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Nach der Ablehnung

Banger Blick auf die Gasrechnung: Priens Marktgemeinderat will Fernwärme-Entscheidung korrigieren

Hackschnitzel sind angesichts hoher Gaspreise und Klimawandell auch im Priener Gemeinderat wieder im Gespräch.
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Hackschnitzel sind angesichts hoher Gaspreise und Klimawandell auch im Priener Gemeinderat wieder im Gespräch.
  • Heidi Geyer
    VonHeidi Geyer
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Bange Blicke auf die Gasrechnung und der Klimawandel: Gründe, auf Fernwärme zu setzen, gibt es viele. Einst hatten die Priener ein Konzept für den Ort abgelehnt. Inzwischen bereuen dies viele bitterlich. So auch der Priener Marktgemeinderat.

Prien – Vom G7-Gipfel in Schloss Elmau ist es nur ein kleiner Sprung nach Prien. Zumindest thematisch. Denn nicht nur Joe Biden und seine Kollegen diskutieren Klimaschutz und Energieeffizienz. Auch in der jüngsten Sitzung des Priener Marktgemeinderats waren sie die dominierenden Themen. Besonders die steigenden Energiepreise treiben auch den Priener Martktgemeinderat um. Nur sehen die Lösungsansätze etwas anders aus.

Auf Antrag der Grünen soll ein Konzeptplaner für die Erweiterung der Fernwärme im Ortsgebiet beauftragt werden. Noch heuer wollen die Grünen ein konkretes Konzept dafür sehen. „Für große Abnehmer wie zum Beispiel das Rathaus, Landkreisschulen oder das Prienavera gibt es noch kein Konzept, diese an ein Fernwärmenetz anzuschließen“, heißt es im Antrag.

Lob für die Verwaltung

Ulrich Steiner (Grüne) lobte die Verwaltung für die bisherigen Aktivitäten zum Thema Fernwärme. „Nächste Schritte müssen bald kommen“, sagte Steiner. Aus seiner Sicht könne dies der Verwaltung künftig jedoch nicht aufgebürdet werden.

Mit großem Bedauern blickte das Gremium fraktionsübergreifend zurück auf die Pläne für eine großflächige Versorgung durch eine Hackschnitzelheizung im Jahr 2011, die damals jedoch an einem Bürgerentscheid gescheitert war. „Leider“, sagte Bürgermeister Andres Friedrich (ÜWG) angesichts der aktuellen Energiekrise. Angela Kind (Grüne) machte ihrem Ärger über die damalige Entscheidung Luft und auch Gunther Kraus (CSU) sprach von einer Fehlentscheidung. Nun habe man allerdings die Chance, diese „zu torpedieren“.

Nutzen die alten Pläne noch?

Sepp Schuster (AfD) wollte wissen, ob man zumindest auf die früheren Pläne zurückgreifen und von diesen profitieren könne. „Leider nein“, antwortete Bürgermeister Andreas Friedrich. Denn damals hätte man vorgehabt, einen Großteil der öffentlichen Gebäude sowie die Kliniken im Ortsgebiet an die Versorgung anzuschließen.

Nach der Ablehnung des Projekts hätten sich viele Großverbraucher nach Alternativen umschauen müssen. „Viele haben umgestellt, teils auch mit öffentlicher Förderung“, so der Bürgermeister. Insofern fehlten diese Anschlüsse nun im Netz. Aus diesem Grund seien die Pläne kaum übertragbar. Leonhard Hinterholzer (Grüne) sprach sich dafür aus, verschiedene Technologien zu prüfen. Gabriele Schelhas (SPD) wies darauf hin, dass man bei den Plänen darauf achten sollte, möglichst langfristig zu denken. Zudem ging es ihr nicht nur um den Hauptort, sondern auch um die Peripherie.

Braucht Prien einen Klimaschutzmanager?

Einstimmig beschloss der Marktgemeinderat, sich grundsätzlich für die Erstellung eines großflächigen Fernwärmekonzepts für Prien auszusprechen.

Zudem einigte sich das Gremium einstimmig auf Anregung von Marktgemeinderat Leonhard Hinterholzer (Grüne) den ehemaligen Klimaschutzmanager des Landkreis Ebersberg in die Sitzung im Juli einzuladen. Hintergrund dieser Entscheidung ist laut Antrag, dass unter anderem basierend auf dieser Vorstellung geklärt werden soll, ob Prien einen Klimaschutzmanager braucht.

Im Anschluss dazu soll dann ebenfalls über die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie für die Fernwärmeversorgung im gesamten Gemeindegebiet entschieden werden.

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