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Parken bleibt aber weiterhin kostenlos

Prien: Parken am Osternacher Steg künftig zeitlich begrenzt

Im Gegensatz zum gestrigen Regenwetter parken am Forellenweg an heißen Tagen sehr viele Autos. Um mehr Ordnungzu schaffen, sind die Parkplätze künftig gekennzeichnet und eine Parkscheibe ist Pflicht.
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Im Gegensatz zum gestrigen Regenwetter parken am Forellenweg an heißen Tagen sehr viele Autos. Um mehr Ordnungzu schaffen, sind die Parkplätze künftig gekennzeichnet und eine Parkscheibe ist Pflicht.
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Der Badeplatz ist bei den Einheimischen beliebt, die zwischendurch eine Runde im Chiemsee schwimmen und sich abkühlen wollen. Trotzdem ist speziell an heißen Tagen viel los. Der Forellenweg vermag dann die Autos kaum zu fassen und die Radfahrer haben Mühe, sich mit heiler Haut durchzuschlängeln. Über die Lösungen hatte der Marktgemeinderat gegensätzliche Ansichten.

Prien – Der Osternacher Steg am Ende des Forellenwegs ist ein beliebter Badeplatz der Einheimischen. Die Gestaltung und Parksituation dort entfachte in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats eine angeregte Diskussion. Mit 16:7 Stimmen befürwortete das Gremium den Antrag der CSU-Fraktion, die Parkdauer auf drei Stunden zu begrenzen, Parkplätze zu kennzeichnen sowie einen Behindertenparkplatz auszuweisen. Damit sollen Dauerparker und das Parken in zweiter Reihe verbannt werden.

„Wunderbarer“ Vorschlag für Parken

Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) überließ es CSU-Fraktionssprecherin Annette Resch, die Beweggründe für den Antrag vorzutragen. Sie sagte: „Uns geht es darum, dass das Parken da unten besser geregelt ist.“ Den Vorschlag der Verwaltung, wie die Parkplätze zwischen See und Forellenweg angeordnet werden sollen, sowie den Behindertenparkplatz bezeichnete sie als „wunderbar“.

Dr. Simone Hoffmann-Kuhnt (Grüne) wünschte sich, dass der Fahrradständer nach vorne gezogen und mehr Abstellflächen geschaffen werden. Sie regte an, den Zugang zum See zu verschönern, statt Parkplätze auszuweisen. Hoffmann-Kuhnt nannte diesen Platz ein Aushängeschild für Prien, der Uferrundweg führe direkt daran vorbei.

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Michael Voggenauer (FWB) erkundigte sich, ob im Rathaus viele Beschwerden vorlägen. Martin Plenk , Leiter des Ordnungsamtes, bejahte dies. Im Bereich Forellenweg/Polizeisteg gebe es immer wieder Probleme mit Dauerparkern sowie zwischen Radfahrern und „Parkplatzsuchenden“.

„Wirre Situation“ und wilde Camper

Plenk sprach von einer zum Teil „wirren Situation“. Mit der Parkscheibenregelung seien auch die „wilden Camper“ in den Griff zu bekommen, weil nur Autoverkehr zugelassen werden könnte. Angela Kind (Grüne) wollte wissen, was das für Dauerparker seien. „Viele steigen da auf dem Chiemsee-Rundweg ein“, so Plenk. Der vorwiegende Teil der Dauerparker habe ein auswärtiges Auto-Kennzeichen.

Sepp Schuster (AfD) wollte die Parkdauer auf vier bis fünf Stunden ausweiten. Woraufhin Bürgermeister Friedrich erklärte, man sei in der Verwaltung übereingekommen, dass man sich die Parkscheibenregelung dann gleich ganz sparen könne. Gabriele Schelhas (SPD) hielt drei Stunden für gut, wie sie sagte.

Zweiter Bürgermeister Michael Anner (CSU) bezeichnete den Badesteg beim Forellenweg als Platz für Einheimische, die „schnell mal zum Schwimmen gehen“. Er sprach sich dagegen aus, Parkplätze zu streichen. Personen mit Handicap seien darauf angewiesen, mit dem Auto hinzufahren.

Hinterholzer: „Ich würde das Parken am Forellenweg verbieten“

Leonhard Hinterholzer (Grüne) hingegen argumentierte, dass viele Priener mit dem Fahrrad kommen. Für die Autos gebe es in der Nähe andere Parkmöglichkeiten. Er wies auf gefährliche Situationen für Radfahrer hin, die durch die vielen Parker am Forellenweg entstünden. „Ich würde das Parken am Forellenweg verbieten“, so Hinterholzer.

Resch entgegnete, dass dies nicht die Intention des Antrags gewesen und für sie keine Option sei. Die Fischerhütten benötigen auch Parkplätze für ihre Kunden. Ein Verbot würde nur die Wohngebiete rundherum belasten, die dann zugeparkt würden.

Das Argument mit den beiden Fischerhütten untermauerte Bürgermeister Friedrich, zumal die Anwohner am Forellenweg nach seiner Ansicht Platz zum Parken für Besucher benötigen.

Andere Badeplätze attraktiver machen?

Johannes Seeliger (BfP) holte zu einem Rundumschlag gegen die vielen Schilder aus, die es dort jetzt schon gebe: „Man kann sich auch zu Tode verwalten.“ Er war dafür, lieber darüber nachzudenken, andere Badeplätze in Prien attraktiver zu machen, „dass sich nicht hier alles stapelt“.

Sonja Werner (Grüne) sagte: „Wie schön wäre es, wenn dort deutlich weniger Autos wären und die vielen Radfahrer sicherer hinfahren könnten.“ Sie verwehrte sich im Laufe der Diskussion dagegen, dass die Grünen alles verbieten wollen: „Wir wollen den vielen Radfahrern ein bisschen mehr Raum schaffen.“ Gunter Kraus (CSU) bat darum, zu beraten, was Gegenstand des Antrags sei. Die Mehrheit befürwortete den Antrag am Ende.

Parken bleibt kostenlos

Betroffen von der neuen Regelung ist der Bereich zwischen See und Haus Nummer 22. Die Parkscheibenpflicht soll montags bis samstags von 7 bis 19 Uhr gelten. Trotz Höchstparkdauer bleibt das Parken aber weiterhin kostenlos.

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