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DWD warnt vor schwerem Gewitter in Teilen des Landkreises Rosenheim

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Landkreis Rosenheim – Der DWD veröffentlichte am Sonntagabend (26. September) eine amtliche …
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Nicole Hadrawa-Sedlak weicht ins Digitale aus

Priener Ballettschule wird 30: Wegen Corona ein Jubiläum ohne Show

Ballettschulleiterin Nicole Hadrawa-Sedlak (links) mit Schülerinnen bei einer Probe für eine Aufführung, als dies noch möglich war. Berger/privat (2)
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Ballettschulleiterin Nicole Hadrawa-Sedlak (links) mit Schülerinnen bei einer Probe für eine Aufführung, als dies noch möglich war. Berger/privat (2)
  • VonElisabeth Kirchner
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Die Priener Institution von Schulleiterin Nicole Hadrawa-Sedlak weicht schon seit Monaten ins Digitale aus, wenn es heißt: „Plié, bitte!“. Die Ballettschülerinnen machen fleißig mit, vermissen aber den normalen Tanzunterricht an der Stange im Ballettsaal.

Prien – Plié, Arabesque, Assemblé: Die vielen Fachbegriffe aus der Welt des Balletts sind den gut 220 Schülerinnen der Ballettschule Prien bestens vertraut. Sonst aber ist in Zeiten von Corona nichts wie gewohnt. Denn anstatt nebeneinander an der Stange die Aufwärmübungen zu absolvieren, ist derzeit Solo-Ballett vor dem Bildschirm daheim angesagt. „Besser als nichts“, findet Nicole Hadrawa-Sedlak, Leiterin der Priener Ballettschule.

Die besondere Atmosphäre im Ballettsaal oder gar auf der Bühne sei aber durch nichts zu ersetzen, sagt die ausgebildete Ballettpädagogin und Ballerina, und: „Meine Schüler fehlen mir.“

Es geht auch ohne Ballettstange – aber nicht ohne Trikot

Zusammen mit ihrem siebenköpfigen Team bietet sie seit Beginn Zwangspause digitalen Unterricht. Dabei tanzt eine Pädagogin vor der Kamera, eine zweite beobachtet zeitgleich die Schülerinnen am Bildschirm und korrigiert gegebenenfalls. Die Schülerinnen daheim – mit Trikot, Ballettschläppchen oder Spitzentanzschuhen und Ballettfrisur – sind nicht minder kreativ: Zum Beispiel, was die Ballettstange betrifft: „Ich nehme einen Stuhl“, erklärt Madeleine Hooper (13) aus Samerberg, „aber zum Geburtstag wünsche ich mir eine Stange.“

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Sie hat den Hobbyraum der Familie freigeräumt, um genügend Platz für die Aufwärmübungen, Drehungen und Sprünge zu haben. Auch Mia Jonda (10) aus Prien und Lea Pypetz (10) aus Halfing tanzen daheim, „aber das ist nicht dasselbe“, bedauern die beiden Mädchen. Wie im echten Ballettunterricht tanzen sie zweimal die Woche vor einem mobilen Endgerät im elterlichen Wohnzimmer. Schon mit vier Jahren haben sie dem Tanzen angefangen. Genauso wie Laura Vieweger aus Bernau. Heute ist sie 19 Jahre alt, immer noch Ballettschülerin, darf aber inzwischen als Mitglied der Fortschritts-Klasse als Ersatzlehrerin die ganz Kleinen mit unterrichten.

„Stillstand überwinden„

Normalerweise hätte Nicole Hadrawa-Sedlak dieses Jahr mit ihrer Ballettschule gerne das 30-jährige Bestehen mit einer großen Aufführung gefeiert. Wehmütig denkt sie an die Aufführungen zum 25-Jährigen 2016, das zugleich „Deutsches Tanzjahr“ war.

Schon damals hatte sie in einem Interview mit den OVB-Heimatzeitungen gesagt, dass Ballett mehr als nur Tanz sei, denn es berühre die Menschen, führe sie zusammen und fordere dazu auf, „Stillstand zu überwinden, Wünsche und Möglichkeiten auszudrücken.“ Der Fantasie und Kreativität sind beim Tanzen keine Grenzen gesetzt, sagt sie auch heute.

Überraschungen für die Schüler

Dementsprechend gestaltet sie ihren digitalen Ballettunterricht. Ganz besonders war es vor Weihnachten, erzählt Pauline Künzel (8) aus Eggstätt, die erst vor gut zwei Jahren mit dem Tanzen angefangen hat. „Da hatten wir Ballettunterricht, aber das Schönste war der Spitzentanz im Adventskalender.“

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Jeden Tag ein Türchen öffnen, hinter denen sich Szenen aus Tschaikowskys „Nussknacker“ befanden, und die Ballettleiterin Hadrawa-Sedlak mit Infos zu Ballett- Mimik, -Sprache und -geschichte ergänzte. Und am 24. Dezember. Dann der „Nussknacker“ in ganzer Länge und in der Original-Choreographie von 1892. Ein Märchen in der Verbindung mit größter tänzerischer Perfektion, dem Zauber erlesener klassischer Tanzkunst und eine Verbeugung vor der hohen Schule des Balletts. Auch das gehört zum „Ballett 2.0.“ im Digitalzeitalter.

Zertifiziert nach hohem Standard

Seit 1991 unterrichtet das Pädagogenteam der Ballettschule Prien Kinder, Jugendliche und Erwachsene in klassischem und modernem Ballett. Unterrichtet wird nach den Lehrplänen der Royal Academy of Dance (RAD) in London. „Sie fördern das Kind geistig und körperlich, ohne jedoch den jungen Körper zu überfordern“, so Schulleiterin Nicole Hadrawa-Sedlak. Neben dem Erlernen der anspruchsvollen Technik soll die Freude am Tanzen vermittelt werden. Die Ballettschule Prien ist Mitglied im Berufsverband für Tanzpädagogik. Das Kernteam der Lehrer ist durch die RAD zertifiziert. Nähere Infos zur Ballettschule unter Telefon 08051 / 65182 und auf der Website.

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