Prien: Waldorfschule Prien feiert seine Abschlussschüler - Ungewissheit aushalten und als Chance nutzen

Die Freude über den Abschluss ist Klassenbetreuerin Julie Pinnau und den Abschlussschülern Lena Kögl, Emily Jung, Felix Reichenberger und Paul Korn stellvertretend für alle Absolventen (von links) anzusehen.
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Die Freude über den Abschluss ist Klassenbetreuerin Julie Pinnau und den Abschlussschülern Lena Kögl, Emily Jung, Felix Reichenberger und Paul Korn stellvertretend für alle Absolventen (von links) anzusehen.

Am letzten Schultag wurden an der Freien Waldorfschule Chiemgau die Zeugnisse der Mittleren Reife an 17 Abschlussschüler übergeben.

Prien – „Was als ein Abschluss daherkommt, ist jedoch vielmehr der Beginn von etwas Neuem auf Ihrem Weg in die Selbstständigkeit und ja, des lebenslangen Lernen“, so Klassenbetreuerin und Englischlehrerin Julie Pinnau an die glücklichen Absolventen. „Was für eine Zeit liegt hinter uns!“

Eine Gruppe, die sich zu Schuljahresbeginn aus zwei Klassen gefunden und sich zum gemeinsamen Lernen für den Abschluss entschlossen hatte, wurde im Frühjahr in die Isolation gewiesen. „Und da kann man vor Ihrem Jahrgang nur den Hut ziehen. Keiner von Ihnen war darauf vorbereitet worden, selbstorganisiert und ohne den Rückhalt der Gruppe zu lernen.“ Dennoch haben alle die Abschlussprüfungen mit dem jeweils individuell gesteckten Ziel erreicht.

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Eines was man in der Corona-Zeit lernen könne, sei das Aushalten von Ungewissheiten. Und dies sei eine Tugend, die man auch durchaus für die grundsätzlich nicht vorhersehbare Zukunft brauchen könne. „Es ist an Ihnen, diese Ungewissheit als Chance zu begreifen, denn sie bietet uns auch die Gelegenheit, uns immer wieder neu zu finden und zu erfinden.“ Der Schüler Paul Korn dankte der Klassenbetreuerin und den Fachlehrern stellvertretend für die Klasse für die intensive und punktgenaue Vorbereitung auf den Abschluss. „Von Frau Pinnau haben wir nur während der Zeit der Schulschließung 43 Mails erhalten“, so fühlte sich die Klasse sehr gut betreut und mit Inhalten versorgt – auch ohne den gewohnten Präsenzunterricht. Dank galt auch der Mathelehrerin Annette Syska. Sie habe ihnen immer gepredigt: „Mathe ist das wichtigste Fach im Abschluss!“ Mit Geschenken bedankten sich die jungen Erwachsenen bei ihren Lehrern und da konnte man schon die ein oder andere Abschiedsträne fließen sehen. syb

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