Priens neuer Energiereferent Leonhard Hinterholzer will im Verkehr die Weichen stellen

Priens neuer Energiereferent Leonhard Hinterholzer.
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Priens neuer Energiereferent Leonhard Hinterholzer.

Den Energieverbrauch der Marktgemeinde Prien zu reduzieren und den Einsatz erneuerbarer Energien zu fördern – das sieht Leonhard Hinterholzer (Grüne) als primäre Aufgaben für sein Amt als Energie- und Klimaschutzreferent. Der neue Marktgemeinderat hatte ihn als Nachfolger von Michael Schlosser (ÜWG) in diese Funktion gewählt.

Prien– Hinterholzer führt mit 56 Jahren den eigenen Betrieb „Chiemsee Solar“ in Weisham . Der Elektromeister ist seit 26 Jahren selbstständig. Bevor der zweifache Vater nach Prien zog, war er in Bernau von 2014 bis 2017 Gemeinderat. Dem Kreistag von Rosenheim gehört er seit zwölf Jahren an. Er ist Vorsitzender beim Förderverein der Realschule Prien und in zahlreichen Vereinen in Bernau und Prien Mitglied.

Welche Ideen und Pläne hat der neue Energie- und Klimaschutzreferent?

Leonhard Hinterholzer: Konkrete Maßnahmen zur Energieeinsparung und für Erneuerbare Energien zusammen mit dem Netzwerk Rosenheim-Traunstein erarbeiten und umsetzen und das 2014 erarbeitete Klimaschutzkonzept umsetzen, soweit es noch aktuell ist.

Die Frage der Energieversorgung ist eng verzahnt mit vielen anderen Themen wie Verkehrsplanung, Bauleitplanung, Regionalvermarktung und nicht zuletzt mit der Finanzierung.

Welche aktuellen Aufgaben gibt es zum Thema Energie?

Hinterholzer:Es gibt ein neues privates Nahwärmenetz der Zimmerei Stocker mit Ausbaupotenzial. Es ist in Prien noch ein weiteres Nahwärmenetz mit Hackschnitzeln geplant. Dabei kann die Gemeinde, wo es sinnvoll ist, unterstützen.

Die älteren Photovoltaikanlagen auf kommunalen Dächern, die von Bürgern errichtet wurden, sollte die Gemeinde übernehmen und weitere bauen“.

Welche Aufgaben gibt es zum Thema Klimaschutz?

Hinterholzer: Ein wichtiges Thema in Prien wird der Verkehr sein. Hier gilt es die Weichen zu stellen zu einem umweltfreundlicheren Verkehrssystem, das alle Bürger nutzen können. Mehr öffentlicher Nahverkehr und gute Radwege sind dabei ebenso wichtig wie die Förderung der E-Mobilität durch mehr moderne E-Tankstellen.

Wo sind nach den Ablehnungen von kommunalen Nahwärmenetzen bei Bürgerbegehren noch Synergieeffekte zum Thema Energie?

Hinterholzer: Neue, umweltfreundliche Konzepte sind inzwischen oft auch wirtschaftlich rentabel. So werden wir natürlich auch das Energiekonzept des Prienavera unter die Lupe nehmen und prüfen, ob durch neue Technik noch Energie eingespart werden kann. Dabei werde ich großen Wert auf Transparenz und Bürgerbeteiligung legen. Interview: Anton Hötrzelsperger

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