Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Gehweg wird Ende August fertiggestellt

Prien: Nach Sperrung ab sofort freie Fahrt auf der Weidachstraße

Die neue Asphaltdecke wird auf die Weidachstraße aufgetragen.
+
Die neue Asphaltdecke wird auf die Weidachstraße aufgetragen.
  • Silvia Mischi
    VonSilvia Mischi
    schließen

Aufatmen in ganz Prien. Die Weidachstraße wurde nach monatelanger Sperrung wieder für den Verkehr freigegeben. Damit ist eine wichtige Verbindungsstraße nach Rimstung und Richtung Bad Endorf sowie auch gen Breitbrunn und Gstadt wieder in Betrieb.

Prien – Das erleichtert den Verkehr im Ortszentrum enorm. Zeitweise war es nur Stoßstange an Stoßstange durch die Priener Mitte gegangen. Auch die Seestraße hatte sich in der Urlaubssaison rund um die beiden Kreisverkehre an der Bahnunterführung als Nadelöhr entpuppt.

Der Gehweg (rechts) wird in den letzten beiden Augustwochen fertiggestellt.

Corona verlängerte die Baustelle

Im Frühjahr hatte der zweite Bauabschnitt zwischen Westernach und der Einmündung des Fliederwegs begonnen. „Auch wenn die Maßnahme nun länger als gedacht gedauert hat, ist die Gemeinde froh, die Sanierung realisiert zu haben“, erklärte Zweiter Bürgermeister Michael Anner (CSU) bei der Freigabe. Gleichzeitig würdigte er sowohl die Belastung der Anlieger als auch die der Bürger im Ortskern durch die monatelange Baumaßnahme in zwei Abschnitten seit September vergangenen Jahres. „Hier hat man gesehen, wie wichtig diese Verbindungsstraße ist“, so Anner weiter.

Halbseitige Sperrungen

Die Sanierung der Straße sei gelungen und mehr als notwendig gewesen. Auch der Gehweg mit Straßenlaternen sei im Abschnitt zur Prienbrücke hin schon aufgewertet und wesentlich sicherer geworden. Der Gehweg von Westernach in Richtung Neugartenstraße hin werde ebenfalls statt eines Schutzstreifens nun erhöht und verbreitert werden.

„Diese Arbeiten werden wir in den beiden letzten Augustwochen abschließen“, erklärte Polier Joachim Wugk auf Nachfrage unserer Zeitung. Bis dahin sei der Gehweg schon begehbar. Für die letzten Arbeiten – nach einer zweiwöchigen Unterbrechung wegen Urlaubs der Baufirma – „wird die Weidachstraße teilweise halbseitig gesperrt werden müssen“, kündigte Bauleiter Thomas Gallinger von der Firma Streicher ergänzend dazu an. Unfallfrei und zukunftsorientiert – diese beiden Prädikate gab Anton Schmuck vom ausführenden Ingenieurbüro Dippold & Gerold der Weidachstraße.

Schmuck hob hervor, dass die Gemeinde trotz Coronakrise die Gelder für diese Investition in die Hand genommen hätte. Im Haushalt 2020 sind für die Maßnahme 1,7 Millionen Euro veranschlagt. Eine Endabrechnung kann erst nach Abschluss des Gehweges erfolgen. „Wir liegen aber im Kostenrahmen“, sagte Projektleiterin Julia Landinger vom Ingenieurbüro Dippold & Gerold. 53 Prozent der eingereichten Kosten für die Maßnahme werden überdies staatlich gefördert.

Letztes Abgehen vor der Straßenfreigabe: (von links) Projektleiterin Julia Landinger und Geschäftsführer Anton Schmuck (beide Ingenieurbüro Dippold & Gerold), Priens Tiefbau-Chef Tobias Kollmannsberger, Zweiter Bürgermeister Miachel Anner, Polier Joachim Wugk und Bauleiter Thomas Galliger (beide Firma Streicher). Berger

Jede Menge Leitungen erneuert und verbaut

Der Hauptteil der Arbeiten liegt aber im Untergrund. Dort sind neue Wasserleitungen verlegt, der Kanal saniert, die Straßenentwässerung erneuert sowie Stromkabel, Telefonleitungen, Breitband sowie eine Gasleitung vergraben. „Für die nächsten 30 Jahre ist die Straße gerüstet“, waren sich die Bauherren einig. Nach einem Lob an den gemeindlichen Tiefbau-Chef Tobias Kollmansberger würdigte dieser die Hand in Hand greifenden Arbeiten der ausführenden Firmen. Bei coronabedingten Verzögerungen sei man machtlos gewesen.

Kritik an illigalen Durchfahrten

Kritik gab es indes für das Unverständnis mancher Bürger, sich an die Sperrungen zu halten. Baggerfahrer und Lkw-Fahrer konnten ihre Arbeiten wesentlich langsamer erfüllen, da sie permanent auf Fußgänger und Radfahrer achten und so Unfälle verhindern mussten. Dabei war die Strecke komplett gesperrt. Überdies konnten die Arbeiten immer nur in Teilabschnitten absolviert werden.

„Wir mussten stets einen Rettungsweg in der Weidachstraße gewährleisten“, erklärte Kollmannsberger. Auf noch unbestimmte Zeit wird der Abschnitt Westernach zur Neugartenstraße anfangs noch auf Tempo 30 gedrosselt sein. „Wir haben zwar die Straße eigens abgesandet, aber es dauert, bis die neue Asphaltoberfläche abgewaschen ist“, so Kollmannsberger. Bei Tempo 30 werde für Motorradfahrer bei etwaigen Bremsaktionen kaum Gefahr bestehen.

Osternacher Straße kommt als nächstes

Die nächste große Straßenbaustelle steht Schmuck und Kollmannsberger zufolge bereits an: Zwischen dem Spazierweg in der Verlängerung der Carl-Braun-Straße und der sogenannten Eifertingerkurve im Ortsteil Osternach soll die Osternacher Straße auf einer Länge von etwa 750 Metern generalsaniert und ein breiterer Geh- und Radweg gebaut werden, Der letztgenannte Bereich werde aber nicht vor 2022 dran sein. Heuer befinde man sich noch in der Planungs- und Beantragungsphase für Fördergelder. Wenn es aber dann soweit ist, muss der Verkehr monatelang großräumig über Weidach-, Hallwanger und Seestraße umgeleitet werden.

Kürzeste Verbindung zum See

Die Osternacher Straße ist die kürzeste Verbindung zwischen dem Chiemsee-Nordufer und Prien-Stock, wo sich Hafen, Hotels, Restaurants, Reha-Kliniken und Prienavera auf engem Raum konzentrieren. Der bisherige Unterbau der Osternacher Straße, die in den 50er- und 60er-Jahren entstand, ist laut Kolmannsberger nur eine wenige Zentimeter dünne Schotter-Schicht. Bei der Generalsanierung werde bis in etwa ein Meter Tiefe vorgedrungen, um einen neuen Unterbau anzulegen.

Mehr zum Thema

Kommentare