VERNISSAGE IM ALTEN RATHAUS

„Prien strahlt in allen Farben“

Dieses Turbinenrad ist in einem sogenannten Reflexions-Bildebene-Hologramm in Szene gesetzt. Berger
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Dieses Turbinenrad ist in einem sogenannten Reflexions-Bildebene-Hologramm in Szene gesetzt. Berger

Prien – Berstend voll war die Galerie im Alten Rathaus zur Vernissage der neuen Ausstellung „Lichtblicke – Faszination Holografie“.

Auch viele geladene Gäste aus dem Ausland waren zur Eröffnung an den Chiemsee gekommen.

Bürgermeister Jürgen Seifert zeigte sich in seiner Rede begeistert, wie „in einmaliger Weise Technik und Kunst verbunden wird“. Großen Dank richtete er an Günther Dausmann, der 2016 dem Markt Prien seine 130 Exponate umfassende Sammlung geschenkt hatte (wir berichteten). Er sei ein „Pionier der Holografie“ und maßgeblicher Entwickler der Sicherheits-Hologramme, mit denen Ausweise und Banknoten geschützt würden, würdigte Seifert die Lebensleistung des Unternehmens aus Pliening bei München.

„Prien strahlt und leuchtet in allen Farben des Regenbogens“, freute sich Seifert über die Vielfalt der Exponate in der Galerie. Man habe mit der Holografie-Sammlung eine Ausstellung von internationalem Charakter mit hoher Anziehungskraft. Es sei faszinierend, wie sich die Motive der Hologramme mit jedem Schritt veränderten. Um dies zu ermöglichen, sei die richtige Ausleuchtung immens wichtig. Sie müsse zentimetergenau ausgerichtet werden. Großen Dank richtete Seifert für die Vorbereitung der Ausstellung an Kuratorin Inge Fricke, die unter Mithilfe von Dausmann und dessen Mitarbeitern sowie mit der Prien Marketing GmbH (PriMa), die die Galerie betreibt, wochenlang daran gearbeitet habe dass die Hologramme „ihren Zauber entfalten“ können.

Lobende Worte fand Seifert auch für den Hauptsponsor, die Papierfabrik Loui senthal aus Gmund am Tegernsee, eine Tochterfirma des Münchner Technologie-Konzerns „Giesecke + Devrient Currency Technology“. Dieser habe die Ausstellung durch seine Spende in fünfstelliger Höhe sowie mit der zur Verfügung gestellten Lasertechnik erst möglich gemacht.

Dausmann selbst betonte, dass neben seiner Sammlung auch die Exponate der Holografie Foundation „Iridescence“ von Hugues Souparis, der eigens aus Paris angereist war, mit international anerkannten Künstlern ausgestellt würden. Sie seien von Paris über New York nun in Prien gelandet, von wo aus sie später nach London reisten, um auch dort präsentiert zu werden. Was die Geschäftsführerin der PriMa, Andrea Hübner, zum Anlass nahm, Dausmann zum Dank ein T-Shirt mit dem Aufdruck dieser Stationen zu überreichen – um darauf hinzuweisen, dass Prien „ein internationaler Kulturstandort ist“.

Schließlich freute sich die Vorsitzende des Kulturfördervereins, Dr. Friedrich von Daumiller, dass man dank der Sponsoren eine neue Beleuchtung in den Ausstellungsräumen bekommen habe, dank der die Exponate erst richtig zum Leuchten kämen. Für ihn sei es „imponierend“, wie gut Kunst und Technik harmonierten.

Auch die sehr moderne Kunst des Prieners Hans Herbert Hartwig, die im ersten Stock ausgestellt ist, passe ins Konzept. „Alle Hologramme sind große Kunst und deren Entwickler nicht nur große Techniker, sondern auch große Künstler“, schwärmte von Daumiller.

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