Prien: Künstler erfindet „Tetra-Tüten-Druck“

Ein Holzschnitt aus der Reihe „Fische“ von 1999 ist momentan in Quedlinburg zu bestaunen.
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Ein Holzschnitt aus der Reihe „Fische“ von 1999 ist momentan in Quedlinburg zu bestaunen.

Künstler Karl-Heinz Hauser tritt dieser Tage gleich zwei Mal öffentlich in Erscheinung. Er ist Jurymitglied in der Ausstellung „Künstlerlandschaft Chiemsee“ in der Galerie im Alten Rathaus in Prien. Diese wird erstmals im virtuellen Raum gezeigt.

Prien/Quedlinburg –Dabei präsentieren unterschiedlichste Künstler der Region Malerei, Fotografie, Grafik, Zeichnung und Skulptur. In Quedlinburg bei Halle wurde im Juli eine weitere Ausstellung eröffnet, bei der Hauser beteiligt ist. Der Radierverein München zeigt in der Lyonel-Feiniger-Galerie in Quedlinburg bis Sonntag, 25. Oktober, die Ausstellung „Strichcode“. Zu sehen sind die Jahresgaben der aktiven Mitglieder des Vereins der vergangenen 20 Jahre.

Aktuell sind die Grafiken der Startseite der Homepage des Vereins auch von Hauser:

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„Des Königs liebster Blick“, aus der Serie der Königsbilder. „Sissi“, ebenso aus diesem Mappenwerk, findet sich in der Priener Online-Ausstellung unter www.tourismus.prien.de. In Quedlinburg unter www.feininger-galerie.de ist ein Holzschnitt aus der Reihe „Fische“ von 1999 zu sehen. Viele seiner Bilder entstehen in der von ihm selbst entwickelten Technik des „Tetra-Tüten-Drucks“. Hauser erstellt die Druckvorlage nicht aus Holz oder Linoleum, sondern auf der Aluminiumseite leerer Milchtüten. Hausers Prints sind teils gegenständliche, teils abstrakte Grafiken in flächiger, meist unrealistischer Farbgebung. In jedem Fall hat der Künstler einen eigenen Stil entwickelt, sodass seine Prints sofort die Handschrift Hausers erkennen lassen.

Neben seiner künstlerischen Tätigkeit unterrichtet Hauser, der von 1986 bis 1993 an der Akademie der Bildenden Künste in München studiert hat und danach in Regensburg, Paris, München und Cincinnati als freischaffender Künstler tätig war, auch Kunst am Gymnasium Landschulheim Marquartstein. Die Kunstpädagogik und die Zusammenarbeit mit den Kindern und Jugendlichen ist Hauser genauso wichtig wie sein künstlerisches Schaffen.

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