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Neuer OP-Trakt und Zusammenlegung der Realschulen sind geplant

„Prien ist uns lieb und auch teuer“: Landrat Otto Lederer informiert über anstehende Investitionen

Landrat Otto Lederer (rechts) erhielt von Michael Anner junior die Festschrift „125 Jahre Markterhebung Prien“. Mit auf dem Bild (links) Michael Anner senior.
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Landrat Otto Lederer (rechts) erhielt von Michael Anner junior die Festschrift „125 Jahre Markterhebung Prien“. Mit auf dem Bild (links) Michael Anner senior.
  • Anton Hötzelsperger
    VonAnton Hötzelsperger
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Bei einer Versammlung des Priener CSU-Ortsverbandes nannte Landrat Otto Lederer Zahlen und die Aufgaben der Marktgemeinde, die auch seine Behörde bezüglich Organisation und Finanzierung betreffen.

Prien – „Die Marktgemeinde Prien ist dem Landkreis Rosenheim nicht nur lieb, sondern auch teuer – und das aus mehreren guten Gründen“ – mit diesen Worten begann Rosenheims Landrat Otto Lederer seine Ausführungen im Cafe Luitpold am See.

Lederer folgte dabei einer Einladung des CSU-Ortsverbandes mit seinem Vorsitzenden Michael Anner junior. Der Zweite Bürgermeister von Prien begrüßte dazu neben den Prienern Mitgliedern auch Priens Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG), Kreisrätin Annette Resch, Aschaus Zweiter Bürgermeister Michael Andrelang und Bernaus Gemeinderat Matthias Vieweger, die erschienen waren, um Aktuelles aus dem Landratsamt Rosenheim zu hören.

Eingangs gratulierte der Landrat der Marktgemeinde Prien zum Jubiläum „125 Jahre Markterhebung“: „Prien ist einer von vier Märkten im Landkreis und nach Neubeuern der zweitälteste. Im östlichen Landkreis nimmt die Marktgemeinde zentrale Aufgaben wahr und das gleich in mehrfacher Hinsicht“.

Turnhallen sind weiter für Flüchtlingsunterbringung nötig

Seine Aufzählungen begann Lederer mit der Situation der Ukraine-Flüchtlinge: „In der Ukraine ist jeder vierte Bürger weg, um seine Familie zu retten, in unserem Landkreis haben wir 2760 Flüchtlinge registriert, ein Großteil mit Unterkünften bei Privatleuten. Die LTG-Turnhalle in Prien brauchen wir hierfür noch eine gewisse Zeit. Danke vor allem den Schülern und Sportlern für ihr Verständnis, zumal nach Corona wieder Lust und Nachholbedarf am Sport entstand.“

Der Landrat ergänzte: „Während wir die Turnhallen in Bad Aibling und Bruckmühl wieder freigeben konnten, sind wir auf die Hallen in Prien und Wasserburg weiter angewiesen, insgesamt hat der Landkreis drei Dutzend Unterkünfte angemietet, da müssen alle 46 Kommunen Ehrenamts-Gemeinden sein.“

Als über Bayern weit nach Tirol und Südtirol hinaus wertgeschätzte Einrichtung bezeichnete Lederer das Logistik- und Kompetenz-Zentrum in Prien, das seit 25 Jahren nicht nur wegen der Verkehrsfragen, sondern auch für die Städteplanung und die Krankenversorgung wertvolle Dienste leiste. Hier lobte er das langjährige Engagement von Geschäftsführer Karl Fischer.

Dass Prien dem Landkreis teuer kommt, zeigten Lederers Zahlen zur Priener RoMed-Klinik: „In der Vergangenheit wurden in Prien 50 Millionen Euro investiert, weitere Investitionen stehen für die Erneuerung des OP-Traktes an, geplant wird wieder mit einer zweistelligen Summe und mit Unterstützung des Freistaates.“

Realschulzusammenlegung wird teuer

Teuer und lieb sind dem Landkreis in Prien auch das Förderzentrum an der Franziska-Hager-Schule, die beiden Realschulen und das Ludwig-Thoma-Gymnasium. Bei diesen Bildungseinrichtungen ist der Landkreis Sachaufwandsträger. Mit großem finanziellen Aufwand sollen zum Ende des Schuljahres 2023/2024 die beiden Realschulen in ein Gebäude mit einem Lehrerkollegium und mit einer Schüler- und Elterngemeinschaft zusammengeführt werden.

Weitere Themen war die Unterstützung des Priener Biomasse-Heizkraftwerks durch Anschluss der Landkreis-Liegenschaften, der Öffentliche Personennahverkehr mit dem bisher positiven Startergebnis des ROSI-Angebotes sowie die demografische Entwicklung, der zufolge der Landkreis bis zum Jahr 2040 weniger Einwohner hätte. Allerdings werden durch Zuzug dann nicht wie heute 260.000 Einwohner, sondern sogar 280.000 Einwohner erwartet. „Die 20- bis 25-Jährigen werden weniger, alle Älteren werden mehr, das hat Auswirkungen auf den Pflegebedarf, auf das Mobilitätsverhalten und auf den Wohnungsmarkt. Darauf müssen wir uns auch in Prien einstellen“, so Lederer.

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In der freien Diskussion ging der Landrat unter anderem auf Themen wie die Sondermüllentsorgung oder die Tourismus-Kooperation zwischen Chiemgau und Chiemsee ein. Man wolle stets bürger-, gäste- und gewerbefreundlich bleiben will, aber vieles sei nicht ganz so einfach. /MN

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