Prien: Kein Homeoffice für das Rathaus-Team

Den Forderungen aus der Politik, Mitarbeiter nachhause zu schicken um dort Homeoffice zu intensivieren, kann das Priener Rathaus nicht Folge leisten. Bayern hinke in Sachen Digitalisierung noch hinterher, erläuterte Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) auf Anfrage den Hintergrund.

Prien – Bei vielen behördlichen Angelegenheiten sei die persönliche Präsenz der Rathaus-Mitarbeiter unabdingbar, zum Beispiel bei der Ausstellung von Ausweisen, der Entgegennahme von Bauplänen in riesigen Datenmengen oder bei steuerlichen Angelegenheiten. Teilweise stünden auch rechtliche Gründe der Verlagerung behördlicher Vorgänge ins Netz entgegen. Weil viele Dinge keinen Aufschub dulden oder Fristen eingehalten werden müssen, seien Kommunen vom Robert-Koch-Institut als „systemrelevant“ eingestuft worden. Kommunen bieten ihre Dienste deshalb nach Anmeldung und Terminvereinbarung weiter an, auch wenn die Rathäuser für den unangemeldeten Parteiverkehr geschlossen sind. Friedrich glaubt nicht, dass die Priener Verwaltung zum politisch erklärten Ziel beitragen könnte, durch Homeoffice die Mobilität einzuschränken. Fast alle der 38 Mitarbeiter im Priener Rathaus kommen aus dem Ort oder Nachbargemeinden. Sie nutzten also nicht den ÖPNV, sondern kämen oft mit dem Rad oder zu Fuß zur Arbeit. db

Kommentare