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Verdiente Auszeichnung:

„Mit Leib und Seele Feuerwehrler“: Kreisbrandmeister Stefan Pfliegl jetzt Ehrenkommandant der Feuerwehr Prien

Ehrungen bei der Feuerwehr Prien: Kommandant Samuel Witt (links) und Bürgermeister Andreas Friedrich (rechts) überreichten Urkunden an Ehrenkommandant Stefan Pfliegl (Zweiter von rechts) und Ehren-Oberlöschmeister Hans-Peter Stephan.
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Ehrungen bei der Feuerwehr Prien: Kommandant Samuel Witt (links) und Bürgermeister Andreas Friedrich (rechts) überreichten Urkunden an Ehrenkommandant Stefan Pfliegl (Zweiter von rechts) und Ehren-Oberlöschmeister Hans-Peter Stephan.

19 Jahre Kommandant der Feuerwehr Prien: Kreisbrandmeister Stefan Pfliegl ist jetzt zum Ehrenkommandanten der Feuerwehr Prien ernannt worden. Was Pfliegl auszeichnet: „Die Feuerwehr ist Teil seiner Lebenswelt.“

VON PETRA WAGNER

Prien – Der langjährige frühere Kommandant der Priener Feuerwehr, Stefan Pfliegl, ist in der Jahresversammlung des Vereins in der Fahrzeughalle zum Ehrenkommandanten ernannt worden. „Die Feuerwehr ist Teil seiner Lebenswelt“, sagte Feuerwehrkamerad Walter Freitag in seiner Laudatio auf den 51-Jährigen.

Stefan Pfliegl war laut Freitag 1986 im Alter von 16 Jahren zur Priener Feuerwehr gestoßen. In der Folgezeit habe er unzählige Lehrgänge absolviert und alle Führerscheine erworben. Von 2000 bis 2002 sei er Zweiter Kommandant, dann 17 Jahre lang, von 2002 bis 2019, Erster Kommandant gewesen. „Dabei hat Stefan Pfliegl der Feuerwehr mit seinem überaus großen Engagement zu vielen Neuerungen verholfen.“

Rund 4000 Einsätze gefahren

Auch Bürgermeister Andreas Friedrich, kraft seines Amtes oberster Dienstherr der Priener Feuerwehr, würdigte die Leistungen Pfliegls. „Dies ist ein besonderer Moment auch für mich, denn die Ehrung eines solchen Feuerwehr-Lebenslaufs werden wir so schnell nicht wieder haben.“ Als Geschenke bekam der neue Ehrenkommandant neben der Urkunde auch die „Ehrenaxt“ sowie einen Gutschein für ein „Winter-Drifttraining“ bei einem bayerischen Autohersteller.

185 Einsätze im Jahr 2021

Die Ehrung bewege ihn sehr, gestand Pfliegl. 19 Jahre lang Kommandant einer Truppe zu sein, lasse erahnen, „wie sehr ich an diesem Laden hänge – mit Leib und Seele“. Er habe in dieser Zeit rund 4000 Einsätze gefahren, zudem drei Bürgermeister und einige Vorstandsmitglieder „aufgearbeitet“, sagte Pfliegl schmunzelnd.

Großes Lob fand er für seine „rechte Hand“ Stefan Kollmannsberger, der ihm stets zur Seite gestanden habe. Es sei für ihn eine Ehre gewesen und habe ihm auch Spaß gemacht, für die Priener Feuerwehr immer bereit zu stehen. „Haltet zusammen, wir brauchen jeden von euch“, appellierte er abschließend an seine Kameraden.

In seinem Einsatzbericht für 2021 verwies Erster Kommandant Samuel Witt auf 185 Einsätze, darunter 109 Hilfeleistungen, 35 Fehlalarme, 26 Brände und neun Rettungsdienste; dazu kamen 95 Übungen.

Feuerwehrler leisteten 6104 Einsatzstunden

Insgesamt hätten die Feuerwehrler 6104 Stunden geleistet, bilanzierte Witt in seinem Bericht.

Zu den spektakulärsten Einsätzen zähle der Verkehrsunfall eines Lkw, der in einen Bach gerutscht war, der Brand eines Bauernhofs in Atzing, bei dem die Bewohner großes Glück gehabt hätten, der Brand einer landwirtschaftlichen Maschine, dessen Rauchwolken weithin sichtbar gewesen seien, der Brand eines Wohnhauses, die Wasserrettung am Schlosskanal, die nicht glimpflich ausgegangen sei, zwei Unwetter-Einsätze sowie ein Lkw-Unfall, bei dem der Fahrer schwerverletzt aus dem völlig zerstörten Fahrerhaus herausgezogen werden musste.

Zudem hätten sie einen Brand bei McDonalds gelöscht und verhindert, dass das Feuer auf das Haupthaus übergegangen sei.

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Alarmiert worden sei die Feuerwehr auch bei einem Gasaustritt in einem Lokal in der Seestraße, den der Inhaber aufgrund einer unsachgemäßen Nutzung seines Notstrom-Aggregats gleich zweimal selbst verschuldet hatte. Beim ersten Mal habe er aufgrund der CO2-Entwicklung mit Betreten des Kellers das Bewusstsein verloren. Durch das beherzte Eingreifen von Freunden, die ihn unter Einsatz ihres Lebens herausgeholt hätten, sei er gerettet worden. „Dennoch wiederholte der Mann tags darauf die fehlerhafte Nutzung, was uns zum erneuten Einsatz zwang“, so der Kommandant. Dieses Mal habe die Polizei das Aggregat aber sichergestellt.

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Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Bodo Sagebiel erklärte in seinem Jahresbericht unter anderem, dass der Verein derzeit 238 Mitglieder zähle, davon 105 mit 13 Frauen im aktiven Dienst, 17 gehörten zur Jugendfeuerwehr. Veranstaltungen seien 2021 eher spärlich gewesen. Neben drei Hochzeiten, mehreren Geburten sei eine Spende der Sparkasse für die Jugend zu nennen. Zudem sei eine Delegation in das Unwetter-Gebiet im Ahrtal gefahren.

Auch langjährige Mitglieder geehrt

Geehrt wurden neben Stefan Pfliegl auch langjährige Mitglieder: Hans-Peter Stephan für 47 Dienstjahre – er wurde zum Ehren-Oberlöschmeister ernannt; Manfred Heller sowie die abwesenden Andreas Bodler und Daniel Witt für 40 Jahre; Hans Wöhrer, Peter Fischer und Johannes Dreikorn für 30 Jahre; Florian Fischer sowie die abwesenden Florian Wunderle und Klaus Opperer für 25 Jahre. Ebenso wurden Sebastian Lederer, Georg Lindenmayer und Thomas Fischer für 20 Jahre und Mitgliedschaft ausgezeichnet.

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