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ARTENSCHUTZPROJEKT

Priener Sportfischer fördern Erhalt der heimischen Äsche

Mitglieder des Priener Sporfischervereins versuchen zusammen mit dem Landesfischereiverband Bayern, die Äschenpopulation im Mühlbach wieder aufzubauen.
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Mitglieder des Priener Sporfischervereins versuchen zusammen mit dem Landesfischereiverband Bayern, die Äschenpopulation im Mühlbach wieder aufzubauen.

In Zusammenarbeit mit dem Landesfischereiverband Bayern bebrüten die Priener Sportfischer rund 70.000 Eier der bedrohten Äsche. Ziel des Artenschutzprojektes ist es, einen langfristigen Bestand der Fischart aufzubauen und zu erhalten.

Prien – Durch Aussterben ist die Äschenpopulation in den bayerischen Flüssen und Bächen stark bedroht. Gewässerverschmutzung, Stauwehre, Flussbegradigungen und Verlust der Laichplätze führen zur ständigen Reduzierung der Bestände, weshalb Äschen auf der Roten Liste stehen. In den heimischen Gewässern, wie dem Mühlbach, gibt es nur noch geringe Restbestände.

Die Äsche liebt klares, kaltes und sauerstoffreiches Wasser. Sie gehört, ebenso wie die Forelle, zu den Salmoniden. Ihren Laich legt sie im Frühjahr in Laichgruben ab, die sie vorher auf seichten Kiesbänken mit ihren Flossen ausgeputzt hat. Die Fischeier sind eine begehrte Nahrung für die übrigen Fischarten.

Mühlbach elektrisch befischt

Im Priener Mühlbach ist die Äsche, auch aufgrund des großen Fressdruckes durch Kormorane und Reiher, und neuerdings auch durch den Fischotter, fast ausgestorben. Der Sportfischerverein Prien hat sich deshalb den Erhalt dieses Fisches zur Aufgabe gemacht und ein Programm zur Arterhaltung entwickelt, das mit Mitteln des Landesfischereiverbandes Bayern gefördert wird. Ziel des Artenschutzprojektes ist der langfristige Aufbau und Erhalt eines dauerhaften Bestandes dieser bedrohten heimischen Fischart.

Am Mittwoch wurde der Mühlbach mithilfe des Fischzuchtbetriebes Mauka, ein Zuchtbetrieb des Landesfischereiverbandes Bayern, elektrisch befischt. Fachlich begleitet wurde die Aktion von Andreas Haas, Mitarbeiter der Fischereifachberatung Oberbayern. Es konnten zehn laichfähige weibliche und fünf männliche Äschen entnommen werden.

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Die Elektrobefischung ist eine schmerzlose und schonende Methode um Fische zu betäuben und dem Wasser zu entnehmen. Sie ist für den Fisch völlig harmlos. Die nur kurzfristig vom Strom betäubten Fische kamen dann in die Satzfischzucht des Landesfischereiverbandes Bayern nach Eching bei München. Dort wurde der Laich der Weibchen abgestreift und von den männlichen Äschen befruchtet. Bei zehn Weibchen, die zusammen rund 70.000 Eier legen, ist mit einem guten Erfolg zu rechnen.

Die Elterntiere werden wieder zurückgebracht und im Mühlbach ausgesetzt. In speziellen Brutkästen der Fischaufzucht werden die Fischeier rund drei Wochen in frischem Wasser bis zum Schlüpfen bebrütet. Nach einem Jahr, wenn die Fischlein eine Größe von etwa 10 Zentimetern erreicht haben, können sie wieder ausgesetzt werden. (re)

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