Serie über Vereine

Priener Bergsportler des DAV sind „im Zeichen des Edelweiß“ vielseitig aktiv

Pflege und Ausschilderung von Wegen gehören zum Arbeitsprogramm der DAVler.
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Pflege und Ausschilderung von Wegen gehören zum Arbeitsprogramm der DAVler.

In der Vereinsserie der OVB Heimatzeitungen geht es diesmal um die Sektion Prien des Deutschen Alpenvereins. Sie bietet Aktivitäten von Touren über Jugendarbeit bis zum Wegebau am Berg.

Prien – Mit über 3.700 Mitgliedern aus Prien und Umgebung gehört die hiesige Alpenvereinssektion zu den mitgliederstärksten Vereinen am Ort. „Der DAV versteht sich als Verein für alle, die sich für die Berge und den Bergsport begeistern und sich im Naturschutz für den Alpenraum engagieren“, beschreibt erster Vorsitzender Josef Buchner. Wer gerne mit anderen gemeinsam in die Berge geht, sein alpines Können und Wissen erweitern möchte, findet im Kurs- und Tourenprogramm zahlreiche Anregungen.

Geführte Schneewanderungen sind beliebt bei den DAV-Mitgliedern. DAV

Kurse und Touren in großer Auswahl

Es gibt gezielte Angebote für Kinder und Jugendliche wie auch für Familien und Senioren für alle Jahreszeiten. „Das Programm spricht unterschiedliche alpine Anforderungen an und reicht im Sommer von einfachen Bergwanderungen bis zu kombinierten Touren in Fels und Eis für erfahrene Bergsteiger“, zählt Buchner auf. „Im Winter reicht die Auswahl von leichten Schneeschuhwanderungen bis hin zu anspruchsvollen Skitouren.“

Die Sektion lege großen Wert darauf, dass die Erfahrung, das Können und Wissen ihrer Fachübungsleiter, Trainer und Familiengruppenleiter den hohen Anforderungen für alpine Unternehmungen entspreche und laufend aufgefrischt werde. Der Bundesverband des DAV unterstützt dabei mit einem umfangreichen und anspruchsvollen Aus- und Fortbildungsprogramm, das von den ehrenamtlichen Kurs- und Tourenleitern der Sektion rege genutzt wird.

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Priener Hütte mit Umweltsiegel

Auch beim Betrieb seiner Berghütten bemüht sich der Alpenverein, Anforderungen aus dem Umwelt- und Naturschutz konsequent umzusetzen. Seit 1930 betreibt die Sektion Prien die „Priener Hütte“ im Naturschutzgebiet Geigelstein, dem „Blumenberg“ der Chiemgauer Alpen. Die Priener Hütte ist nach der Klassifizierung des Alpenvereins in Kategorie I eingestuft, also als „Schutzhütte, die ihren ursprünglichen Charakter als Stützpunkt für Bergsteiger und Bergwanderer bewahren muss“.

„Die Hütte gilt als besonders familienfreundlich und wurde mit dem Umweltgütesiegel des DAV ausgezeichnet“, freut sich Vereinsvorsitzender Buchner. Dafür müssten strenge Kriterien im Bereich Energieeffizienz und -versorgung, Abwasserklärung, Abfallvermeidung und Entsorgung erfüllt werden.

Die Hütte ist von Sachrang/Huben im Priental aus in etwa 2,5 Stunden, zeitgleich vom Walchsee und von Ettenhausen im Achental in ungefähr 3,5 Stunden zu erreichen. Von der Hütte aus bietet sich bei klarer Sicht ein beeindruckender Ausblick auf den Zahmen und den Wilden Kaiser. 1998 nahm die Sektion ihre Kletterhalle direkt neben dem Tenniszentrum in Bernau in Betrieb, die ein Anziehungspunkt für Kletterer aus der ganzen Region wurde. Kinder aus den Kletterkursen nehmen regelmäßig am Bezirkswettbewerb des DAV teil. „Die Jugendlichen in der Sektion haben in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass sie im Rahmen einer Jugendversammlung die Schwerpunkte der Jugendarbeit maßgeblich in Eigenregie gestalten können“, erzählt Josef Buchner.

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In Zusammenarbeit mit dem „Stützpunkt Inntal“ werden in der Kletterhalle in Bernau auch wieder therapeutische Kletterkurse für Menschen mit Behinderung stattfinden. Mit dem Konzept der „integrativen Klettergruppen“ möchte die Sektion Menschen mit Handicaps den Zugang zum Klettersport erleichtern und einen Beitrag zu gelebter Integration leisten.

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Alpiner Wegebau in Handarbeit

Einen weiteren wichtigen Schwerpunkt in der Sektionsarbeit bildet die Pflege und Instandhaltung der Wanderwege, für die die Sektion Prien zuständig ist, nämlich die Wege im Kampenwand- und im Geigelsteingebiet. Unter Anleitung des Wegereferenten treffen sich mehrmals im Jahr Freiwillige der Sektion mit Schaufeln, Hacken und Pickeln, um Schäden an den alpinen Wegen zu beseitigen. Während im Frühling Schneeschmelze oder Murenabgänge die Wege in Mitleidenschaft ziehen, sind es im Sommer meist Almvieh, aber auch der Mensch, die Schäden an den Wegen verursachen. „Der Zeitaufwand der Freiwilligen für die Wegepflege summiert sich auf etwa 400 bis 500 Arbeitsstunden pro Jahr“, so Buchner.

Einladung zum Mitmachen

„Weder der Wegebau noch all die anderen Aktivitäten in der Jugendarbeit und bei der Ausrichtung von Touren, seien ohne den Einsatz derer möglich, die sich ehrenamtlich einbringen“, sagt Buchner. Wer Lust habe, mitzumachen, sei jederzeit willkommen. Nähere Infos unter www.alpenverein-prien.de.

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