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Prien putzt sich heraus zur Landesausstellung 2021 auf der Herreninsel

Prien mistet aus. Vor der Landesausstellung 2021 werden vernachlässigte Ecken im Ortszentrum verschönert. Unabhängig von möglichen größeren und teureren Umbaumaßnahmen putzen, schneiden und pflanzen Gärtnerei und Bauhof im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Prien – Vielleicht haben die PrienPartner ein gutes Gefühl für den richtigen Moment. Vor ein paar Wochen hatte Landschaftsarchitekt Rupert Schelle in der Mitgliederversammlung des Gewerbevereins ein Konzept für „Priener Platzerl“ vorgestellt (wir berichteten). Die Wohlfühloasen sollen besonders entlang der Seestraße eine Brücke schlagen, um Ausstellungsbesucher vom Hafen in den Ort zu locken. Es würde mehrere 100 000 Euro kosten, das Konzept vollständig umzusetzen. Möglicherweise zeigt sich die Kommunalpolitik nach der Sommerpause im Vorfeld der Kommunalwahl spendabel und erfüllt den PrienPartnern ihre Wünsche. Das Konzept ist dem Gremium in einer nichtöffentlichen Sitzung schon präsentiert worden. Jetzt beraten die Fraktionen darüber. Spätestens in der Haushaltsklausur im Oktober werden hinter verschlossenen Türen wohl Weichen gestellt – oder auch nicht.

Unabhängig davon versucht die Gemeindeverwaltung im Rahmen ihrer personellen und finanziellen Möglichkeiten, den Priener Ortskern aufzuhübschen. In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats erläuterte Martin Plenk, Leiter des Ordnungsamtes, was bisher geschah und was noch geplant ist. Bei ihm laufen die Fäden zusammen, die Umsetzung obliegt den Mitarbeitern von Bauhof und Gärtnerei.

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+++Im Fokus stehen Marktplatz, Wendelsteinplatz und der östliche Aufgang des Bahnhofstunnels.

Für den Marktplatz erwartet die Gemeinde täglich die Lieferung von 13 neuen Bänken. Bestellt ist das gleiche Modell, auf dem sich schon seit längerer Zeit Passanten gern vor dem Heimatmuseum niederlassen. Ausgetauscht werden Plenk zufolge alle Bänke, auch diejenigen vier Exemplare jenseits der Schulstraße neben „Heidis Obstkorb“, die ein beliebter Rentner-Treffpunkt zum Ratschen sind. Bevor der kleine Platz dort rund um den Schaukasten des Alpenvereins aber weiter umgestaltet wird, möchte ihn Plenk städtebaulich von Fachleuten überplanen lassen. Schließlich ist es ein stark frequentiertes Areal, das zum Beispiel an Schultagen morgens und mittags von Heerscharen von Realschülern durchquert wird. Wenn es nach CSU-Fraktionschef Michael Anner geht, soll dort ein erweitertes Areal bis zur Realschule überplant werden, schlug er in der Sitzung vor, denn der Bereich hat für ihn „enormes Potenzial“.

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Um das Priener Zentrum zu „entrümpeln“ und ansehnlicher zu machen, hat der Haupt- und Werkausschuss des Marktgemeinderats in einer nichtöffentlichen Sitzung vor kurzen die Kündigung eines Vertrags mit der Firma beschlossen, die Litfaßsäulen und Plakatwände betreibt und beklebt. Bis Ende 2020 werden diese zwölf großen Werbeflächen verschwunden sein, kündigte Plenk an.

Ansprechender gestaltet werden soll auch das Denkmal der Freundschaft. Die so genannte Stele, die Priens Verbundenheit mit Graulhet in Frankreich und Valdagno in Italien in Stein gemeißelt dokumentiert, steht am Gehweg an der Bernauer Straße am Rande des Wendelsteinparkplatzes. Die markante Uhr auf einer gelben Werbesäule direkt daneben soll verschwinden, die Bepflanzung so verändert werden, dass das Denkmal besser wahrgenommen wird.

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Der Wendelsteinparkplatz wiederum soll vom östlichen Areal mit dem beliebten Spielplatz optisch getrennt werden. Die Gärtnerei sei beauftragt, ein Gestaltungskonzept zu erarbeiten, in dem auch eine pflanzliche Einfassung der öffentlichen Toilettenanlage integriert werden soll, um diesen Zweckbau etwas zu verstecken.

Rund um den Bahnhof sind der Gemeinde gestalterisch die Hände gebunden, denn das Areal gehört zum größten Teil der Bahn und die bewegt sich seit Jahren nicht, obwohl ihr die Gemeinde ein letztes Grundstück abkaufen möchte, um endlich mit der Gesamtplanung des Bahnhofsareals voran zu kommen, für die staatliche Fördermittel winken. Solange völlig unklar ist, wie es weitergeht, nimmt die Gemeinde kein Geld in die Hand. Deshalb wird zum Beispiel auch der König Ludwig Pavillon weiter ein Schattendasein fristen. Der hellblau gestrichene Bau südlich des Bahnhofsgebäudes, der früher in Rimsting stand und Ludwig II. als Ankunftshalle auf dem Weg zu seiner Schlossbaustelle auf Herrenchiemsee diente, steckt voller Technik der Deutschen Bahn. Sie zu verlegen, um den Pavillon zugänglich zu machen, würde Hunderttausende kosten, und die Bahn selbst hat daran kein Interesse.

Neupflanzungen nur östlich des Bahnhofsareals

Einzig auf der Ostseite der Gleisanlagen, am Aufgang zur Chiemseebahn, wird die Gemeinde laut Plenk auf ihr eigenem Grund durch Neubepflanzungen Verschönerungen vornehmen.

Wie sehr sich Prien weiter herausputzt bis zur Landesausstellung „Verspielte Kronen“ 2021 auf der Herreninsel, hängt von den Finanzen und vom politischen Willen ab. Bei der Versammlung der PrienPartner hatte Bürgermeister Jürgen Seifert eine weitgehende Umsetzung angekündigt überall dort, wo der Markt Preien „Gebietshoheit“ habe.

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