Eine Pariserin in Prien: Monique Schmid feiert 90. Geburtstag am Chiemsee

Zweiter Bürgermeister Michael Anner gratuliert Monique Schmid im Namen der Marktgemeinde Prien zum 90. Geburtstag.
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Zweiter Bürgermeister Michael Anner gratuliert Monique Schmid im Namen der Marktgemeinde Prien zum 90. Geburtstag.

Das Telefon läutet. Monique Schmid greift zum Hörer. Eine ehemalige Schulfreundin in Paris meldet sich, gratuliert zum runden Geburtstag der Wahl-Prienerin und berichtet über die neuesten Maßnahmen zur Corona-Pandemie, die Präsident Macron für Frankreich verkündet.

Prien – Monique Schmid denkt sich: überall das Gleiche in dieser verrückten Corona-Zeit. Sie hat noch zwei Freundinnen im gleichen Alter in Paris, mit denen sie oft telefoniert.

Sie ist 1930 in Paris geboren und hat dort die Volksschule und das Gymnasium besucht. Anschließend erwarb sie das Diplom an der kaufmännischen Hochschule, der „Hautes Etudes Commerciales“. Dann fuhr sie nach München und arbeitete dort als Dolmetscherin beim ADAC.

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Von München an den Chiemsee

An allen Urlaubstagen aber lockte sie der nahe Chiemsee mit den Bergen unwiderstehlich nach Prien. Hier traf Sie dann den Studienreferendar Franz Schmid, der an der damaligen Ludwig-Thoma-Oberrealschule, dem heutigen Gymnasium, einer der jüngsten Lehrer war.

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Aus der Freundschaft wurde bald der Bund fürs Leben. 1955 feierten sie die Hochzeit auf der Fraueninsel, wozu ihnen die Firma Feßler für ihre Hochzeitsgesellschaft einen ganzen Tag lang sogar ein eigenes Schiff zur Verfügung stellte.

Zwei Töchter

Die beiden Töchter sind 1956 und 1960 geboren.

In der Zeit, als Franz Seebauer Bürgermeister in Prien war, gab es auch schon regelmäßige Einladungen an die französische Partnerstadt Graulhet. Der Priener Bürgermeister sprach zwar französisch, aber auf Monique Schmid als Dolmetscherin an seiner Seite wollte er nie verzichten.

Tanzen war ihr Hobby

Schmid war auch eine begeisterte Tänzerin. Daher war sie glücklich, als ihr Mann von 1974 bis 1991 Leiter der damaligen Tanzsportabteilung des TuS- Prien war, denn nun konnte sie mit ihrem Mann die lateinamerikanischen und die Standardtänze bestens einüben.

Große Freude bereiten Schmid und ihrem Mann, heute Studiendirektor im Ruhestand, ihre fünf Enkel, die normalerweise bei jeder Gelegenheit zu Oma und Opa nach Prien kommen, aber wegen der Corona-Pandemie zuletzt zeitweise nur noch das Telefon benutzen konnten. Auch das Geburtstagsfest fand nur in kleiner Runde statt.

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