Räte lehnen Beitritt zum Zweckverband ab

Bergen – Der Gemeinderat Bergen sprach sich in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich gegen den Beitritt zum Zweckverband „Heimat Chiemgau“ aus.

Sieben Räte waren für den Beitritt, neun stimmten dagegen.

Unter den Befürwortern stellte vor allem Annemarie Funke (CSU) heraus, dass die kommunale Verbundenheit mit dem Landkreis im Vordergrund stehen sollte. Der Fokus lag dabei auf der Förderung des sozialen Wohnungsbaus. Ein kommunales Wohnraumförderungsprogramm böte Vorteile für die Gemeinden. Bürgermeister Stefan Schneider (Grüne Liste Bergen) stellte zunächst das Wirtschaftsförderungsprogramm vor. So unterstützt der Freistaat Bayern die Gemeinden dabei, bezahlbaren Wohnraum zu planen und zu bauen. Der Bau von Mietwohnungen wird gefördert, ebenso der Umbau zu Mietwohnungen und die Modernisierung von Mietwohnungen, so der Bürgermeister. Weiter hieß es, Kommunen können einen Zuschuss in Höhe von 30 Prozent der förderfähigen Kosten sowie ein zinsverbilligtes Darlehen erwarten.

Dazu haben die Gemeinden zehn Prozent selbst zu bezahlen. Zudem können Kommunen in Eigenregie das Wohnraumförderungsprogramm nutzen. Schneider erinnerte an den Bau von Mietwohnungen in den Jahren 2019/20 in seiner Gemeinde. Der Rathauschef erwartet, dass 2021 weitere folgen. Er zählte die fertigen Mietwohnungen im Haus des Kindergartens sowie des ehemaligen Kassierhauses auf. Aktuell werden soziale Mietwohnungen im Schlackenhaus, anschließend im Gelbhaus errichtet.

Nachdem die Schaffung von Mietwohnungen im Gemeindebereich sehr gut läuft und die Nachfrage nach sozialen Mietwohnungen stark ist, sprachen sich die neun ablehnenden Ratsmitglieder des Beitritts zum Zweckverband für eine Durchführung durch die Gemeinde Bergen aus. oh

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