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Priens erster „Green Shop“ eröffnet

Das Sortiment ist noch überschaubar, soll aber je nach Nachfrage der Schüler erweitert werden.

Prien – Die Geodreiecke sind aus Biokunststoff und kosten nur 90 Cent, die DIN- A4-Hefte sind aus recyceltem Papier und für 60 Cent pro Stück zu haben.

Priens jüngster „Laden“ ist günstig und führt nur umweltfreundliche Artikel im kleinen Sortiment. Der „Green Shop“ in der Aula des Ludwig-Thoma-Gymnasiums öffnet zweimal pro Woche in der großen Pause.

Geboren wurde die Geschäftsidee in einem P- (Projekt-) Seminar von Oberstufenschülern. Sie hatten unter dem Slogan „LTG goes green“ Ideen für umweltfreundliche Aktionen entwickelt. Einer der Vorschläge war ein „Shop“ von Schülern für Schüler. Das ist keine LTG-Erfindung. Einen solchen „grünen“ Schulladen gibt es zum Beispiel schon am Annette-Kolb-Gymnasium (AKG) in Traunstein.

Ein Jahr hat es gedauert, bis nun die LTG-Umwelt-AG (steht in diesem Fall für Arbeitsgruppe) unter Leitung der beiden Lehrer Kristina Reicheneder und Nikolaus Vogel die Idee in die Tat umgesetzt hat. Die Einweihung des „Green Shops“, dessen Verkaufstheke passend in dezentem Hellgrün gehalten ist, geriet jetzt zu einem kleinen Event. Mehrere 100 Kinder und Jugendliche aus der Schulfamilie versammelten sich in der Aula, wo die Bigband musikalisch auf den feierlichen Moment hinleitete.

Matthias Hoff, Sprecher der 15-köpfigen Umwelt-AG, warb für umweltfreundliches Verhalten im Allgemeinen. Er forderte die Gymnasiasten auf, bei schönem Wetter auch mal mit dem Radl in die Schule zu fahren oder nach dem Laden des Smartphones das Ladekabel nicht aus Bequemlichkeit in der Steckdose zu lassen, damit es nicht unnötig Strom verbraucht.

Mit Blick auf das noch überschaubare Sortiment des „Green Shops“ verwies er darauf, dass auch Greta Thunberg mal klein angefangen habe. Die junge Schwedin ist die „Erfinderin“ der „Fridays for Future“-Bewegung, der sich immer mehr demonstrierende Schüler in immer mehr Ländern angeschlossen haben. „Wenn die Politik trotz des Drängens der Menschen nicht mit den großen Veränderungen beginnt, fangen wir eben mit den kleinen Umweltproblemen an“, sagte Hoff.

Kaum war die Eröffnungsrede verklungen, standen die ersten Kunden schon Schlange am „Green Shop“. Hefte, Stifte und andere Unterrichtsutensilien gibt es zum Einkaufspreis, Gewinn wollen die Umwelt-Unternehmer nicht machen. Ihre Waren beziehen sie von zwei Versandhändlern, die sich auf umweltfreundliche Artikel spezialisiert haben.

Jeden Mittwoch und Donnerstag werden nun Schüler der Umwelt-AG im Wechsel in der großen Pause hinter der Ladentheke stehen. Um das Geschäft zur Neueröffnung anzukurbeln, gibt es als Eröffnungsangebot die blaue LTG-Trinkflasche zum Sonderpreis. Die gibt es normalerweise für Fünftklässler in einem Begrüßungspaket zum Start am LTG.

Service wird auch groß geschrieben im „Green Shop“, der Umwelt zuliebe. „Schluss mit überflüssigem Müll durch leere Tintenpatronen“ steht am Aushang. Für zehn oder 15 Cent können Schüler ihre leeren Patronen dort wieder mit Markentinte auffüllen lassen.

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