Radonbelastung prüfen

Westlich des Eichbergs wurde im Ortsteil Winkl durch die jüngsten Starkregenfälle ein Fußweg ausgewaschen und eine kleine Treppe unterspült. Gemeinderat Anton Mayrhofer machte in der jüngsten Gemeinderatssitzung auf das Problem aufmerksam. Foto Müller
+
Westlich des Eichbergs wurde im Ortsteil Winkl durch die jüngsten Starkregenfälle ein Fußweg ausgewaschen und eine kleine Treppe unterspült. Gemeinderat Anton Mayrhofer machte in der jüngsten Gemeinderatssitzung auf das Problem aufmerksam. Foto Müller

Grabenstätt - Die Hochwasserkatastrophe Anfang Juni war unter anderem Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung im Grabenstätter Rathaus.

Anton Mayrhofer (Freie Wähler Grabenstätt) wies darauf hin, dass westlich des Eichbergs im Ortsteil Winkl ein Fußweg ausgewaschen und eine kleine Treppe von den Wassermassen unterspült worden seien. Das müsse nun seiner Meinung nach dringend ausgebessert, erneuert oder sogar abgerissen werden. Das Wasser werde am Berg kanalisiert und schieße den Abhang hinunter. Im oberen Hangbereich müsste man Vorkehrungen treffen, damit dies nicht mehr so leicht passieren könne. Bürgermeister Georg Schützinger merkte an, dass er sich vor Ort bereits ein Bild von der Lage gemacht habe.

Die Mückenbekämpfung am Chiemsee habe leider aufgrund des Jahrhunderthochwassers nicht durchgeführt werden können, bedauerte das Gemeindeoberhaupt. Sollte es im Laufe des Sommers noch einmal zu einer Überschwemmung kommen, werde es die zuständige Firma in den genehmigten Bereichen noch einmal versuchen. Die Verantwortung dafür trage der Abwasser- und Umweltverband Chiemsee (AZV). Bei normalen Verhältnissen koste eine solche Mücken-Bekämpfungsmaßnahme rund um den See etwa 160000 Euro, betonte Schützinger. Die Kosten werden dann anteilig auf die beteiligten Gemeinden umgelegt.

Die von Anita Kohlbeck (SPD) jüngst im Gremium aufgegriffene Thema "Radonbelastung des alten Kindergartengebäudes in Grabenstätt" wurde erneut debattiert. Kohlbeck hatte dazu eine Anfrage beim Gesundheitsamt Traunstein gestellt und diese auch an ihre Gemeinderatskollegen weitergeleitet.

Andreas Danzer (Freie Wähler) wünschte sich, dass der Gemeinderat über alle aktuellen und alten Werte informiert werde.

Kirchenpfleger Maximilian Wimmer (CSU) bedauerte, dass Kohlbeck in dieser Angelegenheit nicht zuerst mit der Kirche als Träger in Verbindung getreten sei.

Wie das Katholische Pfarramt Grabenstätt schriftlich verlauten ließ, werde man das Thema Radon erneut aufgreifen und schnellstmöglich eine weitere wissenschaftliche Messung veranlassen. 2002 seien erstmals PCB- und Radonproben genommen worden. Der Radonwert habe damals über den Durchschnittswerten gelegen. Nach dem veränderten Lüftungsverhalten hätten die halbjährlichen Kontrollmessungen aber "Werte im absoluten Normbereich" ergeben.

Das Straßenbauamt beabsichtige den Radweg am Erlstätter Berg noch heuer zu bauen, beantwortet Schützinger eine Frage von Franz Kreiler (Bürgergruppe Erlstätt). Noch seien aber nicht alle Grundstücksfragen gelöst.

Aus der nicht öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 15. April wurde bekanntgegeben, dass das Büro Markert aus Nürnberg mit der Erstellung einer Standortanalyse für etwaige Solar- und Freiflächen-Fotovoltaik-Anlagen beauftragt worden ist. mmü

Kommentare