Prien: Gemeinde, AWO, Kirchen und Tafel bündeln Einkaufsdienste – Freiwillige weiter gesucht

Bündeln die Kommunikation für die Corona-Einkaufsdienstein der Marktgemeinde und sorgen für unbürokratische Koordinierung von Helfern und Nutzern: Priens Zweiter Bürgermeister Hans-Jürgen Schuster sowie die evangelische Pfarrerin Dr. Sabrina Hoppe (von links). mischi
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Wer hilft wie? Wo ist Bedarf? Die Gemeinde Prien, die evangelische und katholische Kirche, die AWO sowie die Tafel der Caritas haben haben sich zusammengetan. Die Helfer sollen nicht nach Kontakten suchen müssen. Andererseits benötigt nicht jeder Dienst einen Einkäufer.

Prien – Mit der Aktion jetzt sollen die Kräfte gebündelt und kurze Wege geschaffen werden. „Das ist vor allem für Ältere, die Ansprechpartner suchen, eine bessere Handhabung“, ist Schuster überzeugt. „Wir filtern bei den Anrufen gleich, wer was braucht und wer wo am besten aufgehoben ist“, erklärt Pfarrerin Dr. Sabrina Hoppe. Oftmals falle es Älteren schwer, um Hilfe zu fragen. Sie sollen aber wissen: „Es gibt genügend Kapazitäten.“

Bündelung der Kräfte

Alle Einkaufsdienste würden ab sofort mit derAWO Prien gekoppelt werden. Diese bietet den Einkauf von Lebensmitteln, sonstiger Bedarfsgegenstände und Besorgungen von Medikamenten (Auslieferung einen Tag nach der Bestellung) an. Aktiv sind derzeit zehn Helfer. „Weitere Einkäufer werden gesucht“, so Hoppe. Abgedeckt werde ein Gebiet von Prien, Rimsting, Bad Endorf, Aschau, Frasdorf, Bernau, Gstadt, Eggstätt und Halfing. Die Priener Tafel, der Caritas zugehörig, wiederum benötigt Fahrer und Einkäufer.

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Hier finanziert die Gemeinde Lebensmittelgutscheine (Alkohol und Tabakwaren ausgenommen). „Denn nicht alle Produkte werden mehr gespendet, weiß Schuster. 10.000 hat die Kommune dafür – auf die in den nächsten Wochen verteilt – bereitgestellt. Die Einkaufsdienste sollen zugleich Schutzfunktion haben. „Die älteren Menschen müssen nicht einkaufen gehen.

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Sie können Spazierengehen und umgehen somit potenzielle Ansteckungsgefahren im Supermarkt“, so Hoppe. Der Einkaufsdienst der Kommune am Freitag laufe überdies parallel dazu weiter. Auch in den Außenbereich gibt es Hilfe. So kaufen die Buam und Dirndl des Trachtenvereins Atzing für Bürger aus dem Ort und benachbarten Weilern Lebensmittel ein. Überdies gibt es #ovbverbindet. Wer generell helfen will, kann sich über ein Formular unter www.ovbverbindet.de registrieren und auf der Website auch angeben, welche Hilfe sie anbieten können.

Kontakte der Institutionen:

Aktive Dirndl und Buam des Trachtenvereins Atzing kaufen für ältere und kranke Menschen am Ort und Nachbarweilern ein. Anrufe von 9 bis 17 Uhr unter Telefon 0157/52795183.

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Die AWO Prien bietet ehrenamtliche Hilfe an. Einkaufen, ob Lebensmittel, Medikamente oder Dinge des täglichen Lebens. Kontakt: 0 80 51/51 52 oder unter 0 17 6/25 28 98 54. E-Mail: awo-ov-prien@t-online.de.

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Einkaufsdienst für ältere Bürger Annahme mittwochs, 9 bis 14 Uhr, Telefon 08051 / 9651778; Lieferung am Freitag.

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Die evangelischen und katholischen Pfarrämter sind telefonisch unter 08051/1635 und 08051/1010 sowie per E-Mail erreichbar. Da der Besuchsdienst der katholischen Pfarrei ist wegen Corona anstatt persönlich durch Gespräche am Telefon ersetzt. Seelsorgerische Notfälle werden betreut. Kirchen stehen für Gebete offen. Gebetsimpulse liegen auf. Video-Gottesdienste werden teils angeboten.

Wer sich freiwillig im Ehrenamt als Einkäufer oder Ausfahrer einbringen will, kann sich sowohl bei der Gemeinde, den Kirchen, der AWO und dem Freitags-Einkaufsdienst melden. Dort wird dann intern – auf kurzem Wege – der Helfer an die Stelle vermittelt, die Bedarf hat.

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