Probleme bei Regenwasser und Gehsteig

Bernau – Einen Bauantrag an der Hauptstraße haben die Bernauer Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung in der Mehrzweckhalle (coronabedingt war das Gremium dorthin ausgewichen) abgelehnt.

Auch wenn mehrfach betont wurde, dass mehr Wohnraum nötig sei, so zeigten sich die Gemeinderäte doch konsequent in ihrer Haltung, wenn es um die konkreten Bauanträge ging, die vom Vorbescheid abwichen. In einem Fall ging es um die Errichtung von zwei Einfamilienhäusern an der Aschauer Straße.

Der Vorbescheid, datierend vom November 2018, sah eine massive Geländeauffüllung mit entsprechend hoher Stützmauern vor, während der Bauantrag nun ein Hanghaus ohne so weitreichende Geländeveränderungen zeigt. Der Architekt Helmut Schindler erklärte dem Gremium das Warum.

So solle einerseits die Zufahrt nicht mehr auf die Hauptstraße, sondern in den Seitenweg erfolgen und andererseits müsse die geplante Tiefgarage aufgrund des natürlichen Gefälles und der zu erwartenden Regenfälle ein gewisses Niveau haben. Ein Gegeneinwand aus den Reihen des Gremiums war die Beibehaltung des Gehsteigs, ein weiterer war die Forderung, die Stützmauern statt aus Beton aus Natursteinen zu errichten und zu begrünen. Dies sei beabsichtigt, so der Architekt. Anderen Räten wiederum war das zur Hauptstraße ausgerichtete Vorderhaus zu hoch und zu schmal. Ihm gefalle das nicht direkt an der Ortseinfahrt, so Gemeinderat Peter Pertl (CSU).

Philipp Bernhofer (Bernauer Liste, BL) äußerte sich drastischer: „Eine Katastrophe für den Ort.“ Severin Ohlert (Grüne) schlug vor, die Stützmauer weiter in das Grundstück zu schieben. Bürgermeisterin Irene Biebl- Daiber (CSU) schloss sich dieser Ansicht an und ergänzte den Vorschlag damit, dass man die Mauer auch auf zwei unterschiedlich hohe Ebenen bauen könnte. Die vielen Einwände sollen in einem neuen Antrag berücksichtigt werden, so die einhellige Meinung im Gremium. Der Bauantrag wurde daraufhin zurückgesetzt. elk

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