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Neue Filmkomödie

Priener Filmemacher zu neuem Kinostreifen: „Reichlich Stoff zur Identifikation – nicht nur in Bayern“

Bei den Dreharbeiten zu „Wer gräbt den Bestatter ein?“, die sich unter anderem in Prien abspielten (von links): Die Schauspieler Angelika Sedlmeier, David Zimmerschied, Johanna Singer und Tom Kreß.
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Bei den Dreharbeiten zu „Wer gräbt den Bestatter ein?“, die sich unter anderem in Prien abspielten (von links): Die Schauspieler Angelika Sedlmeier, David Zimmerschied, Johanna Singer und Tom Kreß.
  • Elisabeth Sennhenn
    VonElisabeth Sennhenn
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Prien – Achtung, Kamera! Wer dieser Tage in der Seestraße ein Filmteam sieht, bekommt einen Einblick in Szenen der nächsten bayerischen Filmkomödie „Wer gräbt den Bestatter ein?“ mit namhaften Schauspielern und jungen Talenten, aus der Hand der Priener Filmemacher Tanja und Andreas Schmidbauer. Die Geschwister erzählen der Chiemgau-Zeitung von ihrem neuesten Projekt und wie sie auf die Idee dazu kamen.

Ein Bestatter soll beerdigt werden, und das auch noch von völlig überraschend, von fachfremden Menschen und vor dem Hintergrund eines absurden Wettlaufs... wie kommt man auf diesen Stoff?

Tanja Schmidbauer: Nach unseren Filmen „Hinterdupfing“ und „Austreten“ hat es eine Weile gedauert, bis wir auf einen neuen Filmstoff gekommen sind. Fest stand, dass wir uns gerne Berufsgruppen widmen möchten, die in der aktuellen Film- und Fernsehlandschaft nur wenig Beachtung finden. Dort sieht man meist Anwälte, Krankenschwestern, Polizisten… uns interessierten eher Bestatter oder die Müllabfuhr und so sind es nun ein Gärtner, eine Müllfahrerin und ein Klempner, die sich kurzerhand mit der Aufgabe eines Bestatters befassen müssen als ihr Kumpel aus der Schafkopf-Runde, der Bestatter Beerdegen unerwartet verstirbt.

Wie kam es zur Drehort-Auswahl in Prien, ausgerechnet in der Seestraße?

Schmidbauer: Dort befindet sich die ehemalige Druckerei Eisenkolb und ein Wohnhaus, welche uns netterweise von Immobilien Stephan für die Dreharbeiten zur Verfügung gestellt wurden. In diesem Leerstand konnte unser Szenenbild-Team ein Wohnhaus für die Familie unseres Protagonisten Gert Ganterer neu einrichten und das Bestattungsunternehmen unseres Bestatters Bartl Beerdegen. Hier wird noch bis Ende der Woche gedreht.

Und dann...

Schmidbauer: ...ziehen wir weiter nach Velden, Mörnsheim, Münnerstadt, Hörlkofen und Fünfstetten. Im Oktober drehen wir noch einmal in Prien. Und zwar an einer Landstraße in Richtung Griebling, danach geht es weiter im Chiemseesaal.

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Es war noch nie leicht, sich im Filmgeschäft durchzusetzen, heute durch das Internet noch weniger. Was war für Sie ausschlaggebend, sich dennoch in dieses Metier zu begeben?

Schmidbauer: Wir haben schon in der frühen Kindheit angefangen, im Freundeskreis Filme zu drehen. Damals wollten wir die großen Filme nachahmen, die wir selbst gerne schauten: Herr der Ringe, Fluch der Karibik, Troja, … Später sind wir auf den Gedanken gekommen, Filme aus den eigenen Reihen zu erzählen – wie „Hinterdupfing“, der 2014 im Kino zusehen war oder früher, 2010, „Herrschaft Zeit’n“, den wir auf DVD ausgewertet haben. Filme vom Land fürs Land eben.

Also stand früh fest, bayerische Komödien zu drehen?

Schmidbauer: Für uns war es weniger eine Überlegung, uns einem Genre zu widmen, das aktuell boomt. Als wir mit bayerischen Komödien begonnen haben, hatte gerade erst kurz zuvor „Wer früher stirbt, ist länger tot“ von Regisseur Marcus H. Rosenmüller dieses Genre wieder belebt. Vielmehr hatten wir den Wunsch nach Filmen, die authentisch sind und aus dem Leben erzählt werden. Vermutlich ist es auch genau das, was beim Zuschauer ankommt.

Der bayerische Film kommt inzwischen überall gut an, hat selbst im Norden viele Fans. Wie erklären Sie sich das?

Schmidbauer: Im Fall von „Wer gräbt den Bestatter ein?“ versuchen wir, über das bayerische Publikum hinaus eine breite Zielgruppe deutschlandweit zu erreichen. Der Film ist in einem bayerischen Setting angesiedelt, dennoch könnte er überall spielen – in jeder kleinen Gemeinde, in Bayern, Hessen oder einem Dorf außerhalb Deutschlands. Der Dialekt wäre dann ein anderer, aber das Zwischenmenschliche oder die Probleme unserer Protagonisten finden sich an jedem Ort und bieten auch außerhalb Bayerns reichlich Stoff zur Identifikation.

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