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Ausstellung und Katalog zum 70. Todestag

Priener ehren Paul Roloff im Heimatmuseum

  • Anton Hötzelsperger
    VonAnton Hötzelsperger
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Seine Wege führten ihn von Sachsen-Anhalt über München, Karlsruhe und Norwegen, bis er sich vor genau 100 Jahren in Prien am Chiemsee niederließ, wo er bis zu seinem Tod lebte. Damals erwarb er in der Harrasser Straße ein Haus. Er bereicherte die Marktgemeinde fortan mit seinem reichen Schaffen und war Mitbegründer der Vereinigung „Welle“.

Prien – Das Priener Heimatmuseum ehrt den Künstler Paul Roloff zu dessen 70. Todestag mit einer Sonderausstellung und mit einem über 50 Seiten starken und reich bebilderten Katalog. Vorgestellt wurde dieser im Rahmen einer kleinen Feier im ersten Stock des Heimatmuseums durch Bürgermeister Andreas Friedrich im Beisein der Priener Kulturreferentin Carina Dingler.

Eine kurze Einführung zu „Roloff in Prien“ erfolgte von Dr. Elisabeth Waldmann, Enkelin von Paul Roloff. Sie erzählte Anekdoten und wies darauf hin, dass die Familie Roloff vor genau 100 Jahren das Haus an der Harrasser Straße erworben hatte.

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„Bilder braucht in dieser Zeit keiner…“, mit diesen Worten, so Bürgermeister Friedrich in seinem Vorwort, umschrieb der Maler Paul Roloff um das Jahr 1920 die Zeitumstände für seine Kunst. Es sei die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg gewesen, die von vielen sozialen Veränderungen und einem gesellschaftlichten Umbruch geprägt war.

1921 hätten insbesondere Roloff und der Priener Maler Bernhard Klinckerfuß die Gründung der Freien Vereinigung Chiemgauer Künstler mit dem Namen „Welle„ vorangetrieben. Zwölf Jahre lang habe sie auf den Schären in Prien-Stock im eigenen Ausstellungspavillon Kunstausstellungen durchgeführt.

Die Bedeutung des Künstlers für Prien bezeichnete Museumsleiter Karl J. Aß wie folgt: „Der Landschafter und Porträtist Paul Roloff, der seit 1921 in Prien ansässig war, gehört mit Sicherheit zu den herausragenden Vertretern unserer Künstlerlandschaft Chiemsee und reiht sich damit ein in die Reihe der Priener Künstler, denen unsere Heimat ihre Stellung in der bayerischen Kunstgeschichte verdankt.“

Ein Stück Priener Geschichte

Der Name Paul Roloff sei mit dem Chiemsee und Prien verbunden, ebenso wie die Namen Rudolf Sieck, Theodor Hummel und Hiasl Maier-Erding. Aß weiter: „Mit seinen Landschaften vom Chiemsee und seinen Porträts alteingesessener Bürger hat er uns bleibende künstlerische Zeugnisse hinterlassen“.

Die Sonderausstellung mit rund 20 Bildern von Paul Roloff wurde von Aß, der auch Kulturbeauftragte des Marktes Prien ist, zusammen mit Dr. Elisabeth Waldmann konzipiert. Der Katalog bildet ein Stück Priener Geschichte ab und ist im Priener Heimatmuseum erhältlich.

Die Öffnungszeiten der Sonderausstellung zusammen mit der Retrospektive der „Welle – Freie Vereinigung Chiemgauer Künstler“ sind noch täglich bis Sonntag, 24. Oktober, von 13 Uhr bis 17 Uhr.

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