelsrichtungen bereisen, bevor er dann eine Ausbildung zum Software-Entwickler anstrebt. Für die nachkommenden Absolventen hat er den Tipp, frühzeitig mit dem Lernen für die Prüfungen anzufangen und den Fokus auf die eigenen Schwachstellen zu legen. Er blickt mit viel Zufriedenheit auf seine Schullaufbahn zurück und ist froh, über alle die Projekte und Klassenfahrten, die er in der Gemeinschaft erleben konnte. Von der Alpenüberquerung in der neunten Klasse schwärmt er.

Das Abitur fest im Blick

Für Sidney Austria kommt die Offenheit der Waldorfschule für die staatlichen Abschlüsse wie gerufen. Mit dem Realschulzeugnis in der Hand verlängert sie einfach ein weiteres Jahr an der Waldorfschule und nimmt für nächstes Jahr das Abitur fest in den Blick.

Nach der Zeugnisübergabe fand man sich bei der Ausstellung der Steine zusammen, die auf der Kunstfahrt nach Azzano von allen Zwölftklässlern der Schule bearbeitet worden waren. Für Magnus Reichenberger die letzte seiner schönen Erfahrungen an der Schule: „Es war total spannend, den Stein zu bearbeiten. Er reagiert oftmals viel anders, wie man es eigentlich vorhat und dennoch entsteht das, was im Stein verborgen war.“

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