Professor Helmut Bielenski neuer Leiter des Grassauer Kunstkreises

Ablösung: Der neue Kunstkreis-Leiter Helmut Bielenski (Mitte) verabschiedet Frank Vogel mit Blumen. Bärbel Straub bleibt weiter als Stellvertreterin aktiv.

Der Agenda 21 Kunstkreis und vor allem Sprecher Frank Vogel hat in den vergangenen 17 Jahre viel für das künstlerische Schaffen, aber auch für die Künstlergemeinschaft getan. Nach 17 Jahren Vorsitz übergab er die Leitung an seinen Nachfolger.

Grassau – Frank Vogel erinnerte an die Anfänge der Agenda 21 Bewegung 2003 in Grassau mit der Bildung etlicher Arbeitskreise. Vogel, hatte damals bereits den Überseer Malkreis gegründet. Allerdings wollte er die Kunstschaffenden in der Heimatgemeinde ebenfalls zusammenbringen und so entstand der Kunstkreis mit 20 Mitgliedern unter seiner Leitung. Zu den Zielen zählten neben der Geselligkeit, die Fortbildung und künstlerische Hilfe. Zudem wurde jedes Jahr eine größere Ausstellung angestrebt. Jede Ausstellung und Veranstaltung des Kunstkreises waren mit erheblichem organisatorischem Arbeitsaufwand verbunden. Seinen besonderen Dank richtete er an seine Stellvertreterin und aktive Mitstreiterin Bärbel Straub, die ihn von Anfang an unterstützte. Ebenfalls dankte er Uta Grabmüller, die ihn während einer längeren Krankheit, vertrat.

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13 Großveranstaltungen organisierte der Kunstkreis in den vergangenen Jahren. Vogel erinnerte an die Grassauer Kunstschmankerl 2004 und an die Grassauer Kunstmeile ein Jahr später. 2006 gab es eine Kunstausstellung in der TI sowie zum ersten Mal „Kunst im Park“. Nach dem großen Erfolg wurde auch 2007 „Kunst im Park“ mit 50 Künstlern und vielen Musikgruppen im Kurpark organisiert. 2008 wurde erneut eine Kunstmeile angeboten.

Ausstellung in Geschäften

Die Künstler stellten dabei ihre Werke in den Schaufenstern der Grassauer Geschäfte aus. 2009 musste „Kunst im Park“ aufgrund des Wetters in den Hefterstadel verlegt werden. 2010 folgte eine Benefiz-Ausstellung für Menschen mit Behinderung und 2011 konnten „Sommerimpressionen“ gezeigt werden. Auch 2012 und damit zum fünften Mal wurde „Kunst im Park“ organisiert und im kommenden Jahr eine Sommerausstellung im Galerieraum der Gemeinde. 2014 gab es dann zum dritten Mal die Kunstmeile und 2015 organisierte der Kunstkreis einen Malwettbewerb anlässlich des Jubiläums 50 Jahre Markt Grassau. Seit 2016 finden nun jedes Jahr Wechselausstellungen der Künstler im Museumscafé statt.

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Die Grußworte von Bürgermeister Stefan Kattari verlas der Kulturbeauftragte Dr. Hans Grabmüller. Der Bürgermeister hob hervor, dass Vogel Jahrzehnte lang als Lehrer an der Grassauer Schule tätig war und vielen jungen Menschen wichtige Impulse auf den Weg gegeben hat. Dies sei aber nur ein Teil seines öffentlichen Wirkens gewesen, denn die wahre Liebe galt der Kunst. Kattari betonte, dass es Vogel verstanden habe, Kunst im öffentlichen Raum sichtbar zu machen und zu organisieren. Das sei keine leichte Aufgabe gewesen.

Kunst im Park und Kunstmeile

Vogel habe als Sprecher des Kunstkreises immer wieder dafür gesorgt, dass Kunstwerke wie auch die Künstler in Grassau öffentlich zur Geltung kommen. Dies gelang mit vielen Ausstellungen – „Kunst im Park“ und „Kunstmeile“, seien sehr beeindruckende Aktionen, so Kattari, von denen sich die Grassauer eine Wiederholung wünschten. Dank und Anerkennung zollte Kattari dem scheidenden Kunstkreissprecher. Kattari wünschte Professor Bielenski viel Freude in seinem neuen Amt.

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Helmut Bielenski betonte, dass er kein Künstler, sondern nur ein Architekt sei, der gut zeichnen könne. Seine Arbeit mit den Studenten habe ihm gezeigt, dass der Umgang mit Farbe und Zeichenstift viel Spaß bereite. Er möchte mehr Jugend in den Kunstkreis hineinbringen. „Nutzt die Hand, lernt das Zeichnen“, empfahl Bielenski den jungen Leuten, die meist nur mehr auf ihrem Handy wischen würden. Früher mussten auch Handwerker gut zeichnen können, um sich mitzuteilen, erklärte er.

Reiseskizzen im Museumscafé

Der Traum eines jeden Künstlers sei ein kreativer Raum. Er erklärte, dass die Gemeinde den Mittelbau auf dem Katekgelände gekauft habe. Das große Gebäude mit vier Geschossen were im Sommer frei. Er möchte sich bemühen, dass hier Raum für den Kunstkreis geschaffen werde und ein Platz, der der bildenden Kunst offenstehe. Das Industriegebäude habe Charme und Potenzial, sagte Bielenski. Den künstlerischen Einstand gibt Helmut Bielenski mit seiner Ausstellung „Reiseskizzen“ im Museumscafé Klaushäusl, ab 4. Juli. Die kleine Ausstellung ist dann während der Öffnungszeiten des Cafés zu besichtigen. tb

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