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Raunacht-Hoagascht beschert Trachtlern auch im 46. Jahr vollen Saal

Eine ungewöhnliche Besetzungbot das Duo Stadler und Gawlik mit Bratsche und Akkor deon, links Ansager Miche Huber. adersberger

Rottau – Seit 1973 treffen sich Volksmusikfreunde am „Unschuldigen Kindltag“, 28. Dezember, bei der Krippe im Saal des Gasthauses „Messerschmied“ zum Raunacht-Hoagascht des Trachtenvereins.

Stets ist an diesem Abend der Saal voll und die Besucher bekommen gute Musik- und Gesangsgruppen zu hören. Dazu erzählt der Ansager Wissenswertes zur Weihnachtszeit und sorgt dafür, dass es immer etwas zum Lachen gibt. Geändert hat sich in den 46 Jahren nicht viel. Statt der zwei Perchten, die früher nach dem Programm Kletzenbrot verteilen, sind es jetzt fünf. Und die Aufgabe des Ansagers hat inzwischen Miche Huber, der „Glaserer“, von seinem Vater Sepp, dem „Glasei“ übernommen. Dieser stimmte mit dem Gedicht „Wenn i da Josef waar“ von Max Faistauer ein, stellte die einzelnen Gruppen vor und sorgte mit seinem lustigen Jahresrückblick auch für einige Lacher.

Eine äußerst ungewöhnliche Besetzung in der Volksmusik mit Bratsche und Akkordeon bot das Duo Stadler und Gawlik. Die bestens aufeinander abgestimmten und mit viel Gespür vorgetragenen Musikstücke faszinierten die Zuhörer. Neben Eigenkompositionen spielten sie auch den „Haslauer Boarischen“ des kürzlich verstorbenen Wolfi Neumüller. Die „Gröbenbachmusi“, geleitet von Heinz Neumaier aus Dachau auf der Melodiegitarre, bot mit Zither, Bassgeige und Begleitgitarre eine sehr feine Musi. Ihre hohe Musikalität bewiesen sie beim Begleiten der beiden Gesangsgruppen.

Die „Rottauer Tanzlmusi“ trat erstmals in neuer Besetzung mit ausschließlich Rottauern auf. Der Kern mit Anderl Hilger, Miche Mayer und Peter Schmid blieb, Ziach spielt jetzt Flori Kreppert statt Max Demel, Thomas Schmid statt Klaus Auer, und Simmerl Huber ersetzt Hans Schmid mit der Klarinette. So führten sie die Tradition der Tanzlmusi-Gruppen fort, die 1965 mit den „Schuster Buam“ begonnen hatte.

Der Inhofer Dreigsang wusste mit glasklaren Stimmen und schönen Liedern und Jodlern sehr zu gefallen. Mit dem selten gehörten Lied „Griaß di Gott, Herr Melchior“ beendeten die vier gestandenen Starnberger „Fischerbuam“ mit ihren kräftigen Stimmen die Reise durch die zwölf Rauhnächte.

Den Hoagascht beschloss der Andachtsjodler – angestimmt vom „Inhofer Dreigsang“, wiederholt von allen Sängern und Musikanten und schließlich mitgesungen von alle Zuhörern. Danach zogen die Perchten in ihren prächtigen Masken lärmend durch den Saal und verteilten Kletzenbrot.

Vorsitzende Lisi Hilger kündigte für kommendes Jahr zwei besondere Veranstaltungen an. Am Faschingssamstag spielt beim „Boarischen Fasching“ der „Ebbser Kaiserklang“, an Mariä Himmelfahrt tritt beim 50. Mostfest „Der Harte Kern“ auf. aj

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