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Neue Fahne

Priener Gebirgsschützen feiern 60. Wiedergründung

Die Fahnenweihe der neuen Fahne (links) durch Kompaniepfarrer Josef Steindlmüller.
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Die Fahnenweihe der neuen Fahne (links) durch Kompaniepfarrer Josef Steindlmüller.
  • Anton Hötzelsperger
    VonAnton Hötzelsperger
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Bei der 800-Jahr-Feier von Prien im Jahr 1958 kam es zur Anregung, in der Marktgemeinde doch wieder eine Wiedergründung der Gebirgsschützenkompanie anzustreben. Drei Jahre später war es dann so weit und so hätte es – wäre nicht Corona gewesen – im Vorjahr das 60-jährige Jubiläum der Wiedergründung gegeben.

Prien – Dieses Fest wurde nunmehr zusammen mit dem Bund der Bayerischen Gebirgsschützen, mit dem Bataillon Inn-Chiemgau, mit Freundschaftsvereinen aus der Oberpfalz und aus Südtirol, mit der Gemeinde Prien und mit den Priener Ortsvereinen feierlich nachgeholt. Immerhin ist die GSK Prien der älteste Priener Verein gemäß der ersten urkundlichen Erwähnung, die bis auf das Jahr 1552 zurückgeht.

Großer Festgottesdienst

Zentrale Kernpunkte des nachgeholten Wiedergründungs-Jubiläums waren ein Festgottesdienst in der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ und eine Festversammlung im Trachtenheim von Prien. Beim Gottesdienst mit Orgelmusik durch Kirchenmusiker i.R. Rainer Schütz sagte Olchings Pfarrer Josef Steindlmüller, der vor gut zehn Jahren das Ehrenamt des Kompaniepfarrers der GSK Prien von Monsignore Konrad Huber übernahm zu Beginn: „Die Wiedergründung geht zurück auf die eigenen Wurzeln und auf viele Überlieferungen, um das Bewusstsein für die Zukunftsgestaltung zu schärfen. Auch die österliche Zeit festigt unsere Wurzeln in Erinnerung an die eigene Taufe“. In seiner Predigt dankte er allen Fahnen- und Standarten-Abordnungen für das farbige Bild und er verwies auf das auf dem Altar dargestellte Bild des Auferstandenen Jesus, der in seinen Händen eine Fahne als Zeichen für den Sieg durch Gewaltlosigkeit und für den Frieden zeigt.

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Wie sehr Gebirgsschützen untereinander verbunden und wie stark die Priener Kompanie über die eigenen Landkreisgrenzen hinweg mit Gleichgesinnten befreundet ist, zeigte die Festversammlung im Trachtenheim von Prien, zu der Priens Hauptmann Rudi Holthausen die Begrüßung zahlreicher Ehrengäste vornehmen konnte.

Ein opulentes Bild bot sich den zahlreichenden Teilnehmern beim Gottesdienst .Berger

Priens Erster Bürgermeister Andreas Friedrich, erstmals in vollständiger Gebirgsschützen-Montur auftretend, sagte eingangs ein Danke an seinen Vorgänger Jürgen Seifert, der seine Verbundenheit zu den Priener Gebirgsschützen zum Ausdruck brachte, indem er eigens aus seiner fränkischen Heimat zum Gottesdienst anreiste.

„Was wären Priener Festtage ohne die Beteiligung der Priener Gebirgsschützen? Sie wären farbloser und leerer!“ – mit dieser Feststellung bat der Bürgermeister, auch fortan und trotz der widrigen zeitgemäßen Umstände um Nachwuchs und um Pflege der christlichen Werte bemüht zu sein“.

Über Grenzen hinweg

Oberleutnant Sepp Kirner hielt in seinem Festvortrag fest, dass 1963 die alte Fahne geweiht wurde und dass diese seither unter anderem in Nord-, Ost-, Süd- und Welsch-Tirol sowie in Berlin, Wien, Rom oder Graulhet Prien und den Chiemgau sowie deren Geschichte präsentiert hat. Dazu ergänzte er als wichtigste Botschaft von Kompanie und Fahne: „Es gilt, die Heimat zu bewahren, Sitten und Gebräuche zu pflegen, die Tugend der Wehrhaftigkeit zu erhalten und unseren christlichen Glauben, der der wichtigste Grundpfeiler unserer Heimat ist, an unsere Nachfahren weiterzugeben.“

Günter Czastitz als Hauptmann der Waldmünchner überbrachte zur Festigung der Freundschaft ein Glas-Präsent aus seiner glasproduzierenden Heimat. Christian Egger, Hauptmann der Kompanie Obermais bei Meran in Südtirol übereichte zusammen mit Christian Plattner ein Uhr-Geschenk mit der Bitte: „Nehmt Euch Zeit für unsere Freundschaft“. Diese Südtiroler-Chiemseer Freundschaft wurde begonnen, als die Obermaiser 2011 beim 50. Wiedergründungsfest der Priener Gebirgsschützen und beim damaligen Bataillonsfest der Bayerischen Gebirgsschützen in Prien erstmals zu Gast waren.

Kompaniepfarrer Josef Steindlmüller, der in seiner Predigt die Gebirgsschützen lobte, will auch fortan bei Maiandachten oder besonderen Festlichkeiten mit den Gebirgsschützen in Kontakt bleiben, dazu sagte er: „Halten wir die Fahnen und den schönen Glauben hoch im Sinne einer wohltuenden Gemeinschaft“.

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