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EINZELHANDEL IN DER PANDEMIE

Priener Einzelhändler sind im Netz solidarisch: „Alle sitzen in einem Boot“

30 Minuten Zeit, um neue Schuhe zu kaufen hat Kundin Regina Schedlbauer (links) bei Schuh Huber in Prien. Rechts Inhaberin Isabel Huber, die zufrieden mit der ersten Resonanz auf das Konzept „Click & Meet“ ist.
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30 Minuten Zeit, um neue Schuhe zu kaufen hat Kundin Regina Schedlbauer (links) bei Schuh Huber in Prien. Rechts Inhaberin Isabel Huber, die zufrieden mit der ersten Resonanz auf das Konzept „Click & Meet“ ist.
  • Elisabeth Sennhenn
    VonElisabeth Sennhenn
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Andrea Hübner von der Prien Marketing GmbH hat sich mit ihrem Team eine neue Kampagne ausgedacht, um Priener Einzelhändler in dieser Teil-Lockdwon-Phase zu unterstützen. Soziale Medien spielen dabei eine Rolle. Doch nicht alle Händler machen mit, und das hat unterschiedliche Gründe.

Prien – Nur eingeschränkt darf der Priener Einzelhandel diese Woche öffnen – schuld daran ist der hohe Inzidenz-Wert in der Region. Für die Priener Einzelhändler gilt daher: Sie müssen feste Einkaufstermine für Kunden vergeben. „Die Pandemie bedroht mittlerweile die Existenz vieler Betriebe“, sagt Andrea Hübner, Geschäftsführerin der Prien Marketing GmbH(PriMa). „Das Angebot „Click & Meet“ bietet Geschäftsinhabern eine kleine Alternative im Lockdown.“ Denn zuletzt konnten Priener Unternehmer ausschließlich Abhol- und Lieferservices sowie „Click & Collect“ anbieten. Laut dem Gewerbeverbund PrienPartner haben Kunden gut darauf reagiert und das Angebot angenommen.

Unterstützung inden sozialen Medien

Jetzt will die PriMa den örtlichen Handel noch mehr online unterstützen: So startete in dieser Woche die Kampagne „Prien zieht an!“: Bei der Aktion wird dem Priener Einzelhandel eine Präsentationsmöglichkeit auf den Social-Media-Kanälen sowie auf der Webseite der PriMa geboten: Auf Facebook, Instagram, Youtube und neuerdings auch Pinterest findet man die Beiträge und Postings unter „Prien am Chiemsee“. Darüber hinaus sind weitere flankierende Maßnahmen wie eine Online-Modenschau, Videos über Frühlings-Angebote und Trends aus den verschiedensten Branchen angedacht.

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Mit neuen Produkten beschäftigt

Was Hübner positiv auffällt: „Man konnte im Netz in jüngster Zeit eine große Solidarität untereinander beobachten. Etwa durch gegenseitige Verlinkungen.“ Da zeige sich dann, dass doch alle in einem Boot sitzen. Man hofft, mit der aktuellen Aktion so viele Händler wie möglich mitnehmen zu können. Nicht bei allen ist das der Fall, wie es das Beispiel der alteingesessenen Parfümerie Gietl zeigt: Inhaberin Beatrix Dreier hat unmittelbar nach Aufhebung des radikalen Lockdowns alle Hände voll zu tun und „kaum Zeit“ für weitere Aktionen: „Wir sind gerade vollauf damit beschäftigt, viele neue Produkte in unser Sortiment zu integrieren.“ Ähnlich geht es auch Isabel Huber vom Schuhgeschäft Huber: Seit Montag praktiziert das Geschäft „Click & Meet“, also Ware online aussuchen und im Geschäft anprobieren mit einem festen Termin: „Bei uns bekommt der Kunde 30 Minuten dafür“, erklärt Huber, die Nachfrage sei gut, aber das Konzept für die meisten auch erklärungsbedürftig. Bei „Prien zieht an“ macht das Schuhgeschäft nicht mit.

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„So wenig Leerstand wie selten zuvor“

„Andere dagegen, wie Sabine Neumüller, Inhaberin der „Trachtentruhe“, haben sich einzelne Aktionen herausgesucht, an denen sie mitmachen, in diesem Fall bei einem Video.

Auf Nachfrage sagt Hübner, ihr sei keine Geschäftsaufgabe wegen Corona bekannt: „Wir haben sogar derzeit so wenig Leerstand wie nie.“ Deutlich werde dies gerade bei der Vorbereitung der Aktion „KunstZeit“: Kuratorin Inge Fricke nutze für die Präsentation von Werken Priener Künstler gern leere Ladengeschäfte, „aber im Moment gibt es nur zwei solcher Läden, und die hatten schon vor Corona keinen Pächter mehr.“

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